Ich bin aber nicht Internetsü... wie, zu lange Online?

10.Mai 2006 . Angels Sin

Nu isses raus, laut einer Studie - die aussagekraft ist vergleichbar mit nicht selbst gefälschten Studien - sind nur 5 Prozent aller Internetuser auch Internetsüchtig.

Rund fünf Prozent der Nutzer von Online-Computerspielen sind nach einer Studie der Universität Mainz süchtig. "Die Hälfte davon ist sich der Sucht bewusst und verbringt mehr als 60 Stunden pro Woche im Internet"

Insgesamt geht die Studie darauf ein, dass auch virtuelle soziale Kontakte eingen gewissen Stellenwert haben, diese werden sogar oft ins reale Leben gebracht... ist nicht wahr?! Sogar positive Auswirkungen auf das reale kann es geben - so auf das Verhalten und ähnliches.

Eine generelle Verteufelung lehnte Thiedeke ab: Viele würden ihre im Netz bei Online-Rollenspielen aufgebauten Kontakte in das echte Leben integrieren und träfen sich beispielsweise zu LAN-Partys. Selbst in anonymen Chatrooms, in denen die Teilnehmer unter Nicknames auftreten, herrschen soziale Regeln. "Auch das Online-Ich will gepflegt sein, sonst gehen meine Kontakte verloren und ich werde verbannt", so Thiedeke.

Dass die virtuellen Kontakte jedoch keine Freundschaften im wahren Leben ersetzen könnten, da waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland einig. Und in diesem Punkt bin ich mir nicht so ganz sicher, vielleicht ist es nicht gerade positiv, wenn man keine sozialen Kontakte mehr im realen Leben hat, aber es gibt nunmal Leute, die einfach nicht können. Dann ist es wohl denk ich immerhin besser überhaupt irgendwelche Kontakte zu haben, als gar keine. Ersetzen... das machen die meisten immerhin sowieso nicht - für manche ist es aber die einzige Möglichkeit.

René Korte vom Peripheriehersteller Razer Europe sagte: "Leute, die vorher schon kontaktfreudig waren, werden auch künftig in Bars und Kneipen Kontakt aufnehmen." Aber es gebe einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für Leute mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, denen der erste Kontakt schwer falle.

Word :)

Schade nur, dass natürlich auch in diesem Bereich scheinbar wieder irgendwo mal einer von den Gurken "Sozialfuzzis" auf die Idee gekommen ist, den Bereich zu regulieren, überwachen, nennt wie es ihr wollt.

Ibrahim Mazari (GIGA Digital Television) sprach sich gegen weitere Regulierungen aus und forderte stattdessen, die Medienkompetenz des Nachwuchses zu stärken.

Jetzt verklickert das nur noch denen, die es nicht wahr haben wollen, dass zwar virtuell und real unterschiedlich sind, aber virtuelle Kontakte auch einen hohen Stellenwert für viele einnehmen, und dies NICHT negativ ist :)

Mich hätte ja noch interessiert, was die Teilnehmer dieses Medientreffens auf das ganze "social networking", das derzeit groß im kommen ist, gesagt hätte und wie sie dies eingeschätzt hätten. Immerhin, eine Erweiterung der sozialen Kontakte und teilnahme aneinander ist das ja ohne Frage.

[via golem.de / heise.de]

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