What about GoogleTube?! Erm sorry... YouTube

26.Oktober 2006 . Angels Sin

YouTube hat es ja geschafft, wenn man es so sagen will, und ist in aller Munde - also zumindest fast, aber es ist für ein Webunternehmen schon mal etwas, wenn sogar Offline-Menschen mit dem Namen mehr oder weniger was anfangen können. Schaffen nicht viele, YouTube hats geschafft. Das Problem nur, dass derzeit immer weniger positives darüber zu hören ist, sondern eher negatives. Diese Nachrichtenflut indess hat mit dem Verkauf an Google begonnen. Das erste Kapitel quasi.

Nach dem Kauf ist vor den Problemen
Zwar konnte YouTube noch vor dem Kauf durch Google mit drei weiteren Medienunternehmen (CBS, Sony BMG und Universal) Partnerschaften eingehen, die es unter anderem auch erlauben sollen, dass die User ohne urheberrechtliche Probleme an Land zu ziehen, Musik von den Unternehmen verwenden. Und natürlich wird es auch Inhalte von den Partnern auf YouTube geben. Wäre ganz toll, wenn es nicht andere Probleme geben würde.
Denn so hat Google zwar eine Partnerschaft mit Warner Music vermeldet - was wohl zwangsläufig auch für YouTube gelten wird - aber Warner Music ist nunmal nicht Time Warner. Denn die beiden gehören nicht mehr zu einander. Und Time Warner macht auf böse und will urheberrechtliche Ansprüche gegen YouTube verfolgen. Na gut, nicht ganz böse. Denn man will profitieren aber weiterhin irgendwie was auf Google und YouTube zeigen können.

Die Inhalte der Time-Warner-Töchter würde Parsons jedoch gerne weiter auf Videoplattformen wie von Google und YouTube sehen, "auf einer Basis, welche unsere Rechte als Urheber der Inhalte respektiert."

Sei kein Nutzer von YouTube?
Doch während andere Medienunternehmen verschiedene Video-Hoster fröhlich froh verklagen und Ansprüche geltend machen und YouTube/Google jedoch wegen einigen Partnerschaften recht gut da stehen, ist eine Sache - für die vielen Usern gibt es zur Zeit trotzdem eine Thematik, die ihnen schwer auf den Magen schlägt. Denn wehe, man war bei YouTube angemeldet und hat urheberrechtlich problematische Inhalte hochgeladen. Das könnte einigen jetzt zum Verhängnis werden.

Die Online-Videoplattform YouTube kommt zunehmend wegen der Veröffentlichung von urheberrechtlich geschütztem Film-Material in Bedrängnis. Jetzt sieht es allerdings so aus, als hätten bald die Nutzer, die urheberrechtlich geschütztes Material online gestellt haben, die Probleme mit den Hollywood-Anwälten. YouTube hat nämlich die Daten dieser Nutzer gespeichert - und auch weitergegeben.

Sehr übel ist auch die Tatsache, dass hier mit den Daten fast schon umher geschmissen wurde, Google jedoch sonst ganz erfolgreich weiß, sich gegen solche "Anfragen" zu wehren. Klar ist, dass urheberrechtlich geschütztes nicht unbedingt mehr auf YouTube gefunden werden sollte. Aber die Daten der User "einfach so" zu verramschen ist auch nicht die feine Art. (Achtung, sollte es nicht einfach so gewesen sein, bitte berichtigt mich ^^°)
Denn vor dieser Aktion gab es auch eine große Löschaktion von beanstandeten Videos, die ziemlich überwältigende Dimensionen annahm. Beschwert hat sich die jap. Gesellschaft "Japan Society for Rights of Authors, Composers and Publishers", woraufhin YouTube ca. 30'000 Videos (oder besser gesagt genau 29.549) gelöscht hat. Einfache, aber wirksame Maßnahme. Stellt sich natürlich die Frage, warum so ein Vorgehen nicht auch bei den weiteren Fällen verfolgt wird, sondern jetzt Nutzerdaten ausgegeben werden. Aber dem Druck der großen Mediaunternehmen können nunmal nicht viele standhalten...

Vorauseilender Gehorsam
Dem ganzen die Krone - mehr oder weniger - setzt das, worauf Robert hier hinweist, auf. Ein Video, das eigentlich gar nichts urheberrechtlich problematisches enthält, wird ziemlich schnell gelöscht... Auf Hinweis von der DFL, so heißt es. Die einfache Geschichte hat einen gewissen Hintergrund, wie Thomas Knüwer schreibt, aber trotzdem bleibt der Beigeschmack von viel zu vorschnellen Schüßen. Gegen die Fans - von YouTube und der DFL hier zum Beispiel.

Bleibt abzuwarten, wie die ganze Sache sich entwickelt. Einen gewissen Einbruch der Euphorie um Videohoster kann man durchaus erkennen, der Spaß wird stark getrübt wegen sowas. Und es ist eine ziemlich schwere Sache, denn Urhberrechte auf der einen Seite und die Fans, die ihrer eigenen Meinung nach vielleicht nichts falsch machen - und oft genug bleibt die Frage nach dem Falsch offen... Warum viele Unternehmen mit dem neuen interaktiven Internet nichts anfangen können, kann eigentlich auch nicht plausibel erklärt werden. Für die User. Die Unternehmen selbst werden damit argumentieren, dass sie die Hochheit über ihre Inhalte nicht verlieren wollen... und na ja, das rechtliche bla ansonsten. Nur, dass es so nicht funktionieren kann/wird, erkennen immernoch zu wenige. Wenn auch langsam Besserung zu erkennen ist. Aber nur sehr langsam. Zu langsam.

Auch Fernsehsender machen mit - aber nicht alle
Auch die deutschen Fernsehsender haben angekündigt, gegen YouTube vorzugehen - bzw. vorerst eine Prüfung einzuleiten. Denn werden teuer eingekaufte Serien, Spielfilme, Sportereignisse und vieles weitere ausgestrahlt, kann man dies meist in wenigen Minuten auch auf YouTube bewundern - wobei es noch nicht wirklich so schlimme Auswüchse angenommen hat, Übertreibung anyone?

Die gestiegene Popularität von YouTube in Deutschland (mehr als drei Millionen Nutzer) hat nun auch hier hektische Betriebsamkeit in den Rechtsabteilungen ausgelöst. Alle großen Sendergruppen prüfen inzwischen rechtliche Möglichkeiten, gegen YouTube vorzugehen - für einen klaren Kurs hat man sich aber noch nicht entschieden.

Ganz gut, dass man hier prüft - also erstmal die Gesetze nochmal durchlesen, nachdenken, nochmal durchlesen, weiterhin nicht ganz verstehen aber mal auf YouTube einschlagen (zugegeben, so wird's nicht sein, aber "prüfen" klingt immer so toll, als ob man selbst nicht genau wüsste, was denn jetzt böse von wem ist...).
Prüfen nun also ARD, RTL, ProSiebenSat1 etc. rechtliche Vorgehensweisen, steht als einziger bisher genannter Sender überraschend das ZDF offen YouTube gegenüber.

Offen gegenüber dem Internet-Piraten YouTube zeigt sich das ZDF. Ein Sprecher legt zwar Wert auf die Feststellung, dass man im Internet ein besonderes Auge auf Urheberrechtsverletzungen haben werde und diese jetzt schon abgemahnt würden. Gleichzeitig werden aber beim ZDF die Chancen der Entwicklung im Netz gesehen. Robert Amlung, zuständig für neue Medien, kündigte an, Portale wie YouTube für das ZDF nutzen zu wollen.

Wer hätte das gedacht. Da hat wohl jemand den Werbeeffekt verstanden, den man mit YouTube und Internet 2.0 durchaus haben kann. Lobenswert.

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