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Das Sitzenbleiben soll sitzen bleiben

21.Juli 2006 . Angels Sin

Mein Blogger-Kollege Chibi findet es "ein bisschen lächerlich". Ich auf der anderen Seite einen guten Schritt in die richtige Richtung, wenn man den Rest drumherum ebenfalls ändern würde.
Aber beim Sitzenbleiben anfangen würde nichts bringen, denn die Mädchen und Jungen, die hätten sitzenbleiben müssen, jetzt aber doch weiterkommen dürften, bekommen das Wissen im Nachhinein - im unseren Bildungssystem wie es jetzt besteht - weiterhin nicht nachgereicht, was gefährlich sein kann. Dazu müssen erst einmal die Grundprobleme gelöst werden, welche unter anderem überforderte Lehrer, zu große Klassen - also zu wenig Schulen/Kapazitäten - und eindeutig falsche Lehrpläne in vielen Bereichen sind. Erst dann darf - meiner Meinung nach - das Sitzenbleiben auch ruhigen Gewissens abgeschafft werden, denn die Förderung der einzelnen Schüler, die Probleme haben, ist dann auch wirklich gewährleistet.

Das Sitzenbleiben musste ich persönlich nie erfahren, habe aber natürlich auch in meiner Klasse viele, wirklich viele Freunde und Mitschüler erlebt, die es getroffen hat. Und ich kann nicht wirklich sagen, dass es bei den meisten Fällen etwas wirklich bahnbrechendes gebracht hat. Die meisten haben einfach die Tests schon gekannt, wussten was Sache ist, aber der Stoff - wenn ich das so nennen darf - der ist mit Sicherheit nicht wirklich tiefgehend in das Wissen dieser Schüler eingegangen. Auch ist es so, dass Sitzenbleiben sehr schnell demotivieren kann. Demotivation kann zu noch schlechteren Ergebnissen in der Schule führen, würde also Kontraproduktiv zu dem sein, was damit eigentlich verfolgt wird.

Das Fazit beim Stern-Artikel kann ich für meinen Teil somit auch auf jeden Fall stehen lassen - ist er ja im Grunde auch das, was ich hier geschrieben habe:

Für die meisten Sitzenbleiber hieße die bessere Alternative: individuelle Förderung. Dazu müssen Lehrer die Stärken und Schwächen jedes Schülers analysieren, individuelle Lehrpläne für sie aufstellen und sie bei Bedarf verpflichten, an Förderkursen teilzunehmen. Notwendig wären zusätzliche Mittel und Stellen. Und ein neues Denken bei den Lehrern.

Sorry an alle konservativen und/oder traditionsbewussten, aber es ist nunmal so. Nicht alles, was viele Jahrzehnte genutzt wird, muss auch gut sein bzw. der Lösung des Problems förderlich sein. Und beim Sitzenbleiben... mögliche Erfolge darf man guten Gewissens anzweifeln.

Dabei ist das Sitzenbleiben als Institution eine Verschwendung von Zeit und Geld: Denn die Schüler verbessern ihre Leistung nicht, indem sie eine Klasse wiederholen. Das belegen zahlreiche Studien. Und es ist auch noch teuer: 1,2 Milliarden Euro, so errechneten Experten, gibt der Staat jedes Jahr für Wiederholer aus.

In dem Sinne... Die Reformen sind im Bildungsbereich immernoch viel zu schleppend, und das Sitzenbleiben gehört zu den Dingen, die gut und gerne reformiert werden dürfen. Aber bitte nicht erst in Jahrzehnten. Jetzt.

Kategorien: welt um uns

Zidane hat sich seinen Abgang selbst zerstört

10.Juli 2006 . Angels Sin

Also ein bisschen seltsam finde ich die Diskussion um Zizou und sein Kopfspiel gegen Materazzi schon. Da wird von Unverhältnismäßigkeit geredet, der Materazzi sei doch selbst nicht besser und so. Ja und? Zählt das hier jetzt etwa? Nein, tut es nicht. Zidane hat sich unfair verhalten, und zwar auf eine Weise, die nunmal nicht geduldet werden darf. Verbale Angriffe gegen ihn von Materazzi? Ja und, dann eben zurückschimpfen, beleidigen, was weiß ich. Jeder Profifußballer muss doch mit sowas rechnen, leben können und darauf anständig reagieren können. Und das hat Zizou einfach nicht getan diesmal. Er hat eine rote Karte dafür bekommen, und das ist gerecht. Nicht mehr, nicht weniger. Er hat sich seinen Abgang mit einer einzigartigen Szene gesetzt, und das war's auch. Materazzi lebt noch, Frankreich hat gegen Italien verloren - wie Deutschland leider ja auch - und am Ende gewinnen halt immer die anderen. Oder Deutschland. Frankreich war toll, Deutschland war toll, Italien hat gewonnen - und Zizou hätte sich den Kopfstoß sparen können. Eindeutig. Wie gesagt, Materazzi mag vielleicht auch recht ungehalten in Zweikämpfe einsteigen und so, aber ist etwas unfair wird auch er dafür bestraft. So ist Fußball.

Und scheiße, der Wettskandal in Italien hat grad jetzt mal wirklich wenig mit der WM zu tun. Sonst könnten wir Deutschland ja auch mal getrost rausschmeißen, weil wir da auch etwas hatten. Unverhältnismäßig? Ja und, ist doch das gleich gewesen im Grunde. Vielleicht sollten wir einfach wieder so reagieren, wie zur WM die ganze Zeit schon - mit den anderen freuen, und nicht mit Schmutz um uns schmeißen, weil etwas vermeintlich unfair gewesen sein soll...
Es passiert ja grad in der Öffentlichkeit das selbe, was auch Zizou passiert ist. Man lässt sich von irgendetwas übermäßig provozieren und rastet aus. Bei der Öffentlichkeit wird das dadurch sichtbar, dass sie ohne jeglichen Sinn für Fairness gegen Italien wettern... Hallo? Lasst sie doch endlich in Ruhe, lasst sie ihre Freude ausleben. Danach wird der Wettskandal hoffentlich bearbeitet und gelöst.

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Kategorien: as.daily

HALBFINALEEEE!!! Es geht los...

4.Juli 2006 . Angels Sin

Es ist jetzt 20:52 Uhr, gleich gehts los, und vermutlich ganz Deutschland - ja, is mir wurscht, wenn welche nicht darunter fallen wollen, ihr müsst jetzt ganz stark sein und damit leben xD - fiebert nun der Nationalmannschaft nach. Mein Tipp jetzt ist 3:1 - bei den Blogkickers war es 3:2, weiß auch nicht warum ich das nicht geändert habe. Wir werden sehen, wie es endet... Aber das Finale wird schon drin sein, ich mein... immerhin fahren wir nach Berlin XD
Btw. ja, mein Tipp ist FÜR Deutschland!

Wir erheben uns für die deutsche Nationalhymne. *sing* *sing*... ich hab echt nichts gegen die Nationalhymne, die in den letzten Wochen laufende Diskussion gegen die Hymne finde ich einfach beknackt... aber was solls, manchen kann man es nie recht machen ;)

EDIT
Scheiße... Nur noch dritter werden können wir jetzt. Aber das ist Fußball, das ist WM.

Glückwunsch Italien :)

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Kategorien: as.daily

Schufa-Abfrage - nur zur Sicherheit

29.Juni 2006 . Angels Sin

Aber sicher doch, macht einfach. Man hat auch nichts besseres zu tun, als Schufa-Abfragen über die eigene Person über sich ergehen zu lassen, noch dazu für so etwas.

Vorher benötigt Avalanche von jedem Tester noch das Geburtsdatum und wird eine Schufa Auskunft einholen. Verständlich, wir verleihen hier keine Feuerzeuge sondern ein Stück Hightech.

Ach so, komisch nur, dass die Opel-Blogger da nicht so gründlich geprüft werden mussten (wie auch bei wirres.net zu lesen ist). Autos können vermutlich auch nicht so einfach verschwinden, das wird bestimmt der Hintergedanke sein (siehe auch das Zitat von Udo Vetter etwas weiter unten).

Um was geht es? Es werden Notebooks an 50 Notebook-Tester (mit AMD weil von AMD) vergeben, die dann "ausführliche Erfahrungsberichte über [ihre Tests] unter www.amd-notebook.de zu verfassen" haben. Nun gut, im Blog selbst wird es jetzt nicht mehr so streng geschrieben, aber ihr wisst, um was es hier geht.

Udo Vetter schreibt dazu unter dem Titel "Blogger ziehen sich aus" sehr passend:

Ach so, wer keine astreine Schufa hat, verscheuert Notebooks unter der Hand?

Und vermutet - anlässlich einiger Ausführungen zum Test:

Das lässt ja schöne Diskussionen erwarten. Die werden allerdings wohl eher nicht im AMD-Blog stehen.

PS. Dat ist gar kein meckern, einfach nur wundern ob der seltsamen Methoden, jemanden zu "identifizieren" oder was auch immer die damit verfolgen. Whatever :D
Zu viel an Daten bekommen die durch die Schufa trotzdem, sowas sollte schon zu denken geben, besonders bei einer Firma, die Marketing-Agentur ist. Das ist nicht fein ^^

Wen es interessiert, das hier erfährt Avalanche (da hat der kommentierende bei wirres.net sich etwas vertan) bei der Schufa, wenn sie mögen:

AMD erfährt von der Schufa, wo die Teilnehmer gemeldet sind, wo sie in den letzten Jahren gewohnt haben, welche Giro-Konten und Kreditkarten sie besaßen, besitzen beziehungsweise beantragt, welche Kredite und Ratenzahlungen sie vereinbart haben, mit welchem Mobilfunker sie telefonieren und erhält eine Einschätzung der Bonität. Zudem sind in der Schufa auch alle Anfragen hinterlegt. Selbst die Einholung von Leasing-, Miet oder Raten-Angeboten ist für Anfragende ersichtlich.

[via wirres.net]

Vorabprüfung von Forenbeiträgen ist unzumutbar

15.Juni 2006 . Angels Sin

z0mg, unser Rechtssystem ist ja manchmal sogar noch richtig für Überraschungen zu gebrauchen. Jetzt ist es also raus, das mit den Vorabprüfungen aller Kommentare (in Blogs und) Foren ist unzumutbar, also auch nicht durchführbar. Warum denn nicht gleich so.

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf (Az. I-15 U 21/06) muss ein Forenbetreiber erst ab Kenntnis rechtswidrige Äußerungen seiner Nutzer löschen. Ihm könne es nicht zugemutet werden, aktiv nach Rechtsverstößen zu forschen oder gar alle Beiträge zu überwachen. Allerdings müsse er im Einzelfall nachweisen können, "unverzüglich" nach Kenntnisgabe monierte Beiträge geprüft und gegebenenfalls gesperrt oder gelöscht zu haben. [..]

Somit sind wir wieder da angelangt, wo wir vor dem sehr fragwürdigen Urteil gewesen sind, nämlich bei der Annahme, dass erst nach Kenntnis gehandelt werden muss.
Allgemein hat das OLG eindeutig gezeigt, dass man sich mit der Materie mehr auskennt als manch ein Kollege und auch dementsprechend geurteilt hat. Denn so heißt es:

Eine allgemeine Pflicht, die zahlreichen auf seinem Internetforum existierenden Diskussionsforen mit ihren in die Tausende gehenden Beiträgen auf möglicherweise rechtswidrige Inhalte hin zu überwachen, würde den beklagten Forenbetreiber "in technischer, persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht schlicht überfordern [..] und das Betreiben von Internetforen letztlich wegen der sich aus der Überwachungspflicht ergebenden Haftungsrisiken unmöglich" machen, so die Richter. [..]

So muss es sein. Denn unschöne Kommentare über jemanden löscht man grundsätzlich sofort, wenn man davon weiß, weil man die Problematik für die jeweilige Person/Firma/etc. versteht und auch nicht wirklich was entgegen sagen würde. Aber jeden Kommentar, jedes Posting, einfach alles überwachen, das geht einfach zu weit.

Kindergarten Klein Bloggersdorf

4.Juni 2006 . Angels Sin

Also, dass wir in Klein Bloggersdorf keinen Kindergarten mehr brauchen - wer will da noch widersprechen. Man könnte immerhin meinen, dass ein Großteil von Klein Bloggersdorf inzwischen zum Kindergarten mutiert ist. Erwachsene spielen dabei besonders gerne im regionalen Kindergarten - der um die Ecke. Dass sich dabei ganz dolle gegenseitig wegen irgendwelchen (Spielzeug)Autos bekriegt wird, nebensächlich.
Aber ist ja auch eine tolle Eigenschaft von vielen. Eine ernste Diskussion immer mehr zum Kindergarten werden zu lassen. Können Politiker ja auch ganz gut. Eigentlich machen sich dabei die Beteiligten ja nur lächerlich, aber wir sind hier ja im Kindergarten von Klein Bloggersdorf - da darf man das.

Kategorien: blogwelt um uns

Es geschieht nicht hier

30.Mai 2006 . Angels Sin

aber jetzt amnesty international

So steht es da, auf dem Plakat. Kurz und einprägsam - mit dem Foto darunter jedoch mehr als bedrückend. Amnesty International Schweiz hat eine eindrucksvolle Kampagne gestartet, die dem Betrachter etwas scheinbar näher bringt, als ihm lieb wäre. Aber man kann beruhigt sein, es geschieht ja nicht hier... kann man beruhigt sein? Es passiert nämlich trotzdem, jetzt irgndwo.

Es geschieht nicht hier, aber jetzt

[via endl.de]

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Kategorien: welt um uns

Microsoft sagt, was die Redaktion schreiben darf?

29.Mai 2006 . Angels Sin

Beeinflussung der Meinung eines Schreibers; Verbot von Kritik am Produkt; damit man etwas für lau bekommt etc. Nicht nur in der Blogosphäre gabs in diesen Punkten - besonders in letzter Zeit und im Umfeld der Opel-Blogger - immer wieder Diskussionen, wie sehr sich Blogger "verkaufen" würden, welch negatives Licht dies auf die unfehlbaren Blogger werfen würde und so weiter. Auch in den "alten" Medien, bei den Journalisten, zu denen ein Blogger ja nicht gehören darf - aber eigentlich auch gar nicht wirklich will - ist dieses Thema schon immer anwesend gewesen, und jede Möglichkeit, diese Diskussion für sich selbst auszunutzen wird natürlich aufgegriffen und groß angegangen. Diesmal hat es die ComputerBILD versucht - und mit Verlaub, gerade die haben wohl am wenigsten über andere herzuziehen.

Laut eines Berichts der Computerbild versucht Microsoft Computerzeitschriften zu beeinflussen, welche die Office 2007 Beta 2 auf Datenträgern ihren Lesern zur Verfügung stellen wollen. Den Schilderungen der Computerbild, denen zufolge sich der Softwarehersteller eine Mitsprache bei den redaktionellen Inhalten und eine Prüfung der Veröffentlichungen sichere, widersprach nun der Chefredakteur des renommierten Fachmagazins c't.

Nun kann man über die c't selbst inzwischen auch denken, was man will. Aber wem vertraut man eher? Lasse ich einfach mal euch überlassen.

Es sei ohnehin guter journalistischer Brauch, dem Betroffenen eine Gelegenheit einzuräumen, zu Kritik Stellung zu nehmen. Davon, dass Microsoft Formulierungen vorgegeben habe, könne überhaupt keine Rede sein, betont Persson, der damit der Computer-Bild-Ankündigung widerspricht. Im so genannten "Reviewer's Guide" gehe es lediglich um die korrekte Schreibweise der Wortmarke.

Also, man schlägt sich nicht nur in der Blogosphäre die Köpfe aufgrund scheinbarer Bloggerbeeinflussungen etc. ein. Nein, das ist auch bei den Journalisten Gang und Gebe, aber das war ja schon lange klar. Gibt halt überall schwarze Schafe, die für Geld und/oder etwas für Nada alles tun würden. Und wiederum andere, die aus etwas, was viel weniger schlimm klingt, wenn man es gänzlich offen legt, gerne mal einen dramatischen Skandal machen.

[via golem.de]

So liest sich ein Artikel bei golem.de zu diesem Thema, bevor die Stellungnahme von c't bekannt wurde. Dass die ComputerBILD das Ganze für einen Eingriff in die journalistische Unabhängigkeit sieht, ist zwar keinesfalls falsch oder zu verurteilen. Aber nach der Lektüre der Stellungnahme und diesem Beitrag im lexlog sieht die Sache irgendwie schon ganz anders aus. Sorry ComputerBILD, ihr müsst euch dann wohl mal den nächsten Zeitpunkt suchen, euch als über-unabhängig anzupreisen.
Hier ist übrigens die Pressemitteilung der ComputerBILD zu dem Thema.

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Blogger können lächerlich werden

21.Mai 2006 . Angels Sin

Langsam wird die Debatte um die Opel-Blogger und das ganze Drumherum einfach nur lächerlich. Die einen echauffieren sich über die bösen, "käuflichen" Blogger, nennen sie billige Straßennutten und unterstellen sogar, dass die sogenannten A-Blogger einen an der Mütze haben, und nein sogar extrem weich im Kopf sein müssten. Auf der anderen Seite wird ebenfalls nur viel zu gerne beleidigt und beschimpft was die Tastatur grad noch hergibt. Und im ganzen Trubel übersehen alle eines: Das ganze ist einfach mehr als lächerlich 2.0™ - wenn wir schon alle von Web 2.0 reden. Da stellt ein Automobilhersteller - und nein, Opel-Bashing gibts bei mir nicht, weil es cool ist, außerdem fahre ich selbst einen, Auto ist Auto - vier Bloggern mal ein Auto für vier Monate zur Verfügung, und deckt auch alle Unkosten, die das mit sich bringt. Und schon beginnt das große Heulen. Alles Huren, die sowas tun. Viel zu wenig Transparenz - na ja, whatever... Einfach Unbloggerhaft, hört man.
Schön, dass sich manche als die guten in Klein Bloggersdorf sehen und denken, sie dürften über andere einfach mal schnell Gericht führen und ihnen alles bloggermäßige absprechen, weil sie sich "verkaufen". Ich war ja schon immer für die kleine Polizei an der linken Straßenecke von Klein Bloggersdorf. Alle Blogger, die sich nicht so benehmen, wie sie es laut Moralapostel nach dem ersten Buch Blogi tun müssten, werden sofort durch das ganze Dorf getrieben - unsere wilde Saujagt beginnt - und danach mächtig mit verbalen Weltverschmutzungen nieder gemacht. Erst so lernen wir alle, wie es sich für einen Blogger gehört. Schön draufhauen, wo man es für richtig hält. Aber das haben wir ja beim Unternehmensbashing auch schon mitbekommen - also, dass sowas schnell geht und irgendwann auch die falschen treffen könnte.

Es gibt natürlich dann auch die andere Seite. Die einen reagieren sehr über, sobald es Kritik gibt. Und da wird dann etwas gebloggt, das so einfach nicht geschrieben werden dürfte. Und schon ist der Flächenbrand entfacht. Also auch der Fehler derer, die der Aktion beiwohnen.

Schade, dass das ganze wirklich so eskaliert, aber bleibt halt eines festzuhalten: Blogger sind manchmal einfach lächerlich, und können sogar zu reinrassigen Arschlöchern mutieren. Tja, so ist das Leben, wer meint, Blogger wären anders... der bekommt jetzt die Rechnung für die falsche Annahme.
Nur will ich einfach mal darauf hinweisen, dass verbale Unschönheiten nicht mit Ausreden von wegen "so bin ich halt" und "ich darf hier machen, was ich will" erklärt werden können, berechtigt erst recht nicht.
Und ich merke, dass ich mich viel zu sehr über die Diskussion echauffiere... also Schluss damit, sollen die Vollpfosten doch machen, was sie wollen - hey, die Diskussion soll immerhin immer den gleichen Biss haben :D

Kategorien: blogwelt um uns

Mit dem Blog Geld machen?

16.Mai 2006 . Angels Sin

Derzeit läuft eine sehr hitzige Diskussion, vor allem zwischen Robert (Basic Thinking) und Patrick (Blogdiplomatie) zum Thema "Mit dem Blog Geld verdienen" - und einige Nebenaspekte.

Blogs sind also nichts anderes als reine Contentmaschinen, Linkfarmen und Trafficmagneten? Wer Blogs als Werbefläche mit gelegentlichen Inhalten definiert, hat leider nicht wirklich verstanden, was Weblogs sind und was sie bewirken können. [..]

Das Problem insgesamt, welches ich bei dieser Diskussion derzeit erahne ist, dass sich hier alle auf einen Standpunkt stellen und diesen erbittert verteidigen. Soweit so gut. Nur scheint es mir, dass auch irgendwo insgesamt aneinander vorbeigeredet wird.

Woher also diese Meinung, dass Trafficziele den Gedanken der Blogs negieren? Woher die Meinung, dass gezielte Kommerzialisierungsbestreben von vornherein dem Bloggedanken zugegen laufen? Verquert ist sie nicht unbedingt, wenn man bedenkt, dass zahlreiche Menschen einer Arbeit nachgehen, die sie mitunter sogar hassen wie die Pest. [..]

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Ich bin aber nicht Internetsü... wie, zu lange Online?

10.Mai 2006 . Angels Sin

Nu isses raus, laut einer Studie - die aussagekraft ist vergleichbar mit nicht selbst gefälschten Studien - sind nur 5 Prozent aller Internetuser auch Internetsüchtig.

Rund fünf Prozent der Nutzer von Online-Computerspielen sind nach einer Studie der Universität Mainz süchtig. "Die Hälfte davon ist sich der Sucht bewusst und verbringt mehr als 60 Stunden pro Woche im Internet"

Insgesamt geht die Studie darauf ein, dass auch virtuelle soziale Kontakte eingen gewissen Stellenwert haben, diese werden sogar oft ins reale Leben gebracht... ist nicht wahr?! Sogar positive Auswirkungen auf das reale kann es geben - so auf das Verhalten und ähnliches.

Eine generelle Verteufelung lehnte Thiedeke ab: Viele würden ihre im Netz bei Online-Rollenspielen aufgebauten Kontakte in das echte Leben integrieren und träfen sich beispielsweise zu LAN-Partys. Selbst in anonymen Chatrooms, in denen die Teilnehmer unter Nicknames auftreten, herrschen soziale Regeln. "Auch das Online-Ich will gepflegt sein, sonst gehen meine Kontakte verloren und ich werde verbannt", so Thiedeke.

Dass die virtuellen Kontakte jedoch keine Freundschaften im wahren Leben ersetzen könnten, da waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland einig. Und in diesem Punkt bin ich mir nicht so ganz sicher, vielleicht ist es nicht gerade positiv, wenn man keine sozialen Kontakte mehr im realen Leben hat, aber es gibt nunmal Leute, die einfach nicht können. Dann ist es wohl denk ich immerhin besser überhaupt irgendwelche Kontakte zu haben, als gar keine. Ersetzen... das machen die meisten immerhin sowieso nicht - für manche ist es aber die einzige Möglichkeit.

René Korte vom Peripheriehersteller Razer Europe sagte: "Leute, die vorher schon kontaktfreudig waren, werden auch künftig in Bars und Kneipen Kontakt aufnehmen." Aber es gebe einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für Leute mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, denen der erste Kontakt schwer falle.

Word :)

Schade nur, dass natürlich auch in diesem Bereich scheinbar wieder irgendwo mal einer von den Gurken "Sozialfuzzis" auf die Idee gekommen ist, den Bereich zu regulieren, überwachen, nennt wie es ihr wollt.

Ibrahim Mazari (GIGA Digital Television) sprach sich gegen weitere Regulierungen aus und forderte stattdessen, die Medienkompetenz des Nachwuchses zu stärken.

Jetzt verklickert das nur noch denen, die es nicht wahr haben wollen, dass zwar virtuell und real unterschiedlich sind, aber virtuelle Kontakte auch einen hohen Stellenwert für viele einnehmen, und dies NICHT negativ ist :)

Mich hätte ja noch interessiert, was die Teilnehmer dieses Medientreffens auf das ganze "social networking", das derzeit groß im kommen ist, gesagt hätte und wie sie dies eingeschätzt hätten. Immerhin, eine Erweiterung der sozialen Kontakte und teilnahme aneinander ist das ja ohne Frage.

[via golem.de / heise.de]

Nintendo Wii - und alle werden whee...

10.Mai 2006 . Angels Sin

Die E3 ist da, und das merkt man als "öfter mal"-Spieler recht gut. So hat Nintendo also inzwischen das vierte Quartal 2006 als Release-Termin für die Wii bekannt gegeben. Oha, sehr genau, wollen die jetzt Sony nachmachen? Na ja egal. Zu den ersten Titeln wird Zelda gehören, was eigentlich nicht wirklich überrascht, wurde das Spiel ja bereits oft genug für den GameCube verschoben. Jetzt kommt es also für beide Konsolen und wird wohl auf der Wii ein paar nette Ideen mit dem neuen Controller vereinen - aber zweifeln tu ich immernoch, immerhin darf ich das, zweifeln.

Nun, was solls... zu Preis und Termin ist nichts bekannt, also wirklich so wie bei Sony vor kurzem auch noch. Immerhin, der Preis soll klein sein - hach wie toll, kann ich mir doch nach der PS3 noch eine Wii kaufen... vielleicht... irgendwann... wenn der PC dann mal aufgerüstet ist... hehe.

Starten soll Wii im vierten Quartal 2006, ob weltweit gleichzeitig sagte Nintendo nicht. Auch wurde kein konkreter Termin für den Marktstart genannt. Einen Preis wollte Nintendo ebenfalls noch nicht nennen, er soll aber niedrig sein. [..]

Für mich unverständlich derzeit aber die ganzen Fanboys, die wieder wie eine Horde wilder Idioten durch sämtliche Foren und Newsbereiche fliegen. Leider viel zu viele davon sehr negativ aus dem Nintendo-Bereich. Was jetzt nichts gegen die Konsole oder das Unternehmen heißen soll, aber vor nicht mal so langer Zeit wollte noch keiner mehr was mit Nintendo zu tun haben, der GameCube war nicht so recht beliebt, jetzt plötzlich ist Nintendo wieder der Stern auf unserem Abendhimmel, oder wie soll ich das verstehen? Und dann natürlich sehr "objektive" und "aufschlussreiche" Diskussionen. Meine Fresse, manchmal sollte man mit diesem Controller der Wii durch die Gegend ziehen und denen mal eine gehörige Packung "Whee" verpassen.

Ich sag es immer wieder gerne. Jede Konsole hat ihre Zielgruppe irgendwo, und das ist auch gut so. Xbox 360 besonders im Bereich der westlichen Spiele, PS3 wird die jap. Kracher wieder dabei haben - was mich auch sehr zu dieser Konsole zieht -, die Wii kommt als Partykonsole, so meine Meinung. Überschneidungen bei den Spielen wird es diesmal nur noch bei PS3 und Xbox 360 geben, da die Wii definitiv zu schwach ist, aber die Spiele werden wohl sicher auch für die Wii sehr nett sein.

PS. Nintendo hat mit dem Namen eindeutig schlechte Karten gezogen, finde ich persönlich, denn Revolution klang und klingt immernoch besser.

Tags: gamingkonsolenmicrosoftnintendoplaystation 3sonywiixbox 360

Wii - Versuch einer kleinen Analyse

1.Mai 2006 . Angels Sin

Ok, nachdem ach so viele Nintendo-Jünger und scheinbar neutrale Beobachter von einer Marketingtechnischen "super Sache" reden, was Nintendo mit der Bekanntgabe des - sehr viel diskutierten - Namens der neuen Konsole, der Wii da geschafft hat, möchte ich mal kurz von einer anderen Sichtweise auf das ganze Geschehen eingehen. Denn der Name ist überall Thema, so heißt es immer von vielen Fans der Konsolenschrauber. Doch sollte man bedenken... überall ist der Name derzeit diskutiert, aber eben nur überall, wo die Konsole auch so diskutiert wäre und sowieso die meisten bereits von Revolution, PS3, Xbox 360 und Co. wissen. Wirklich geniales Marketing? Fraglich, ob überhaupt viel mehr Menschen jetzt von der neuen Konsole von Nintendo etwas erfahren haben - denn ich vermute eben, dass es sich meist nur um die üblichen Verdächtigen handelt, die sowieso in dem Gebiet unterwegs sind.

"Die Wii ist jetzt endlich in aller Munde, mit einem Namen so einfach aber so genial kann man halt noch wirklich beeindrucken". Die Xbox 360 war auch in aller Munde, als sie rauskam, als die ersten Mitteilungen kamen, als es erste Probleme gab, als der Name bekannt gegeben wurde... Die PS3 ist auch in aller Munde, wenn neue Verzögerungen aufkommen, wenn neue techn. Details erscheinen. Leute, neue Konsolen sind immer von erhöhtem Mediengewusel gezeichnet, man will immer das neueste aus dem Bereich wissen, und so sind die Namen der Konsolen immer im Gespräch, nichts neues. Und da hat Nintendo eben - so befinde ich und sicher genug andere auch - nichts besonderes geschafft. Erinnert sich noch jemand an die Diskussionen um den Namen der Xbox 360? Nein? Also, damals aber war das Gesprächsthema Nummer 1... für kurze Zeit. Denn es gibt wichtigere Dinge im Bereich Konsolen, als der Name - wobei der Name natürlich auch einen wichtigen Wiedererkennungsfaktor besitzt, und ich denke, hier könnte die Wii verlieren, denn es klingt zu sehr nach dem englischen "we", ich sehe das nicht als Vorteil, besonders in den USA.
Wobei USA und international bekanntes "we" und so... in den USA könnte der Name ganz andere, nicht so positive Gedankengänge einleiten. Denn in Übersee wird die Konsole nicht wie das "we" ausgesprochen - es immerhin auch nicht das Wort "we". Sondern eher wie ein "wee"... und die Mühlen der Assozationsjunkies beginnen sich zu drehen. Denkt euch einfach das deutsche "ich muss pipi" - "hey, let's play wii". Aber das wollen wir jetzt mal großzügig außen vor lassen, da lassen sich die Amerikaner (und englischsprachigen Internetuser) schon zur Genüge aus.

Alles in allem finde ich den Namen Wii seltsam, ob er gelungen ist oder nicht, sei einfach dahingestellt. Aber Nintendo hat nichts wirklich überragend weltbekanntes geschafft mit einem simplen Namen, der überall diskutiert wird - eben weil er nicht überall, sondern überall, wo man es sowieso erwartet hätte, diskutiert wird. Vielleicht ist die Wii jetzt schneller unter diesem Namen bekannt geworden, der Name Revolution schneller verdrängt worden. Aber Revolution war zuvor genau so hoch einzuschätzen, was den Bekanntheitsgrad angeht - und Revolution wäre für mich persönlich eine bessere Wahl.

Tags: analysengamingnintendorevolutionwii

Grundeinkommen - aber ohne Arbeit?

20.April 2006 . Angels Sin

Am Anfang denkt man erstmal nur: Wie und was zum Teufel? Danach kommt der Gedanke, was wäre eigentlich, wenn doch. Und schon beginnt die innere Diskussion, wie man denn diese "Idee" von dm-Chef Goetz Werner einschätzen soll.

Vielleicht ja doch ein Versuch in die richtige Richtung?
Möglicherweise ein Modell mit Zukunft?
Scheinbar doch eine Vision außerhalb der Realität?
Wohl nicht umsetzbar und unhaltbar?

Also so ein Grundeinkommen klingt erstmal doch ganz verlockend. Wer mehr will, der geht arbeiten, so wie es jetzt auch ist. Aber wer garantiert denn, das in Deutschland dann überhaupt noch genug gearbeitet wird? Könnte ja durchaus die gesamte Wirtschaft lahm legen. Außerdem stellt sich einem da ja doch die Frage, ob sich eine solche Idee auch wirklich umsetzen lässt, egal wieviel man da einplant und mit variablen Werten rechnet... da stecken einfach viel zu viele unbekannte, die das ganze Unterfangen in eine sehr negative Richtung bringen könnten. Auf der anderen Seite jedoch, eine Annäherung an solch einen Vorschlag, vielleicht doch?
Irgendwie wird einem zumindest eine Sache bei diesen ganzen Überlegungen klar: Reformen müssen einfach kommen, und zwar richtige.

Kategorien: welt um uns

Ein Fenster un' Appel

6.April 2006 . Angels Sin

Hat ja sicher den totalen Sinn, Windows auf einem Apple zu installieren. Ole, jetzt haben also die Apple-Fans Intel total ins Herz geschlossen und tun so, als wäre davor nie was gewesen. Und statt eines PCs, den ich mir schön komplett selbst zusammenbauen kann und selbst entscheide, was da alles so an Spielereien reinkommt, kauf ich mir einen Mac und tu so, als wäre das das Non-Plus-Ultra. Natürlich mit Windows!
Was soll dieses total überhypte Berichten über diese tolle neue Errungenschaft mit Windows auf Apple-Rechnern? Na ja genau, jetzt haben ja viele millionen Menschen einen weiteren Grund, einen Mac statt eines "herkömmlichen" PCs zu kaufen... werden auch alle sofort machen. Und dann noch ein iBook, ein iPod und das ganze Drumherum. Schaut halt alles viel besser aus, als das "herkömmliche" Zeugs.

Nicht falsch verstehen, wer jetzt Windows auf seinen Mac installiert, wird schon seine Gründe haben (vielleicht bestimmte Programme, Spiele etc.)... aber irgendwie sind jetzt alle aus dem Häuschen, weil man ja ganz dolle Windows von seiner "eigentlichen Plattform" klaut. Erm ja, ich dachte Microsoft wird so sehr gehasst, man will mit denen nix zu tun haben? Seltsames Völkchen manchmal...

Oh ja sehr toll, jetzt lese ich irgendwo in den Kommentaren die Diskussion, dass man Macs nicht individualisieren könne (siehe meine Aussage oben), und dann das Gegenargument schlecht hin:
Wer braucht das schon wirklich, ein Auto wird durch Billigfelgen, Bapperl etc. auch nicht besser... solle höchstens zu Augenkrebs führen.
Also bessere Argumente hab ich ja auch schon gehört. Lachhaft! Sorry, aber wirklich lachhaft. Bitte liebe Apple-Fans, lasst solche Abkömmlinge eurer Zunft nicht auf die restliche Welt los.

Vielleicht einfach darauf verbleiben, dass beides seine Vor- und Nachteile hat und es irgendwo auch Geschmackssache ist, welches "System" man bevorzugt?
PS. Individualisieren bedeutet nicht zwangsläufig "modden"! Aber das versteht ihr ja vermutlich nicht so recht ;)

tags :: appleboot campkuriosesmicrosoft

Der Anwalt darf mal was nicht wissen?

31.März 2006 . Angels Sin

In den Diskussionen um TI-D und das drumherum fiel auch desöfteren der ein oder andere Kommentar bzw. eine Meinung, die ungefähr in diese Richtung ging:

Der Anwalt hat es einfach nicht besser gewusst, wie Google funktioniert. Man sollte das nicht auf die Goldwaage legen. Und die abmahnende Firma hat sich halt nicht richtig ausgedrückt bei der Erklärung, was sie eigentlich beanstanden.

Soweit, so gut. Ist die Meinung derer, die es sagen. Nur... ist es richtig, jetzt dem Anwalt in diesem Bereich einfach mal eine fahrlässige Begründung einer Abmahnung, die ja so wie es dargestellt wird - ich melde mich bei Google mit einem Suchbegriff an und werde oben aufgeführt - nicht haltbar ist, mir nichts dir nichts zu verzeihen?
Auf keinen Fall bin ich irgendwie dazu berechtigt, jetzt hier wirklich Gericht zu führen oder so... Aber man selbst, so als ganz private Person, als das Individuum, bekommt immer wieder zu hören - besonders wenn man dann mal etwas aus unwissen verbrochen hat:

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Erm ok... und warum sollte dann ein Anwalt einfach mal eine Abmahnung schreiben ohne sich vorher - er hat ja eine gewisse Sorgfaltspflicht einzuhalten, oder etwa nicht? - zu informieren und so dem Handeln durch Unwissenheit vorbeugen? Wir bekommen doch immer wieder zu hören, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Soll doch wohl auch heißen, dass man sich nicht einfach irgendwie eine Funktionsweise ausdenken kann und diese dann für sowas wie eine Abmahnung einbringen darf, oder? Womöglich auch noch aus dem Grund, weil es dann grad so gut für die Abmahnung passt.

Also ich mein ja nur, ist so eine Überlegung von mir gewesen. Außerdem will ich auch gar nicht jetzt weiter auf den Fall von vor kurzem eingehen, der ist bekannterweise beendet. Ist eher allgemein ein Phänomen bei vielen der letzten rechtlichen Auseinandersetzungen im Internet gewesen... Da kam es zu Abmahnungen, die eigentlich so hätten nicht kommen dürfen (meiner Meinung nach).

Einmal noch: Transparency International

30.März 2006 . Angels Sin

Ein paar Links, die ich persönlich als recht interessant ansehe, was diesen Fall angeht. Aber jetzt ist bei mir Schluss (außer es kommt etwas wirklich bahnbrechendes, wie z.B. eine Entschuldigung von TI (die jetzt aber eh schon zu spät sein wird) - oder der noch schlimmere GAU im Bereich PR für TI... geht das überhaupt?).
Erwähnt werden sollte auch, dass der Artikel auf tagesschau.de stillschweigend geändert wurde, er ist jetzt etwas ausgewogener, ging er zuvor eher gegen die Blogger vor.

Üble Nachrede
Udo Vetter macht jetzt erst recht ernst, und macht klar, dass es sich bei den Äußerungen von Jochen Bäumel im Artikel auf tagesschau.de und bei der SZ eigentlich um üble Nachrede, wenn nicht sogar Verleumdung gegenüber Moni gehandelt habe.

Achterbahnfahrten
Moni über die verpassten Möglichkeiten von TI, die ganze Sache zu beenden und eine Entschärfung herbeizuführen...
Offene Email an Herrn Stegers (ARD)
Gleich in den Kommentaren zum obigen Eintrag schreibt Moni auch noch einen offenen Brief an den Verfasser des Artikels auf tagesschau.de... Mal ein wenig mit der Recherche helfen.

Vom Treiben der richtigen und falschen Säue
Das Thema nochmal behandeln und mal etwas darüber nachdenken, warum bestimmte Fälle so sehr in Klein Bloggersdorf aufgegriffen werden, anderes wiederum einfach umgangen wird... von Don Alphonso und sehr lesenswert.

Blog-Beratungsschein: Nutze die Chance, meide die Gefahr
Robert Basic über die verpasste Chance von TI, aus dem Ganzen insgesamt doch positive PR zu erreichen... wie wahr

Stille Post
Felix Schwenzel: eine anmerkung zur rechercheleistung der verehrten, professionellen journalistenschaft. - Kein weiterer Kommentar von mir nötig, oder?

Transparency International Deutschland: Die verlorene Pressemitteilung
Denn unwahre Behauptungen sind halt doch etwas anderes... besonders, wenn auch noch eine Bestätigung von den Klägern selbst erscheint.

Transparency Deutschland - Chronik eines PR-Desasters
Für alle, die das Ganze etwas verpennt haben oder allgemein nochmal resümieren wollen... hier ist die Chronik des Ganzen. Und wenn es so weiter geht, kann bald ein ganzes Buch gefüllt werden.

Transparency International Deutschland reagiert richtig…
Es gibt halt auch die, die trotz Blog anderer Meinung sind, was das Thema angeht. Und ich finde, das sollte man auch erwähnen (danke für den Trackback). Zwar sehe ich manche Sachen persönlich trotzdem anders, aber die Diskussion ist ja das, was ein Kommunikationsmittel erst richtig gut werden lässt.

Eine Meinung muss recherchiert werden

28.März 2006 . Angels Sin

Inzwischen ist es ja so:
Meinung basiert auf Fakten. Und die müssen stimmen [..]

Schön, dass ich meine Meinung also erstmal gründlich nachrecherchieren muss. Meinungsfreiheit ist jetzt also gänzlich daran gebunden, erstmal die Fakten aufzuführen. Na ja, ich wusste schon immer, dass wir Blogger irgendwas falsch machen. Danke Herr Bäumel von Transparency International für diese enthüllende Aussage.

Das Meinungsfreiheit nicht darüber hinaus gehen darf, dass man geltendes Recht verletzt, war ja schon irgendwie klar. Aber das mit der Recherche bei der Äußerung einer Meinung ist mir ja jetzt schon irgendwie etwas neu.

Und liebe Tagesschau-Redaktion. Schön das ihr jetzt auch darüber schreibt. Aber scheinbar haben sich bei euch ein paar Fehler eingeschlichen. Oder wollt ihr einfach nur die bösen Blogger nachmachen?

Meine persönliche Meinung zu dem Thema: PR-GAU für Transparency International, vollkommen falscher Ansatz der Kommunikation zwischen einer Person, die negative Kritik an TI äußert und auch allgemein sehr falsche Fortführung dieser Diskussion von Seiten TI. Und diese Meinung habe ich, ganz ohne große Recherchen und Fakten. Wobei... Ich brauch nur ein paar Links hier einzustellen, dann hätte ich die Fakten schon da. Und zugegeben, ich hab recherchiert. Aber wenn andere Blogger genau so nicht recherchieren, dann hab ich das doch nicht... ach, schwere Sache. Vielleicht lasse ich das mit der Meinung in Zukunft.

[teilweise via Jens Scholz]

Eindrücke: Nürnberg Innenstadt - I

24.März 2006 . Angels Sin

In unregelmäßigen Abständen werde ich jetzt immer wieder aus meiner Umgebung (und wenn ich verreise auch von dort) ein paar Fotos - und wenn möglich bzw. ich die Lust dazu habe - auch Informationen über die Ortschaften hier einstellen.

Die ersten Eindrücke bringe ich euch aus Nürnberg mit. Die Fotos zeigen die Königstraße und den Hauptbahnhof, es sind also so gesehen die ersten Dinge für einen Reisenden, wenn er in Richtung Innenstadt unterwegs ist.

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Wenn man Erfolge feiert - und das ohne Kopierschutz

14.März 2006 . Angels Sin

Man stelle sich vor: Es gibt da ein Unternehmen, das stellt Spiele her. So ganz normal, kennen wir alle so mehr oder weniger. Es ist ein kleines Unternehmen. Und das kleine Unternehmen zeigt der Menschheit, dass auch ein Unternehmen noch denken kann.

Denn man hat auf einen Kopierschutz verzichtet, dem Kunden zu Liebe, sozusagen.
[...] wir denken nur, dass es andere Wege als CD-Checks, striktes DRM oder ähnliches gibt, um Raubkopien zu verhindern. Wir stellen eine Serien-Nummer zur Verfügung, die Nutzer bei Installation eingeben können, um kostenlose und regelmäßige Updates zu erhalten
Sehr löblich. Der Weg, den Stardock (die kennt man unter anderem durch Window Blinds etc.) hier bestritten hat...
Stardock sieht Raubkopien als Bestandteil des Lebens, der zwar unwillkommen sei, aber eben auch unvermeidbar. Unerlaubte Kopien würden sich jedoch reduzieren lassen, indem man als Entwickler versucht, kaufinteressierte Kunden auch davon zu überzeugen, dass es den Kauf wert ist und nicht geklaut wird - etwa durch die bereits erwähnten regelmäßigen Updates.
... zahlt sich auch aus.
Die ganze Diskussion um den fehlenden Kopierschutz in Galactic Civilizations II habe angefangen, als die Verkaufszahlen des Spiels über den Erwartungen der Entwickler lagen. Die erste Lieferung sei in Nordamerika bereits nach kurzem ausverkauft gewesen, so Stardock.

Denn ein Kopierschutzhersteller hat sich bedroht gefühlt. Na ja, immerhin ist das die Überlebensbasis dieser Firmen. Mit zwiespältigen Mechanismen den Kunden eingrenzen in seinen Freiheiten und denken, man würde Dienst am Kunden und des Kunden Kunden tun. So hat ein Nutzer bei StarForce auf den Verkaufserfolg des Spiels von Stardock angesprochen, und das trotz fehlenden Kopierschutz!
Einen Tag später antwortete ein StarForce-Mitarbeiter mit einem Link zu einer Bittorrent-Liste von illegalen Download-Angeboten zu Stardocks Strategiespiel und dem süffisanten Hinweis, dass es dort gerade von mehreren tausend Menschen heruntergeladen würde.

Tja, leider hat hier StarForce aber irgendwie übersehen, dass das Spiel trotzdem ein Erfolg geworden ist und sich gut verkauft... die Leute bei Stardock haben sich auf jeden Fall nicht wirklich beschwert, wie schlimm es doch ohne Kopierschutz sei (siehe Aussage oben). Nun ja, außerdem sehr fragliche Vorgehensweise, auf etwas hinzuweisen, was eben so nicht stimmt. Aber wer mag schon StarForce...
Und überhaupt hat sich hier StarForce eindeutig selbst ins Bein geschossen. Denn viel zu viele Spiele mit StarForce-Schutz können über bekannte Tauschbörsen-Systeme gefunden und auch heruntergeladen werden, und das eben trotz Kopierschutz - der scheinbar nicht wirklich zu helfen scheint.

Insgesamt meinte ein Stardock-Mitarbeiter im Entwickler-Tagebuch zu der ganzen Geschichte auch:
Uns ist klar, dass sich einige Leute oder Unternehmen durch Beweise bedroht fühlen könnten, die darauf hinweisen, dass drakonische DRM-Systeme oder ein CD-Kopierschutz keinen besonders großen Einfluss auf die Verkaufszahlen haben.

PS. Spellforce 2 wird leider mit StarForce-Kopierschutz kommen... na ja, hat ja mit dem Kopierschutz bei Spellforce 1 schon so toll geklappt. Ich hatte überhaupt keine Probleme damit - wie so viele andere auch

Liebe Spieleentwickler, Publisher... meine Damen und Herren. Ist es nicht sinnvoller, die vielen Millionen von Dollar/Euro, anstatt sie in den Sand zu setzen um nutzlose Kopierschutzmechanismen zu ermöglichen/unterstützen, lieber mehr in die Entwicklung von echten Innovationen bei den Spielen zu stecken? So in Richtung richtige Spiele, die auch wieder wahren Spielspaß bringen, und nicht nur Grafikgeile Sabberkunden beglücken mit einem Stück Software, die den Kauf auch in zehn Jahren nicht wirklich rechtfertigt... Na ja, müsst ihr ja wissen, man sieht ja eigentlich ganz gut, welche Spiele wirklich Erfolg haben (und das oftmals ohne Kopierschutz) und wo die Publisher langsam ins Straucheln kommen... Auf dass es euch irgendwann wieder in den Sinn kommt, warum Spiele gekauft werden!

PPS. Ein Spiel wird zum Verkaufshit, weil es gut ist... nicht weil es durch den Kopierschutz mehr gekauft werden muss. Und hier sieht man es ja ganz deutlich: Ist ein Spiel wirklich gut, wird es auch gekauft.

[via golem.de]

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