Kalter Krieg, jetzt mal anders?
Vertreter der US-Musikindustrie haben gedroht, Russland könne die Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) verweigert werden, wenn das Angebot nicht geschlossen wird.
Ich weiß nicht, ob das ein wirklich passendes Druckmittel ist, "nur" wegen AllofMP3. Mit Russland sollte man nicht unbedingt solche "Scherze" machen, kann auch ganz anders enden als mit einlenken. Denen geht es zwar derzeit nicht so gut, aber das ist kein typisches "wir lassen uns von anderen unterdrücken"-Land... nicht wirklich.
Die britische Musikindustrie, vertreten durch die "British Phonographic Industry" (BPI), zieht gegen das Russische Musik-Download-Portal AllofMP3.com zu Felde und hat dabei die erste Hürde genommen. Der britische High Court gab grünes Licht für eine Klage gegen AllofMP3 vor einem britischen Gericht, obwohl das Unternehmen dahinter seinen Sitz in Russland hat.
Was dabei rauskommt, ist wohl für alle betroffenen komplett offen, denn die Geister scheiden sich von Anfang an komplett, wenn es um die Legalität des Angebots geht. In Russland zumindest scheint das Angebot eindeutig legal zu agieren, da bisher jegliche Versuche der Musikindustrie gegen das Unternehmen im Sand verliefen. Aber auf jeden Fall ist dieser Schritt sehr viel angenehmer, als die Variante der US-MI.
Interessante Sache, was das Gericht für ein Urteil fällt. Aber viel interessanter wäre ja von der Musikindustrie zu hören, wie sie in Zukunft gedenkt, ihre Gewinne mal wieder nach oben zu bringen - ohne dabei den Kunden immer und immer wieder auf die Füße zu treten.
[via golem.de]
von na ich [Gast]