AT: エクスドライバー the Movie
Genres: Action. Science-Fiction. Comedy.
Produktionsjahr: 2002
Episoden: 1 (Movie)


Lisa Sakakino [Miki Nagasawa], Lorna Endou [Yoko Asada] und der gerade mal 12jährige Souichi Sugano [Yumiko Kobayashi] sind zurück. In einer nicht allzufernen Zukunft regeln sie als éX-Driver Notfälle im komplett automatisierten Straßenverkehr. Da Fahrzeuge nur noch von Computersystemen gesteuert werden und deshalb kein Mensch mehr selber fährt, sind diese sogenannten éX-Driver nötig, um Ausfälle und Amokläufe im System wieder auszubügeln, zumindest in Notfällen. Doch das ist jetzt zweitrangig, denn ab und zu findet ein internationales Turnier statt und genau bei dem nimmt unser Trio jetzt teil. Dabei handelt es sich natürlich um ein Rennen und zwar zwischen den 'Ex-Fahrern' aller Nationen. Zu diesem Zwecke fliegen unsere Drei voller Kampfeslust nach Amerika, wo das Turnier stattfinden soll. Dort sehen sie sich aber zuersteinmal mit einem ganz anderem Problem konfrontiert. Denn kaum in den USA angekommen, gilt es auch schon einen durchgeknallten Wagen zu stoppen, weil gerade Niemand anderes zugegen ist. In dem letztendlich gestoppten Fahrzeug sitzt Angela [Miyuki Sawashiro], die Tochter von Rico Ganbino [Masane Tsukayama], dem Sponsor des amerikanischen Rennteams. Angela ist von ihrer Rettung allerdings nicht begeistert und macht blitzschnell und voller Wut die Fliege, während die Polizei fälschlicherweise Lisa, Lorna und Souichi verhaftet. Selber fahren ist ja nicht erlaubt und Lisa & Co. haben mit den amerikanischen Behörden natürlich nichts am Hut, zumindest kennt sie in den USA noch keiner. Nachdem dieses Mißverständniss aber dann geklärt ist, sehen sich unsere éX-Driver nicht nur mit den Flausen der störrischen Angela konfrontiert, sondern auch mit deren Mafiosi-Papi und angeblichen, illegalen Rennwetten. Während sich die Intrigen und Komplotte um das große Rennen häufen, wird es für einige Beteiligte plötzlich lebensgefährlich und das eigentliche Rennen rückt für Lisa, Lorna und Souichi in den Hintergrund.

Das war er nun, der éX-Driver Movie. Ganz nett jedenfalls. Zuersteinmal fallen die CG-Animationen auf. Fast alle Autos gilt es in 3D zu bestaunen, so ganz á la Initial D. Ob das gefällt, muss jeder selbst wissen. Ich persönlich fands in diesem Fall okay, weils nicht allzu schlecht gemacht ist und nur in wenigen Szenen wirklich billig wirkt. Außerdem wissen die sehr detaillierten Hintergründe und sonstige Animationen zu gefallen. Insgesamt gibts optisch also kaum was zu meckern. Sehr nett ist auch der Soundtrack. Zwar gefällt mir der von Carlos Santos so gepriesene "Orchestral Pop" mal garnicht (sowas passt wohl besser zu schnell geschnittenen Realfilmen), doch dafür mag ich die jazzigen Passagen. Nun aber zum wichtigsten Teil, der Handlung. Die ist leider nicht besonders inspirierend. Es gibt eins, zwei nette, jedoch nur bedingt unvorhersehbare Wendungen; die ganze Inszenierung folgt so ziemlich dem Schema F und bringt nichts Innovatives. Wirklich umgehauen hat mich der Plot jedenfalls nicht und auch die neuen Figuren retten da nichts. David [Wataru Takagi] ist mit seiner Theatralik zwar ganz lustig, aber neu ist die Idee mit den amerikanischen Schlagwörtern mal überhaupt nicht. Die Streitereien mit seiner Freundin Kelly [Kotono Mitsuishi] sind immerhin ganz niedlich. Der wichtigste neue Charakter, Angela, ist optisch hübsch gemacht, aber ihr Charakter ist flach wie Papier. Dies gilt eigentlich auch für alle anderen Charaktere, selbst für die Hauptcharaktere, die man ja schon aus der OVA kennt. Geändert hat sich an denen zumindest nichts und toll waren die auch damals schon nicht, obwohl ich irgendwie ein Faible für Lisa und ihren Feder-Ohrring entwickelt habe. Der hat aber auch Klasse! Von der Persönlichkeit her ist Lisa aber nur einer dieser typischen Hitzköpfe, während ihr Gegenstück Lorna einfach die Wohlerzogene und Gutmütige ist. Ne typische Standardkombination halt, nett, kennt man aber besser. Naja, und Souichi ist eigentlich garnicht der Rede wert, auch wenn diese ständigen Neckereien zwischen ihm und Lisa schon ganz niedlich sind

Und wie sieht's mit der Action aus? Tja, die ist ganz in Ordnung. Einige Szenen sind recht rasant und der ausführliche Showdown macht Lust auf mehr. Allzu haarsträubend oder aufregend wirds aber nicht. Außerdem ist es doch sehr bedauerlich, dass die Idee mit dem internationale Rennen so ziemlich verschenkt wird. Obwohl man den ganzen Film hindurch drauf heiß gemacht wird, kriegt man letztendlich, wenn auch handlungsbedingt, nichts davon zu sehen. Wäre eine schöne Gelegenheit gewesen, ein paar hübsche Rennduelle auf die Leinwand zu bannen, doch die Autoren wollten's anscheinend anders. Insgesamt ist éX-Driver The Movie seinem Vorgänger also garnicht so unähnlich. Das Ding unterhält, ist ab und zu ganz witzig und manchmal sogar spannend. Leichte Kost halt, eine sympathische Angelegenheit, man bereuts nicht, aber über den guten Durchschnitt zu kommen, ja davon ist das Franchise doch noch sehr weit entfernt. Trotz dem geilen Lancia von Lisa.
Fazit also: Wer auf hübsche Mädchen und schnelle Autos steht, ist hier noch richtig, alle Anderen verzichten vielleicht auf den Film. Bis auf diejenigen, die schon die OVA mochten. Richtig großartig ist éX-Driver The Movie aber auch unter diesen Bedingungen kaum, Gunsmith Cats wäre beispielsweise eine bessere Alternative in dem Genre. Eine deutsche Version gibt es vom Kinofilm anscheinend nicht, nur die 6teilige OVA ist auf insgesamt 3 DVDs von Panini Video erschienen. In den USA kam der Kinofilm von Geneon Entertainment raus, übrigens die Version die ich selbst besitze. Mit auf der DVD ist eine 25minütige Bonus-Episode namens Nina & Rei Danger Zone. Nicht gesehen, wird bald nachgeholt, genau wie die OVA wiederholt wird, sobald ich mal Zeit finde.






Dieser Eintrag wurde am 17.02.2008 um 02:50:01 erstellt und befindet sich in Anime, science-fiction, comedy, action.
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Will dich jetzt nicht davon abhalten, das Ding doch noch irgendwann zu schauen.
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Aber dafür, dass es 2002 erschienen ist, ist der Zeichenstil eher altbacken...