AT: Die Klapperschlange
Produktionsland: USA. England.
Genres: Science-Fiction. Action.
Regie: John Carpenter


Das Jahr 1998, die Zukunft. Unsere Welt versinkt im Verbrechen. Manhattan, New York wurde zu einem einzigen, internationalen Hochsicherheitsgefängnis umfunktioniert. Umgeben von bewachten Gewässern, unüberwindbaren Mauern und verminten Brücken gibt es kein Entkommen aus der Knast-Metropole. Dort gibt es keine Wachen, nur unzählige Verbrecher die nach ihren eigenen Regeln spielen. Einmal drin, kommst du nie wieder raus! Als der Präsident [Donald Pleasence] der vereinigten Staaten in dem abgesperrten Gebiet bruchlandet, zählt die Regierung auf den undurchsichtigen Häftling Snake Plissken [Kurt Russell]. Der Deal: Gelingt die selbstmörderische Rettungsaktion, kriegt Plissken seine Freiheit zurück. Widerwillig erklärt der sich zu dem Himmelfahrtskommando bereit, doch die Uhr tickt unaufhaltsam.

Einfacher, jedoch durchweg überzeugender Sci-Fi Klassiker mit einem wunderbaren Beispiel von Antiheld als Hauptfigur. Snake Plissken ist nunmal ziemlich cool, Kurt Russell die Rolle wie auf den Leib geschneidert. Es wird wenig geredet, die Handlung ist auf's Minimalste beschränkt. Das dargestellte Szenario ist bitter und voller dsytopischer Zustände vor post-apokalyptischen Fassaden. In den Kulissen herrscht Dunkelheit vor, Licht gibt es nicht. Der stilbewusste Soundtrack ist marginal, besteht nur aus Keyboard und Gitarre, das typische, düstere Synthie-Gedröhne von Carpenter - in diesem Fall äußerst begrüßenswert. Letzteres trägt zusammen mit den finsteren Bildern ordentlich zur gelungenen Atmosphäre des Films bei, einer der größten Pluspunkte von Escape from New York. Die grandiose Szene mit den "Ratten, die aus ihren Löchern kriechen" könnte aus einem 1A-Horrorfilm stammen. Action gibt es auch, für heutige Verhältnisse natürlich weniger spektakulär und auch insgesamt gesehen - von wenigen Einzelsekunden abgesehen - kaum der eigentliche Höhepunkt des Films. Rein inhaltlich gesehen wäre das wohl eher das ironische Ende. Isaac Hayes ist perfekt besetzt als Oberverbrecher, Donald Pleasence auch mal wieder nett. Ich persönlich mag auch Lee Van Cleef und Ernest Borgnine. Ebenfalls sehenswert sind Harry Dean Stanton und Adrienne Barbeau. Spezialeffekte kommen spärlich zum Einsatz, dafür wird das fehlende Budget mit manchmal recht innovativen Kniffen ausgebügelt.

Vielleicht nur selten ein vielschichtiges Meisterwerk, aber zumindest ansatzweise ein simpler, aber funktionierender Geniestreich. Außerdem hätten wir ohne Snake Plissken keinen Solid Snake! Und was wäre die Welt ohne Metal Gear! Ich mag den Film so ziemlich, Hauptfigur, Szenario und Simplicity sind faszinierend. Tolles Erlebniss.




Dieser Eintrag wurde am 03.05.2009 um 22:28:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Science-Fiction.
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