AT: 万能文化猫娘DASH!; Bannou Bunka Neko-Musume DASH!
Genres: Action. Science-Fiction. Drama. Mecha. Comedy. Romance.
Produktionsjahr: 1998
Episoden: 12 (TV)






Noch ein Nuku Nuku Nachfolger, nur kurz nach der TV-Serie von 1998 erschienen (Link zum Review!). Allerdings eher ein Remake, als Sequel. Nicht nur das Charakterdesign, auch Figurenkonstellationen und Handlung wurden geändert. Zudem etwas ernster und zusammenhängender als die Vorgänger. Nuku Nuku [Megumi Hayashibara] ist hier ein von Mishima Industries geschaffener Prototyp, der aus dem heimatlichen Labor flüchtet und daraufhin beim arbeitslosen Wissenschaftler Kyuusaku Natsume [Akira Kamiya] unterkommt. Der kennt Mishima, hat früher selbst da gearbeitet, doch 'nen Moralischen bekommen und den Job geschmissen. Kyuusaku ist also mehr als willig, dem Robo-Mädel zu helfen. Leichter gesagt, als getan, denn immerhin arbeitet Kyuusakus Ehefrau Akiko [Saeko Shimazu] in der Chefetage von Mishima und kriegt dort den Auftrag, den verlorenen Kampfroboter möglichst schnell wiederzubeschaffen. Das es sich dabei um Nuku Nuku handelt, verheimlicht Kyuusaku seiner Frau. Von dem neuen Mitbewohner begeistert, ist vorallem Sohnemann Ryuunosuke Natsume [Kazue Ikura], der sich ganz radikal in die junge Dame verknallt. Doch auch Ryuunosuke weiß nix davon, dass Atsuko Higuchi - Nuku Nukus Deckname, in Wirklichkeit ein Roboter ist, der für militärische Zwecke entwickelt wurde.


All Purpose Cultural Cat Girl Nuku Nuku DASH! wurde vielerorts ziemlich negativ bewertet, was ich relativ unfair finde. Sicher, die Serie ist weder besonders interessant, noch richtig gut, aber immerhin durchgehend unterhaltsam und auch allemal besser als die größtenteils nervige TV-Serie. Und Letztere kommt da Draussen wiederum viel zu gut weg. Das größte Problem von DASH! ist halt, dass es zu keinem Zeitpunkt originell sein möchte. Szenario und Inszenierung bedienen sich alter, abgedroschener Ideen, die man schon zuhauf besser gesehen hat. Dazu noch das altmodische Charakterdesign, Standbilder und die sich ständig wiederholenden Animationen und schon ist der erste Eindruck dahin. Trotzdem finde ich die Serie relativ gut, schon die Idee einer halbwegs ernsten Alternative zum ansonsten sorglosen Nuku Nuku Universum reizt das Fanherz doch ungemein, auch wenn die finale Umsetzung allerbestens mittelmäßig ausgefallen ist. Anstatt die Ernsthaftigkeit nämlich vollends durchzuziehen, verfällt man desöfteren dann doch einem relativ pubertärem und kleinspurigen Handlungsverlauf. Einige Szenen sind auch ganz einfach lächerlich, was aber irgendwie nicht wirklich juckt, sondern fast noch zur Unterhaltung beiträgt. Zudem schafft es die Serie nur sehr selten, irgendwelche Emotionen im Zuschauer wachzurufen. Nichtsdestotrotz hatte mich das Retortenprodukt eigentlich schon beim Intro für sich gewonnen, wenn der DASH! Schriftzug aufleuchtet und ein enthusiastisches "I'll be there!" aus den Lautsprechern ertönt. Zwar ist der Opening-Song genausowenig innovativ wie die Serie, doch manchmal macht Altbekanntes und Simples fast genausoviel Spaß wie hochgradig Komplexes.


Wirklich was Gutes kann man über DASH! aber dann auch nicht verlauten lassen. Die regelmäßige Action ist gerade so okay, aber nie spektakulär, die meisten Dialoge eher stupide Routine, der Humor verhalten, aber stellenweise durchaus amüsant - Wendungen und Handlung wirken weder besonders überraschend, noch genial ausgeklügelt. All Purpose Cultural Cat Girl Nuku Nuku DASH! ist letztendlich und trotz Semi-Seriösität nichts mehr als relativ flacher Trash. Es ist halt einfach nur "nicht schlecht" und irgendwo sympathisch, immerhin gibt es ein paar ganz niedliche Momente zwischendurch und drollige Nebencharaktere. Nicht schlecht, nicht gut also, DASH!: Konsequent konservativer Krims-Krams für Zwischendurch ohne Nebenwirkungen. Alteingesessene Zuschauer werden es möglicherweise zu schätzen wissen. Neumodische Trendgucker sind eventuell für die Zerrisse zu verantworten und sollten sich von derlei Standard-Serien ohne Besonderheiten sowieso fernhalten. Ich vergebe knappe drei Sterne, denn besser als die TV-Serie - wie schon erwähnt - ist die neue OVA sowieso. Immerhin ist Akiko hier mal wirklich sexy. Wirklich gut bleibt aber nur das Original von 1992. Da macht auch Megumi Hayashibara noch am meisten Spaß. In der TV-Serie war sie mir fast zu stressig und in DASH! hält sie sich ziemlich zurück. Kleines Plus übrigens noch: Aya Hisakawa kriegt ein Comeback als Arisa. DVDs gibt es aus den USA von ADV Films.





Dieser Eintrag wurde am 09.08.2009 um 21:01:01 erstellt und befindet sich in Anime, drama, science-fiction, mecha, comedy, action, romance.
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