AT: ローゼンメイデン・オーベルテューレ
Genres: Fantasy. Drama.
Produktionsjahr: 2006
Episoden: 2 (TV Special)






Rozen Maiden: Ouvertüre vertieft die Geschichte rund um Shinku [Miyuki Sawashiro] und Suigintou [Rie Tanaka], ist allerdings keine wirkliche Fortsetzung der Saga, sondern nur eine Art Bonuskapitel. Das liegt daran, dass die Geschichte von Ouvertüre noch vor Ende der zweiten Staffel spielt, also einfach irgendwo mitten im Plot angesiedelt ist - möglicherweise zwischen Folge sechs und sieben. Kanaria [Yumi Shimura] versucht immer noch in das Haus der Sakurada einzudringen, während Suigintou bei Megu [Shiho Kawaragi] rumhängt. Da das zu Beginn nirgends angedeutet wird, irritiert der Plot zuersteinmal und um die Verwirrung zu optimieren, gibt es dann noch einen radikalen Zeitsprung ins London des neunzehnten Jahrhunderts. Hier gibt es Kutschen und Pferde und Shinkus Medium ist ein junges Mädchen von reicher Herkunft mit dem Namen Sarah [Asami Sanada]. Demzufolge sehen wir Shinkus erste Begegnung mit Suigintou und wie genau sich deren ganz spezielle und tragische Beziehung entwickelt hat. Deshalb wird Rozen Maiden: Ouvertüre hier und da auch als Prequel der Serie gekennzeichnet.


Wer Rozen Maiden & Co. nicht gesehen oder gemocht hat, wird hiermit natürlich auch nichts anfangen können. Ist die anfängliche Verwirrung allerdings verflogen, gibt sich Rozen Maiden: Ouvertüre wie schon seine Vorgänger ziemlich gut. Besonders positiv zu vermerken ist, dass der Humor und allerlei andere Nebensächlichkeiten zu Gunsten von Shinku und Suigintou zurückgestellt werden, was aufgrund der extremen Kürze von nur zwei Episoden aber auch eine mehr oder weniger logische Bedingung ist; Zumindest wenn man eine ordentliche Geschichte erzählen will. Etwas wirklich Neues erzählt Ouvertüre zwar kaum, doch die Emotionen rund um und besonders für Suigintou werden dafür gekonnt vertieft. Die neuen Fakten ermöglichen sogar frische Blickwinkel auf vergangene Geschehnisse, Suigintous Handlungen werden mehr denn je verständlich gemacht. Durch den ziemlichen Verzicht auf Humor, bleibt auch Platz für eine durchgängige, fast morbide Stimmungsmache, die dem Special einen gelungenen, düsteren Grundton verleiht. Die Atmosphäre wird wie immer durch den guten Soundtrack unterstützt.


Die lose Platzierung innerhalb des Gesamt-Zeitrahmens bleibt zwar fraglich, doch viele gute Szenen und die melancholische Tragik, die sich ab und zu hervortraut, machen auch Ouvertüre noch zu einem äußert sehenswerten Event. Zumindest wenn man, wie gesagt, die Vorgänger mochte und vorallem auch gesehen hat! Ohne das Vorwissen ist Ouvertüre eher ein nutzloses Erlebniss. Fans der Nebencharaktere werden auch eher enttäuscht, da diese kaum vorkommen. Mir persönlich hat's aber wieder gut gefallen. Das Opening "Baragoku Otome" ist erneut von ALI Project und genauso klasse wie schon die zwei Openings zuvor. Das Outro "Utsusemi no Kage" ist von kukui und ebenfalls sehr schön. Ein DVD-Release außerhalb Japan gibt es nicht. Fansubs sind zu empfehlen!







Dieser Eintrag wurde am 08.09.2008 um 18:14:12 erstellt und befindet sich in Anime, drama, fantasy.
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