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Claes ~ Anime Kritiken und Reviews ~

Fruits Basket Permalink

AT: フルーツバスケット
Genres: Drama. Romance. Comedy. Fantasy.
Produktionsjahr: 2001
Episoden: 26 (TV)

Fruits Basket

Tohru Honda [Yui Horie] ist ein tapferes junges Mädchen. Seitdem Tod ihrer Mutter ist sie mehr oder weniger allein auf der Welt und gewisse Umstände zwingen sie dazu, vorübergehend ein Zelt in einem Wäldchen zu beziehen. Kurz gesagt, Tohru ist momentan obdachlos. Trotzdem lässt sich die Tugendhafte nicht unterkriegen; Sie geht weiterhin zur Schule und lässt sich bei ihren Freunden Arisa Uotani [Yuka Imai] und Saki Hanajima [Reiko Yasuhara] nichts anmerken. Eines Tages, auf dem Schulweg, stolpert Tohru jedoch über ein abgelegenes, kleines Häuslein im Walde. Dort wohnt nicht nur der merkwürdige Schriftsteller Shigure [Ryotaro Okiayu], sondern auch Yuki Sohma [Aya Hisakawa], welcher zufällig der beliebteste Junge in Tohrus Schule ist. Der unnahbare Schönling hat sogar einen eigenen Prince Yuki Fanclub. Tohru ist durch die unerwartete Begegnung natürlich völlig baff. Und dann taucht auch noch ein scheinbar ziemlich streitsüchtiger Typ namens Kyo [Tomokazu Seki] auf und will - für Tohru zuersteinmal völlig unbegründet - einen Streit mit Yuki vom Zaun brechen. Doch so richtig überfordert wird unsere Alltags-Heldin letztendlich erst, als sie dazwischengeht und sich kurz darauf alle drei Kerle in Tiere verwandeln. In der nächsten Sekunde stehen plötzlich eine Katze, ein Hund und eine Ratte vor ihr. Das im Hause der Sohmas was nicht stimmt, scheint spätestens jetzt offensichtlich...

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Es kommt, wie es kommen muss. Die Familie der Sohma (und Kyo, Shigure und Yuki sind bei Weitem nicht die einzigen Familienmitglieder) leidet an einem fiesen Fluch, der mit den chinesischen Tier-Sternzeichen zusammenhängt. Jeder verwandelt sich nämlich in eins, zumindest wenn er von einer Person des anderen Geschlechts umarmt wird. Also Finger weg, Tohru! Doch natürlich haben die Sohmas Mitleid mit der Obdachlosen und da Tohru eh schon das Geheimniss hinter der Familie kennt, kann sie auch gleich mit Yuki & Co. zusammenziehen. Gesagt, getan. Was daraus folgt, ist ein ziemlich bunter Mix aus fantasievoller Comedy und sentimentalen Drama. Beides im positiven Sinne. Denn Fruits Basket ist hier und da wirklich lustig. Besonders die richtig chaotischen Momenten machen - im wahrsten Sinne des Wortes - tierischen Spaß. Und die dramatischen, emotionaleren Momente gehen auch nicht spurlos am Zuschauer vorbei. So richtig einfühlsam wird's beispielsweise, wenn die Erinnerungen an Tohrus Mutter wachwerden. Sowas drückt auf die Tränendrüse, besonders da Tohru trotz Elternverlust wacker tapfer bleibt und sich mehr um andere, als um sich selbst sorgt. Sie ist überfreundlich, was jeder Zuschauer aber zumindest stellenweise als bitter empfinden muss - ganz einfach, weil es dem Mädchen nicht wirklich leicht fallen kann. Alles in allem macht das Tohru aber zu einem vernünftigen Hauptcharakter, der Interesse erzeugt. Doch natürlich hält sich die Geschichte nicht auschließlich mit Tohrus Verlustprozess auf, geschweige denn mit Comedy. Viel wichtiger ist dem Plot die Sache mit den Sohmas. Die undurchsichtige Familie mit den scheinbar unzähligen Mitgliedern und dem mysteriösen Oberhaupt namens Akito [Wakaba Murasaki] hat nämlich mehr als nur ein dunkles Geheimniss. Und das Tohru den Fluch entdeckt und ihr Umgang mit Yuki & Co. immer vertrauter wird, gefällt auch nicht der ganzen Familie; Immerhin gab man sich viele Generationen lang Mühe, unter sich zu bleiben.

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Abgesehen von dem nicht unspannenden Plot, funktioniert diese ganze Sache mit den Tierverwandlungen und der Familie, die sich jahrelang isolierte, auch wunderbar als Metapher. Denn wer sich isoliert, verlernt den Umgang mit der Außenwelt und wer das verlernt, wird unfähig, ein gesellschaftliches Leben zu führen. Besonders Yuki, Kyo und Shigure sind die Mitglieder der Familie, die sich jener Sakoku Politik verschliessen und den Umgang mit der normalen Welt suchen. Und das fällt zu Beginn schwer, erfordert Übung und gelingt erst nach einiger Zeit so richtig. Und immerhin ist man ständig in Gefahr, sich die Blöße zu geben; Oder in diesem besonderen Fall: Sich in ein Tier zu verwandeln und somit das Sohma-Geheimniss der Außenwelt preiszugeben. Doch das Risiko nehmen die bewussten Personen gerne auf sich. Und immerhin ist da ja auch noch Tohru, die mit ihrer selbstverständlichen und scheinbar auch unendlichen Hilfsbereitschaft mit Rat & Tat zur Seite steht.

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Alles in allem hat mir Fruits Basket ziemlich gut gefallen und wäre mir auch beinahe vier Sterne wert gewesen; Nur leider erlahmt die Serie gegen Ende ein wenig und verfällt zudem ein bißchen zu sehr einer gewissen Routine. Immer neue, noch verrücktere Familienmitglieder einzuführen, hilft dem Plot auf Dauer jedenfalls auch nicht. Auch wenn, zugegeben, ein paar der anderen Charaktere doch ziemlich genial sind; Allen voran der über-selbstbewusste Ayame [Mitsuru Miyamoto] (ein Idol von Mann!) oder der zuckersüße und kecke Momiji [Ayaka Saito]. Aber wie auch immer. Ein bißchen zuviel Kitsch ist dann manchmal auch noch dabei und das extrem positive Ende wirkt zudem etwas überstürzt, bzw. auch nicht gerade glaubwürdig. Aber Glaubwürdigkeit sollte man einer stellenweise so märchenhaften Geschichte vielleicht auch nicht wirklich abverlangen. Naja. Die Sprecher sind übrigens allesamt ziemlich gut, Yui Horie ist beispielsweise super, Aya Hisakawa ist auch mal wieder mit dabei - wenn auch diesmal in einer männlichen Rolle. Ein Hoch zudem auf Mitsuru Miyamoto und Ryotaro Okiayu. Der wahre Star bleibt aber Ritsuko Okazaki, ihres Zeichen Sängerin von Intro & Outro. Okazaki und ihre Stimme sind wahrlich was Besonderes. Schade, dass sie uns keine neuen Songs präsentieren wird. Möge sie in Frieden ruhen.

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Was bis jetzt noch keine Erwähnung fand, ist der Zeichenstil. Der ist leider etwas flach; Das Charakterdesign ist jedenfalls Geschmackssache und passt wahrscheinlich besser in einen Manga. Aber schlecht sind die Zeichnungen nicht. Auch die Animationen sind ganz okay, wenn auch nie großartig - ein paar Standbilder muss man schon ertragen können. Das Ganze basiert übrigens auf einem Manga von Natsuki Takaya. Der scheint deutlich besser und auch ausführlicher zu sein, besonders was Handlung und Charaktere angeht - viele der angerissenen Nebencharaktere kommen im Anime auch deutlich zu kurz. Gelesen habe ich den Manga übrigens nicht - aber vielleicht in ferner Zukunft mal. Eigentlich ist das Ganze ja auch'n ziemlicher Shōjo-Kram und deswegen weniger was für mich, but whatever. Der Soundtrack ist nix besonderes, größtenteils halt so Alltags-Gedudel, wie man es aus jeder beliebigen Dating-Sim kennt. Kein Stück, mal von den Okazaki Songs abgesehen, bleibt in Erinnerung. DVDs gibt es beispielsweise in den USA von Funanimation. Die sind ziemlich kostengünstig, immerhin befinden sich alle 26 Episoden auf gerade mal vier DVDs. Wirklich lobenswert! Für den Anime gibt's drei dicke Sterne. Er war gut, aber nicht großartig, trotz einiger Momente, die durchaus als "besonders" durchgehen könnten. Für Genrefans so oder so einen Blick wert.

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Kommentare, Trackbacks

Julchen [Besucher] Email
Julchen [Besucher]
ich find die bilder und alles andere auch suppaaa ^^ die anime gehört auch zu meinen lieblings anime serien... weiter sooo =)
PermalinkPermalink 30.05.10 @ 21:42

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