Es gibt einen interessanten Artikel bei golem zum Thema Killerspiele - wiedermal. Denn dieses Thema war heute Diskussionsstoff beim Unterausschuss "Neue Medien" des Bundestags.
Zum Artikel selbst und zu dem, was da manche Leute wieder einmal von sich gelassen haben, will ich gar nicht eingehen. Außer zu den zwei Schlussabsätzen. Der eine genau das, was jeder normal denkende Mensch ohne Propagandascheiße im Hirn sagen wird - der andere genau das, was NICHT eintreten wird, sollte dies geschehen was wieder einmal gefordert.
Pfeiffer hingegen hält dies nicht für wirksam genug [im Allgemeinen die Zusammenarbeit zwischen BPjM und USK / Anm.v.d.Red.] und fordert mehr Indizierungen. Das damit einhergehende Werbeverbot sorge dafür, dass den Jugedendlichen die Titel kaum bekannt und somit auch nicht zu einem "Objekt der Begierde" werden.
Wrong! Objekt der Begierde sagt es doch schon... alles was normal zu bekommen ist, wird unproportional stark an Interesse verlieren. Und seien es "ab 18"-Titel, die ja schließlich in DE normal zu bekommen sind für ab 18-jährige. Indizierung wird mit "boah, da ist irgendwas, was total krass geil fett sein muss" gleichgesetzt... Problem der Gesellschaft heutzutage, die Spiele sind da das kleinste übel bzw. gar nicht daran schuld.
Aber das können manche wehrten Herren einfach nicht wissen, die sind meist schon dem Ableben nahe mit grauen Haaren versehen, haben keine Ahnung von der Welt jetzt. Meinen aber natürlich, weiterhin der Weisheit letzter Ankerpunkt zu sein. Ist übrigens auch bei Politikern so... na ja, die sind es eigentlich meist, die gegen Spiele im Allgemeinen und "Killerspiele" im speziellen sind.
Auf der anderen Seite aber eben:
Christoph Waitz (FDP) fasste die Diskussion letztendlich folgendermaßen zusammen: Was wir derzeit machen ist eher ein "Herumdoktorn am Symptom, das Problem ist die soziale Verwahrlosung unserer Gesellschaft und dort müssen wir ansetzen."
Schade nur, dass genau diese Aussagen dann im Nachhinein keinen mehr interessieren, weil die meisten zu dumm sind, das zu verstehen. Das, wofür diese Aussage steht. Verdummung und so... da gabs doch mal eine Diskussion, inwiefern das Fernsehen an diesem Debakel schuld sei. Ach ja, zum Glück hat man sich ja jetzt ein neues Feindbild geschaffen, das Fernsehen ist anerkannter Alleinunterhalter ohne böse Nebenwirkungen
Ob's die Spiele auch mal soweit schaffen?
Wehrte Herren (und Damen natürlich), sollten Spiele im Allgemeinen und "Killerspiele" im Speziellen verboten werden, so muss aber dringend eine Kompensation für die Jugend her. Ich bin für Hexenverbrennung (da könnte man mit den Politikern mal anfangen) und Steinigung, so als einige gute Beispiele. Oder wollt ihr etwa, dass die Jugend von heute ihre Gier nach Blut und Gewalt *hust* auf der Straße befriedigt? Also ganz ehrlich, Spiele oder Realität - müsst ihr wissen. Gibt keine andere Wahl, wenn ihr nicht auf die wahren Probleme der Gesellschaft eingehen wollt.