Blogs & Rudelbildung [at] medienrauschen
Nicht nur gegen das Böse vorgehen, sondern auch mal das Vorgehen der Blogs selbst aufgreifen... lesenswert.
Nur muss man beachten, dass trotzdem viele Blogs nicht nur drauf los hauen - wie es halt manchmal, wenn eben eine Abmahung kommt, den Anschein macht, da sie vielleicht irgendwo nicht nachvollziehbar scheint. Denn es gibt auch viele Blogs, die schreiben einfach persönliche Erlebnisse, die interessieren sich für das ganze Getue nicht. Sowie es auch Blogs gibt, die trotzdem darüber schreiben, aber eben nicht nur in Draufhaumanier.
Die Bedenken, dass in den Blogs immer mehr und immer stärker gegen Sachen, die die Blogger für sich selbst als ungerecht, ungut und so weiter einstufen, eingedrescht wird kann und sollte klar als Gefahr der weiteren Entwicklung der Blogs angesehen werden. Aber war bei Foren damals - als sie ebenfalls noch sehr Untergrund waren - auch großes Gesprächsthema. Doch sie haben sich zu einer recht lebhaften und trotzdem (meist) gesitteten Kommunikationsplattform entwickelt. Ausnahmen der negativen Art gibt es immer, leidige Eigenart aller von Menschen entwickelten Kommunikationsarten.
Wie bereits gesagt, sehr lesenswerter Eintrag, aber vielleicht an manchen Stellen etwas zu sehr an der Tatsache ausgelegt, dass die deutsche Blogosphäre (fast immer) nur eindreschen würde - oder einem fauchenden Rudel gleichen würde. Stimmt nämlich in diesem Sinne auch nicht.
Ein Thema, das man sich mal etwas genauer durch den Kopf gehen lassen sollte... Auch mit dem Hintergrund vor Augen, dass die Rudelbildung auch mal nach hinten losgehen könnte. Aber eben nicht muss, wenn genug Schreiberlinge sich nicht einfach einer fremden Weltansicht anschließen sondern auch selbst nachdenken. Funktioniert halt doch wie eine Demokratie. Nur eben in Klein Bloggersdorf, und es schaut manchmal leider aus, als würde das Rudel eine Sau durchs Dorf hetzen. Dazu haben zu viele Blogger die gleiche Auffassung von Recht... muss aber dadurch auch nicht zwingend falsch sein.