
Seit einer Woche habe ich nichts mehr von ihm gehört oder gelesen...
Und ich vermisse ihn. Ich glaube ich könnte mich in ihn verlieben. ^^"
Seit einer Woche warte ich die ganze Zeit auf eine Mail, eine Nachricht, eine SMS...
Ich kann nicht wieder den ersten Schritt machen. Ich laufe ihm nicht nach. Er soll nicht nur denken sondern wissen, dass er mich erobern muss und dass ich auch ein paar Tage ohne ihn auskomme...
Seit einer Woche fühle ich mich einsam...
Ich erinnere mich wieder an alte unbekannte Songs... Ich setze die Textteile in meinem Kopf zusammen... Ich summe leise mit...
Wo bist Du?
Sag es mir.
Warum bist Du fort?
Und ich bin hier?
Jaja, woran ich so denke, wenn mir langweilig ist... XD
naja, XD lest den Fragebogen...
aber nicht zu schnell Rückschlüsse auf meine Psyche ziehen!
Fragebogen rund um meine Person (Stand: 28.04.2007):
1. Wie gehts?
Der Fragebogen soll auf meine Website... muss ich das dann jeden Tag ändern, wenns mir anders geht?!
2. Die letzte Mahlzeit bestand aus was?
Döner-Teigrolle...
Also bestand sie halt aus Dönerfleisch (d.h. Kalb), Pizzateig, Tzaziki, Gemüse... (was is da noch alles drin?!?) =) jedenfalls für mich ohne Zwibeln...
3. Was trinkst Du gerade?
Eiskaffee...
4. Schon mal Vanilla/Cherry Coke getrunken?
Ja, Vanilla ist ok, Cherry Coke hingegen nicht so mein Ding
5. Tagesschau? Heute? RTL Aktuell? CNN?
Am informativsten ist und bleibt die Tagesschau. =)
6. Das letzte Mal gelacht?
ich lach (fast) jeden Tag... am Liebsten natürlich, wenn man sich mit Freunden irgendwas zusammenspinnt... ich erinner da nur an "Partneragentur Moos&Schimmel" oder "Deutschlandvision 2030"... lach...
7. Schlimmste Idiosynkrasie?
Schlimmste WAS?!
8. Das Wort aus Frage Sieben nachschlagen müssen?
Ja... -_-
9. Das letzte Mal jemanden beleidigt?
Hat man so was nötig? =) bin doch ein Engel, wen will ich denn beleidigen?!?
10. Das letzte Mal an Sex gedacht?
Jetzt, bei dieser Frage. Also halt wegen der Frage! 
11. Wann hast Du das letzte Mal jemanden etwas geschenkt und was war das?
Einer Freundin vor einer Woche...
und zwar hat sie einen Kugelschreiber mit dem Firmenlogo unserer Kanzlei von mir bekommen! Bin ich nicht großzügig?!? *g*
12. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren?
=) am Liebsten immernoch Erdbeeren!
13. Liebst Du jemanden?
also so richtig lieben?!? Ich mag Leute... XD und ich hab Leute lieb... aber LIEBEN...
14. Neben welchen Prominenten würdest Du gerne beerdigt sein?
dann bin ich tod... ich glaub das ist mir dann doch eher egal...
15. Wann warst Du das letzte Mal eifersüchtig und wieso?
XD letzte Woche... ne Kollegin hatte Urlaub...
aber ich habs ihr selbstverständlich gegönnt!
16. Der letzte Rechner Absturz?
-_- gestern...
17. Schon mal ne Pornoseite angeschaut?
Soll ich jetz lügen?
18. Und?
nich so wirklich mein Ding! Finger weg davon! 
19. Steuern bezahlt?
brauch ich in der Ausbildung noch nicht!
20. Wirklich alle?
bisher immer fleißig Umsatzsteuer! yeah Shopping! *g*
21. Der schönste Schlusssatz eines Buches?
Die Frage überspring ich mal lieber... XD sonst bin ich noch so deppert und seh nach... 
22. Dein erstes Konzert?
ehrlich gesagt, kenn ich den Namen von dem Typen nich... XD und is auch besser so... war mit meiner Mutti da... also kanns ja nix tolles gewesen sein! *erinnerung schwind*
23. Dein letztes?
Valhalla SommerFest & 2 Jahre BlackBards Entertainment
Da waren Pointers Head, Lyriel, DIE!, Emergency Gate, Mindcrime und viele mehr... =)
24. Du hast 10.000 Euro gewonnen. Du kannst alles behalten, oder alles "Ärzte ohne Grenzen" spenden. Was machst Du? (Nicht lügen!)
Ich darf also nicht lügen ja?!? Gut, ich behalte es... gibt’s jemanden, der ne andere Antwort gibt?!?
25. Sonnen- oder Gefrierbrand?
Gegen ersteres schütze ich mich. XD bringt meistens aber nix!!!
26. Hoher oder niedriger Blutdruck?
Haben oder wollen?
27. An der Wand oder am Rand schlafen?
An der Wand. 
28. Das letzte Mal geweint?
Hmmm, so richtig?!?
29. Das letzte Mal auf dem Friedhof?
Etwa ein halbes Jahr her...
30. Das letzte Mal platzen können vor Glück?
platzen wollt ich nie...
31. Allein oder Einsam?
Was schlimmer ist? Definitiv einsam sein!
32. Aktuelle Lieblings CD?
"Billy Talent II" von (wer hätte es gedacht?!?) Billy Talent...
und so nebenbei "Aura" von Yvonne Catterfeld!
33. Letzte TV Sendung?
Die ich gesehn habe?!? "Scrubs - Die Anfänger"... der Hausmeister ist einfach genial! ![]()
34. Wofür schämst Du Dich heute noch?
verrückt?!? Als würd ich DAS hier hin schreiben!
35. Hoffnung oder Vertrauen?
Von Vertrauen hat man mehr... aber die Hoffnung stirbt zuletzt!
Leute... bitte nicht zu kritisch mit dieser Geschichte sein...
es ist die erste Kurzgeschichte gewesen, die je von mir fertiggestellt wurde...
„Du wirst es nicht wagen zu gehen!“ schrie Nuriko böse. Sevilay weinte nun fast. Die junge Amazone wusste, dass sie es nicht durfte, aber der Schmerz, welchen sie spürte wenn sie an diesen einen Mann dachte war beinahe unerträglich.
Lange hatte sie überlegt ob sie ihren Wunsch wirklich vor der höchsten Stammesmutter äußern, oder ihre Heimat einfach, ohne dass es jemand wusste, verlassen sollte. Ihrer eigenen Ehre wegen entschied sie sich es mit der ersten Möglichkeit zu versuchen. Sie wollte nicht einfach davon laufen – Nein, sie konnte nicht davon laufen.
„Aber ich muss ihn wieder sehen. Ich bitte dich Herrin: Lass mich gehen!“ Ihre fast verzweifelt wirkenden Worte zeigten keine Wirkung. Nuriko fing schallend an zu lachen. Auch die anderen Stammesmitglieder konnten es nicht mehr lange zurückhalten.
Trotz des Gelächters klang sie wütend. „Du willst dein Volk also für einen Mann verlassen. Ist dir klar was du tun willst? Für einen Mann? Diese Sünde willst du begehen und bittest mich dazu noch um Erlaubnis? Nein, von mir kannst du dies nicht verlangen. Du wirst hier bleiben.“ Sanfter fügte sie hinzu: „Sevilay, Kleines, du hast einfach noch nicht genug Lebenserfahrung, um zu wissen wovon ich rede.“
Nun drehte sich Nuriko von Sevilay weg. „Wie kannst du tatsächlich annehmen, dass er dich liebt?“ „Er hat es mir gesagt und ich weiß dass er die Wahrheit sprach!“
„Vielleicht sprach er damals die Wahrheit, doch steht er heute noch zu seinen Worten? Er ist nur ein Mann Sevilay, nur ein Mann! Du willst dein Volk wegen ihm verlassen. Das sollte er nicht wert sein. Nein, er ist es nicht wert. Du bist eine Amazone und deinem Stamm verpflichtet. Außerdem wird er dich längst vergessen haben. Es ist ganze zwei Jahre her als du ihm begegnet bist.“ Sevilay biss sich auf die Unterlippe. Nun sprach sie leiser als zuvor, fast als würde sie ihre Entscheidung, mit der Höchsten zu sprechen, bereuen. „Er sagte er würde ewig auf mich warten! Verstehst du es denn nicht Herrin? ‚Ewig’ hat er gesagt!“ Sie senkte ihren Blick zu Boden; vor Scham konnte sie nicht mehr in das Gesicht der Stammesmutter sehen. Diese blickte die junge Frau mit einem halb verachtenden Blick an. „Und du begehst die Dummheit ihm zu glauben! Wie töricht…“ Sie seufzte. „Die Liebe eines Mannes währt nicht lange – die des Volkes jedoch ewig.“ Als Sevilay nicht antwortete sprach Nuriko weiter: „Vergiss diesen Mann Sevilay! Er ist nicht gut für dich. Du bist eine gute Kämpferin und Jägerin, wozu brauchst du mehr als dies und die Liebe deines Volkes? Geh nun nach Hause. Über deine Bestrafung werde ich mir noch Gedanken machen.“
Sevilay blickte wieder auf. Die höchste Stammesmutter ging zurück in ihr provisorisch aufgebautes Haus und drehte sich kein weiteres Mal um. Sie selbst blickte zu ihrem eigenen Zeltlager, wischte die Tränen, welche ihr nun über die Wangen liefen ab und beschloss, doch noch ohne das Wissen der anderen zu ihrem Angebeteten zu fliehen. Innerlich wollte sie Nuriko’s Segen, doch es musste auch so klappen. Sie packte einige ihrer Sachen, wozu natürlich auch Pfeil und Bogen gehörten, ein.
Sie verließ das Zelt ohne eine Nachricht zu hinterlassen, ging jedoch noch ein Mal zurück um das Messer zu holen, welches er ihr damals überlassen hatte. Es hatte einen schön geschwungenen Griff, welcher die Waffe etwas unhandlich und zum Kämpfen ungeeignet machte, aber dazu war es auch nicht gedacht. Sie erinnerte sich noch ganz genau daran, dass er es immer zum Essen bei den Mahlzeiten benutzte. Sie lächelte, obwohl ihr Herz sich wieder unglaublich schwer anfühlte. Sie wollte ihn unbedingt wieder sehen, damit es in ihrem Inneren nicht mehr so wehtat. Sofort machte sie sich auf den Weg, sehnsüchtig und voller Vorfreude.
Draußen war die Sonne längst untergegangen und der Mond schien hell am Himmel. In letzter Zeit gab es fast keine Angriffe auf das Amazonenlager mehr, so dass die Anzahl der Wachen – zu Sevilay’s Glück – verringert wurde. Dadurch fiel es ihr nicht sonderlich schwer das Amazonenlager zu verlassen und in den Wald zu fliehen. Den Griff des Messers hielt sie fest in der Hand um die Erinnerung an die Zeit vor zwei Jahren zu wahren. Niemand wusste, dass sie diese Waffe besaß. Sie hielt das Messer unter ihrem Nachtlager versteckt und holte es nur hervor, wenn sie nicht schlafen konnte, böse Träume sie quälten oder sie wegen anderer Dinge traurig war. Durch den Gedanken an ihre große Liebe wurde sie getröstet. Wieder liefen ihr Tränens über die Wangen. Jedoch wusste sie nicht, was sie diesmal so traurig stimmte. Sie musste daran denken, dass sie ihr Volk verriet und ihre Heimat verließ. Aber es war ihr egal. Wichtiger war ihr, dass sie ihn wieder sehen würde. Zum ersten Mal seit langer Zeit dachte sie wieder an seinen Namen: Siegfried hieß er. Der Name stach in ihr Herz wie ein eiserner Pfeil es tat. Sie wollte nicht mehr nur an ihn denken müssen, sondern bei ihm sein; in seinen Armen liegen und von ihm geküsst werden. Dies trieb sie dazu an, Verrat zu begehen. Wie sie von der Amazonengöttin Penthesilea wohl bestraft werden würde? Sie wollte nicht daran denken.
„Ich wusste, dass du gehst!“ Erschrocken fuhr Sevilay herum, so dass ihr langes Haar, welches sie zum Zopf gebunden hatte, bevor sie das Lager verließ, in ihr eigenes Gesicht schlug. Sie hatte nicht bemerkt, dass sie nicht alleine war. In ihre eigenen Gedanken versunken wurde sie unachtsam und unvorsichtig. Ein fataler Fehler, der in Zeiten einer Schlacht ihren Tod bedeuten würde. Hinter ihr jedoch stand Nuriko, die höchste Stammesmutter. Trotz ihres hohen Alters sah sie im Schein des Mondes sehr jung und wahnsinnig hübsch aus. „Du bist noch sehr jung und triffst noch falsche Entscheidungen. Aber ich kann dich gut einschätzen. Noch bist du hier. Noch kann ich dich zur Besinnung bringen. Vielleicht triffst du erst die richtige Entscheidung wenn ich dir zeige wie arg die Auswirkungen deiner so genannten ‚Liebe’ sind!“ Nuriko machte langsam drei Schritte auf Sevilay zu und stand fast direkt vor ihr, doch die ängstliche junge Amazone wich etwas vor der Höchsten zurück. Nuriko konnte im Dunkeln mit dem großen Schatten im Gesicht wirklich Furcht erregend aussehen.
Mit zusammen gekniffenen Augen sah die Stammesmutter nun auf Sevilay herab. „Ich werde dich vor die Wahl stellen und ich rate dir: Entscheide dich richtig!“ Das letzte Wort sprach sie zischend und schnell. Dann löste sie die Strenge aus ihrem Blick, sodass sie nun nicht mehr so gruselig aussah. „Das Volk, welches dich groß zog, dir alles nötige gab, dich zu dem machte was du nun sein kannst und dass die ganze Zeit an deiner Seite war – oder, dieser Mann, der kam, dich vergewaltigte, dir Versprechen gab, die er niemals einhalten könnte, der dich verließ und vergaß. Ich fordere hier und jetzt eine Entscheidung von dir. Entscheidest du zu deinen Gunsten so darfst du bleiben. Ansonsten,“ Nuriko sah kurz zu Boden, schloss die Augen und seufzte. Als sie wieder hoch auf Sevilay blickte hatte sie die Augen geöffnet, doch ihr Gesicht war hart wie Stein, so wie ihr Herz es war. „Ansonsten werde ich veranlassen, dass du verstoßen wirst. Also entscheide richtig!“
Sevilay war wie erstarrt. War das die Strafe der Göttin? Ein Verstoß aus dem Volk? Damit hätte sie nie gerechnet, sie wollte nicht aus dem Volk gebannt werden; sie wollte nicht. Doch hier entschied ihr Herz und nicht ihr Verstand. Bevor sie etwas sagte ließ sie ihren Bogen und ihre Pfeile zu Boden sinken. Nuriko sah nun fast wütend aus; Sevilay gab ihre Waffen auf, das hieß, dass sie das Volk verlassen würde. Die Stammesmutter hatte eine ihrer Schützlinge verloren. Trotzdem blieb sie ruhig und ihr Gesicht blieb hart. „Nun gut. Dann geh, aber lass dich hier nie wieder blicken. Du gehörst nicht mehr zu uns und bist hier nicht mehr willkommen.“ Ohne ein Wort des Abschieds drehte sich die Ältere um und ließ Sevilay alleine zurück.
Diese weinte nun bitterlich und wusste nun, dass sie nur noch Siegfried hatte, der immer noch wartete. Sie machte sich auf den Weg, weinend, frierend. Sehr bald fing es an zu regnen, und ihre Tränen vermischten sich mit dem Wasser des Himmels.
Es dauerte nicht mehr lange und sie hörte auf zu weinen. Sie spürte keine Trauer mehr. Sie fühlte sich nur noch leer; aber sie lächelte. Keine Familie, keine Freunde, jedoch auch keine Trauer, kein Schmerz. Sie fühlte nur Leere.
Bald würde sie ihren Geliebten sehen, bald würde sie glücklich sein. Es waren nur drei Tagesmärsche. Wenn sie nicht so oft stoppte und ständig lief, konnte sie schon innerhalb von zwei Tagen in der Stadt sein. Das trieb sie an: Mitten in der Nacht fing sie an durch den Regen zu laufen.
Völlig fertig und ermüdet kam sie nach beinahe zwei Tagen in der Stadt an. Ihr ganzer Körper war vom Schlamm bedeckt. Zahlreiche Schürfwunden zeichneten ihre Beine und Arme. Seid sie das Volk verließ hatte sie außer einem mageren Fisch, den sie gefangen hatte, nichts gegessen. Sie war nah dran in Ohnmacht zufallen, doch ihr Kampfgeist ließ dies nicht zu. Beinahe torkelnd schleppte sie sich in das Dorf, bis sie das Haus erreichte, in dem Siegfried wohnte. Sie war nur noch wenige Meter davon entfernt, als sie erkannte, dass ihr Liebster vor dem Haus stand und einen Hund fütterte. Die Freude ihn zu sehen überwältigte Sevilay fast, und sie schöpfte neue Kraft. Nun ging sie etwas schneller auf ihn zu, rufen wollte sie nicht. Er wird bestimmt wahnsinnig überrascht sein! Ja ich werde ihm eine Freude bereiten. Ab jetzt wird alles gut!
Es sollte nur noch einige Augenblicke dauern bis sie ihn erreicht hatte, doch jemand kam ihr zuvor. „Siegfried, mein Liebster, komm rein das Essen ist aufgetischt.“ Es war eine Frau; Sevilay kannte sie nicht, doch Siegfried schien sie sehr gut zu kennen. Er gab ihr einen Kuss als er die Tür erreichte und sie lächelte ihn mit strahlenden Augen an. „Ich liebe dich meine Schöne!“ Er hatte es dieser fremden Frau gesagt, als wären es nur irgendwelche Worte - wie vor zwei Jahren zu Sevilay. Konnte er sie wirklich wie Nuriko es gesagt hatte vergessen haben; die schöne Zeit die sie miteinander verbracht haben? Nein, das durfte nicht sein. Sicher hatte Nuriko sich geirrt; sie durfte einfach nicht Recht behalten.
Nun war Siegfried fast gänzlich im Haus verschwunden, als Sevilay all ihre Kraft zusammennahm und seinen Namen schrie. Die Tür, welche beinahe gänzlich geschlossen war öffnete sich wieder und hinaus sah ein überraschter Mann – Siegfried.
„Wer ist da?“ Er schien die Amazone noch nicht bemerkt zu haben. Sevilay stand nun aufrecht vor ihm und dem Hauseingang. „Was hat das zu bedeuten? Wer ist diese Frau?“ Der Mann schien überrascht. „Wer-“ erst jetzt schien er sich an Sevilay erinnert zu haben. „Du, ach du bist das! Was willst du denn hier?“ „Ich bin wegen dir gekommen, du sagtest mir doch dass du mich liebst.“ Sie war kurz davor zu weinen, doch das wollte sie ihm nicht zeigen. „Das muss ja Ewigkeiten her sein. Das war doch nur so daher gesagt Starlet.“ Jetzt musste sie weinen; ihr Gesicht verzog sich zu einer wütenden Grimasse – dieser Mann hatte sich nicht ein Mal ihren Namen gemerkt. Sie drückte das Messer, welches sie immer noch in der Hand hielt fest an ihre Brust. Sie hatte an Lügen geglaubt, ihr Volk verraten, Schande über ihre Göttin und eigene Mutter gebracht und sie hatte ihre Ehre aufgegeben – und wofür? War es das was sie verdient hatte?
Trotzdem redete sie weiter, obwohl sie genau wusste, dass es nichts bringen würde. „Du sagtest, dass du ewig auf mich warten würdest. ‚Ewig’ hast du gesagt. Wieso hast du gelogen?“ Siegfrieds Blick wurde nun milder. Er schien Mitleid mit der jungen Frau zu haben; Mitleid war jedoch das was Sevilay am allerwenigsten wollte und brauchte. Sie griff das Messer, welches sie in der Hand hielt, und warf es in Richtung des Männerkopfes. Sie verfehlte diesen nur um Millimeter und das Messer schwankte noch an der aus Holz bestehenden Haustür. Im Haus fing ein Kind an zu weinen. Wieder sprach die Frau: „Siegfried, was ist denn los? Komm herein; dein Sohn schreit nach seinem Vater!“ „Ich bin gleich da.“ Stotterte er den verwirrten Blick immer noch auf Sevilay gerichtet. Er wiederholte den Satz noch etwas leiser – fast nachdenklich: „Ich bin gleich da.“
Sevilay hielt es nicht mehr aus. Er hatte auch noch ein Kind; er hatte eine Frau und ein Kind. Sie musste weg laufen, sonst würde sie dieser Schmerz zerreißen. Sie lief in den Wald hinein.
Sie hörte nicht auf zu laufen und zu weinen. Nuriko hatte Recht behalten, er hatte sie nur angelogen. Aber jetzt war es zu spät für Reue. Sie hatte sich falsch entschieden und bei ihrem Stamm war sie nun nicht mehr willkommen. Sie hatte nichts mehr was sie hielt oder tröstete. Sie wusste nur, dass der Schmerz in ihrer Brust und die Schande die sie ihrem Volk brachte für immer währen würden. Da konnte sie sich sicher sein. Nun blieb sie stehen, sie war an einem unbekannten Teil der Wälder angekommen und stand an einem Felsvorsprung. Weiter weg hörte man das Wasser rauschen.
Es gab jedoch einen Ort an dem sie alles vergessen konnte; an dem so hoffte sie alles enden würde. Sie sah hinab in den Abgrund, der sich unter dem Vorsprung ausbreitete. Es war tief und steinig und für Menschen, die des Lebens müde waren, wartete unten die reißende, tödliche Strömung des Flusses.
Sevilay biss sich auf die Unterlippe, schluchzte noch einige Male und schloss die Augen. Nach Minutenlanger Stille breitete die Amazone ihre Arme aus und ließ sich nach vorne in den Abgrund fallen. Sie fühlte noch wie der Wind durch ihre Haare wehte und wie ihr Körper auf der Wasseroberfläche aufkam, dann – nichts mehr.
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