AT: プリンセスナイン 如月女子高野球部
Genres: Sport. Drama. Romance.
Produktionsjahr: 1998
Episoden: 26 (TV)


Keiko Himuro [Yoshiko Sakakibara], Vorsitzende der Kisaragi Highschool, lässt gegen den Willen ihrer männlichen Kollegen ein Mädchen-Baseballteam zusammenstellen, welches in der alljährlichen Jugendmeisterschaft gegen die ausschließlich männlichen Teams antreten soll. Das erste und zugleich auch fast wichtigste Mitglied des neuen Teams wird Ryo Hayakawa [Miki Nagasawa], die einzige Tochter einer verwitweten Barbesitzerin. Das Mädchen hat das Werfen geradezu im Blut, immerhin war ihr verstorbener Vater ein berühmter Pitcher. Eine eigene Meisterschaft zu bestreiten, also quasi in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, ist für Ryo deswegen wie ein kleiner Traum, der plötzlich in Erfüllung geht. Doch auch die übrigen, teilweise erst später hinzukommenden Teammitglieder haben ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, die sie mit Hilfe des Baseballspielens erfüllen möchten. Doch den Träumen der insgesamt neun Mädchen stellen sich viele Hindernisse in den Weg...


Sympathischer Slice of Life Mix, in denen die Mädchen nicht nur gegen die dickköpfige und teils brutale Männerwelt ankämpfen, sondern auch ihre Rivalitäten untereinander überwinden müssen. Zum Glück gibt's aber keine Zickenzankereien, sondern ernstzunehmende Jugendkonflikte und tragische Dreiecksbeziehungen; Besonders die Sache zwischen Ryo, Izumi [Mami Kingetsu] und Mädchenschwarm Takasugi [Takehito Koyasu] hat ein paar schöne, melodramatische Höhepunkte. Wer gerne Zeuge kitschiger aber nicht unspannender Beziehungen ist, kann mit Princess Nine schonmal nicht viel falsch machen. Baseball an sich verkommt neben den großen Gefühlen der Charaktere schon fast zur Nebensache, wirkliche Spiele gibt es nur eine Handvoll, aber die sind dann auch dementsprechend spannend inszeniert und nicht zu abgehoben.


Kommt die Serie ersteinmal so richtig in Gang, kann man große Freude an der figürlichen Gruppendynamik und den emotionalen Twists haben. Stellenweise rutscht Princess Nine zwar ins Formelhafte ab und die Hauptcharaktere bewegen sich gefährlich nahe an gewissen Stereotypen, doch insgesamt beweist die Serie genügend gutgemeinte Intentionen und ernstgemeinte Leidenschaften, um über die kleineren Mankos hinwegzutäuschen. Zudem gibt es ein grandioses Finale und einen tollen Soundtrack vom philharmonischen Orchester in Warschau, der dem ganzen Szenario eine gewisse Epik, ja fast den Glanz & Klang einer Heldensaga verleiht. Umso beeindruckender, dass der Hintergrund von Princess Nine auf einer wahren Begebenheit aus den 70ern beruht: Die Geschichte von Masaaki Ikenaga. Animationen und Zeichnungen gehen in Ordnung, hier und da gibt es ein paar auffällige Standbilder, im Ausgleich dafür aber auch ein paar vorzüglich animierte Passagen - besonders in den wichtigeren Turnieren. Für Genrefans eigentlich ein Muß, da szenenweise innovativ und äußerst einfühlsam, für alle anderen nur ein weiterer Sport-Anime. Aber ein verdammt Guter! DVDs gibt es in den USA von ADV Films.




Dieser Eintrag wurde am 31.01.2010 um 19:15:00 erstellt und befindet sich in Anime, drama, romance, sport.
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