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Claes ~ Anime Kritiken und Reviews ~

Tenjō Tenge Permalink

AT: 天上天下
Genres: Action. Ecchi. Drama. Fantasy. Comedy.
Produktionsjahr: 2004
Episoden: 24 (TV)

Maya Natsume [Aya Hisakawa] ist die Anführerin des berüchtigten Martial-Arts Club 'Jyuukenbu' auf der Todou Akademie. Dabei sieht sie garnicht mal so kräftig aus, eher im Gegenteil, denn meistens hockt das gerademal kindsgroße Mädchen einfach nur auf Clubmitglied Masataka Takayanagis [Tomokazu Seki] Schultern und lässt sich spazieren tragen. Aber der Schein trügt, denn ebenso wie Takayanagi und auch die meisten anderen Schüler der Todou Akademie besitzt Maya ganz besondere Kräfte und vorallem die Fähigkeit, die Form eines unscheinbaren Kindes anzunehmen. Spart angeblich Chi oder Ki, ist aber nur die Ausrede für 'ne sexy Verwandlungssequenz, also Fanservice - aber das jetzt nur nebenbei. Die Handlung von Tenjō Tenge setzt jedenfalls zu Beginn des zweiten Schuljahres von Masataka an. Gleichzeitig beginnt auch Mayas bis dato eher behütete Schwester Aya [Minori Chihara] die Akademie zu besuchen, worauf sich Masataka erstmal direkt in die verknallt. Ebenfalls gleichzeitig betreten die beiden Raufbolde Bob Makihara [Shinichiro Miki] und Souichirou Nagi [Souichiro Hoshi] die Bildfläche und beginnen ihr erstes Jahr an der Akademie, fest dazu entschlossen, für massig Trouble zu sorgen und jeden hier aufzumischen. Die Konsequenz: Allerhand Chaos und Schmerzen. Denn Bob und Souichirou wissen natürlich nicht, dass die Todou Akademie geradezu berühmt für seine vielen und ungemein starken Kämpfer ist, gegen die sie kaum eine Chance haben. So kommt es auch, dass sie eine schmerzhafte Begegnung mit Maya machen, die den überheblichen Souichirou ersteinmal aus 'nem höher gelegenen Fenster des Schuldgebäudes befördert. Er kracht - wie es der Zufall so will - durch's Dach des Mädchen-Duschraums. Dort trifft er auf Aya, dummerweise nackt. Dumm, weil die Natsumes eine seltsame Familientradition haben; Aya ist nämlich dem ersten Mann verpflichtet, der sie nackt zu sehen bekommt. Merkwürdigerweise stört sie das garnicht, ganz im Gegenteil, sie ist von der Idee geradezu begeistert, obwohl ihr Souichirou eigentlich völlig unbekannt ist. Das stresst jetzt allerdings nicht nur den gerade frisch verliebten Masataka ungemein, sondern viel mehr noch Souichirou selbst, der auf Beziehung und sowas überhaupt keinen Bock hat. Viel ungemütlicher wird's aber, als Souichirou und Bob wenig später von den sogenannten 'Enforcern' heimgesucht werden. Die herrschen unter dem eisernen Kommando des übermenschlichen Mitsuomi [Toshiyuki Morikawa] über die Schule und dulden keine Störenfriede. Als Souichirou und Bob merken, dass sie mit ihren selbstüberschätzten Kräften keine Chance gegen die Enforcer haben, schließen sie sich Maya und ihrem Club an, um zu trainieren. Doch damit geraten sie noch tiefer in den Dickicht der Gewalt.

Tenjou Tenge

Ziemlich durcheinander, hm?! Und es kommt noch besser, denn die Handlung nimmt mithilfe eines ausgedehnten Rückblicks im späteren Verlauf auch noch ziemlich epische Züge an. Es gibt allerlei Dreiecksbeziehungen, brutale Dramen, viele Wendungen und Geheimnisse die mit der Zeit gelüftet werden und all' so Zeugs halt. Im Prinzip ist die Geschichte von Tenjō Tenge vollgestopft mit interessanten Zutaten. Diese fruchten allerdings kaum. Inhaltlich leistet der Plot um hoffnungslose und verbotene Liebeleien, Besessenheit und Freundschaft nämlich nur selten überzeugende Arbeit. Zu distanziert ist man von den oft utopischen und völlig realitätsfernen Motiven der Charaktere. Sie leben in einer absurden Welt, in der brutale Massenschlägereien an den Schulen und gewaltsam ausgefochtene Familienstreitereien ein tägliches Kalkül sind. Schnell wird klar, Tenjō Tenge ist somit kein ernstzunehmendes, philosophisches Werk, trotz der doch recht komplexen Rahmenhandlung; Hier geht es nur um möglichst viel Sexappeal und Action. Sowas kann natürlich zur Abwechslung ganz nett sein und ist es in Tenjō Tenge auch, aber leider nicht durchgängig. Zu Beginn gibt es beispielsweise einige sehr schöne Martial-Arts Kämpfe, wunderbar animiert, recht originell, teilweise auch arg brutal und damit ordentlich intensiv. Witzig wird's hier und da auch. Im Mittelteil lässt das Ganze aber schon ziemlich nach. Längere, gut animierte und/oder einfach nur interessante Kämpfe bleiben größtenteils aus, stattdessen konzentriert man sich auf die Dramakomponente, die aber - wie schon erwähnt - nicht wirklich funktionieren will. Die intendierten Emotionen greifen leider nur in seltenen Momenten; Diese wenigen sind zwar ziemlich gut, lassen sich aber allesamt an einer Hand abzählen und das ist dann doch zu wenig für ganze 24 Episoden.

Tenjou Tenge

Die Charaktere sind dann auch so 'ne Sache für sich. Aya, die anfangs wie der eigentliche Hauptcharakter wirkt, ist super sexy und auch irgendwo ziemlich sympathisch, taucht aber später kaum noch auf und wird zunehmend dämlicher. Ihre Schwester Maya ist dank des Groß-Klein Gags ein ganz witziger Charakter, außerdem mindestens genauso sexy wie Aya und immerhin etwas komplexer gestrickt - so steckt sie im Gegensatz zu fast allen anderen Charakteren voller Ambivalenzen -, dafür ist sie aber auch viel weniger liebenswert. Zusammen mit ihrem erst später auftretenden Bruder Shin Natsume [Shuuichi Ikeda] gehört sie trotzdem noch zu den interessantesten Charakteren. Bob ist auch ganz cool, entwickelt sich aber mit der Zeit so gut wie garnicht. Ein bißchen dafür entschädigen tut immerhin seine niedliche und irgendwie sexsüchtige Freundin Chiaki Kounoike [Ryoko Shiraishi], der eigentlich einzig wirklich vernünftige Charakter der Serie. Souichiro dagegen ist einfach nur 'nen typischer Kerl. Super motiviert, gibt nie auf, hat aber ansonsten mal irgendwie garkeine Eigenschaften; Mir war der jedenfalls absolut gleichgültig. Bei Masataka Takayanagi liegt der Fall wiederum etwas anders. Er ist nicht nur Mitsuomis jüngerer Bruder und alleine deswegen schon storytechnisch recht interessant, sondern verhält sich anfangs auch angenehm unauffällig und überrascht dafür wenig später mit versteckten Qualitäten. Zu Anfang ein wunderbar unaufdringlicher Charakter, nur leider wird er im Verlauf der Geschichte zu einem vorpubertären Sidekick degradiert - eine total beknackte Entwicklung will ich meinen. Bei den Nebencharakteren interessieren dann noch so halbwegs Emi Isuzu [Haruhi Terada], weil sie 'nen abgefahrenen Kampfstil hat, und Bunshichi Tawara [Kazuki Yao], weil er sich coolerweise aus allem raushält und trotzdem irgendwie der Mächtigste ist. Oberbösewicht Mitsuomi darf im Rückblick zudem seine gute Seite zeigen und überzeugt dann auch noch fast. Aber unabhängig davon, wirken letztendlich alle Figuren irgendwie megakünstlich und total seelenlos, entweder gewollt cool oder gewollt sexy, aber ansonsten kommt da garnichts rüber. Wirklich liebgewinnen kann man hier deswegen kaum Jemanden. Schade.

Tenjou Tenge

Richtig schlecht ist Tenjō Tenge deswegen noch nicht, nur halt auch nie richtig gut. Im Prinzip ist es einfach ein besseres Ikki-Tousen und der Vergleich drängt sich in jedem Fall auf, denn Charaktere und Handlungsstränge sind sich hier und da ungemein ähnlich. Sonsaku und Aya haben beispielsweise fast dieselben Probleme und Eigenschaften, das gesamte Szenario ist fast dasselbe und Masataka ist im Prinzip sowas wie der dämlichere Kokin. Bei Tenjō Tenge gestaltet sich der Fanservice allerdings ansprechender, die Kämpfe sind besser und die Handlung wirkt einen Tick durchdachter, wenn auch der Erzählstil etwas zu wünschen übrig lässt. Allerdings sind beide Anime eigentlich weniger mein Fall. Besonders schlimm ist bei Tenjō Tenge vorallem auch, dass sich gegen Ende eigentlich nix verändert hat, alle Charaktere verhalten sich noch genauso wie in der ersten Folge. Die Geschichte wirkt damit entweder belanglos oder unabgeschlossen, da das Manga anscheinend weiter geht eher das Letztere. Noch viel schlimmer ist aber, dass Tenjō Tenge die meiste Zeit den Eindruck einer lieblos dahingeklatschten Adaption macht. Und das empfinde ich so, obwohl ich den Originalmanga von Oh! Great nicht gelesen habe! Bin mir aber fast sicher, dass die Vorlage um einiges besser ist. Ein paar einzelne Szenen sind aber auch in der TV-Serie richtig gut und langweilig wirds halt auch eher selten. Leichte, manchmal recht angenehme Durchschnittsunterhaltung halt, aber nicht mehr.

So, und was hab ich jetzt noch Wichtiges vergessen? Vielleicht, dass das Intro "Bomb A Head!" (oder "Bump ahead!", wer weiß das schon) von einer poppigen Hip-Hop Gruppe namens m.c.A·T stammt. In ihrem persönlichen Musikvideo überzeugen die Jungs eigentlich garnicht, musikalisch geht das Ding aber trotzdem gut ab und macht Laune. Das Ending "Aishitene Motto" von Aiko Kayo ist ebenfalls nett und außerdem sehr sexy. Der Soundtrack allgemein ist auch ganz okay, eins bis zwei Tracks bleiben sogar länger im Gehör stecken. Minori Chihara hat hier außerdem ihr eigentlich doch recht gelungenes Debut als Seiyuu für Aya. Hoffe, von der in Zukunft noch mehr zu hören! Eine deutsche Fassung gibt es von AV2 auf insgesamt 7 DVDs. In den USA hat's Geneon rausgebracht. Das Manga sollte es bei uns auch geben. Noch irgendwelche Fragen?

Tenjou Tenge

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