AT: Abwärts in die Zukunft
Produktionsland: USA. Deutschland.
Genres: Science-Fiction. Mystery. Crime.
Regie: Josef Rusnak


Der geniale Wissenschaftler Hannon Fuller [Armin Mueller-Stahl] ist gerade dabei, bahnbrechende Informationen auf den Anrufbeantworter seines engsten Kollegen Douglas Hall [Craig Bierko] zu sprechen, als man ihn in einer Gasse brutal ermordet. Als Douglas am nächsten Tag - noch nichtsahnend - zur Firma fährt, erwartet ihn schon Detective McBain [Dennis Haysbert]. Die undurchsichtige Type hat anscheinend Douglas in Verdacht, den Mord begangen zu haben. Douglas selbst ist vom Tode seines Freundes Fuller allerdings ziemlich schockiert und kommt schon alleine deswegen nicht wirklich als Täter in Frage. Viel verdächtiger wäre eigentlich die mysteriöse Jane [Gretchen Mol], jenes Mädchen welches plötzlich behauptet, Fullers Tochter zu sein und nun Anspruch auf dessen Firma erheben will. Die Firma und damit auch Fullers Projekt beschäftigen sich übrigens mit der Erschaffung einer virtuellen Realität - revolutionärer und äußerst brisanter Stoff, bei dem natürlich viel Geld im Spiel ist. Doch die Beweise lasten aufgrund Fullers Testament weiterhin auf Douglas. Und der hat sowieso noch ein ganz besonderes Problem: Er kann sich an die Nacht des Mordes nicht mehr erinnern. So langsam aber sicher werden in Douglas Befürchtungen wach, doch etwas mit dem Tod Fullers zu tun zu haben. Ohne Detective McBain etwas von seinen Gedanken mitzuteilen, beginnt Douglas auf eigene Faust Nachforschungen, die ihn schließlich ins Herz der von Fuller geschaffenen, virtuellen Welt führen.

Relativ ruhiger und unspektakulärer, jedoch atmosphärisch brauchbarer Mystery-Thriller mit Sci-Fi Komponente. Verstrickt und geschickt genug erzählt, um so etwas wie Spannung und Interesse aufzubauen, ohne im Endeffekt völlig zu überzeugen. Leider. Die Geschichte wirkt gerade im Nachhinein weniger interessant, ist aber im Prinzip ganz okay und auf jeden Fall nett gemeint - so mit metaphorischem Über-Gedanken und so halt. Die Darsteller sind halbwegs in Ordnung, aber meilenweit davon entfernt, großartig zu sein. Mueller-Stahl ist noch einer der Besten, kommt aber eher selten vor. Craig Bierko gibt sein Äußerstes - was gerade so ausreicht, während Gretchen Mol kaum was vollbringt, um Aufzufallen. Aber The Thirteenth Floor ist auch kein Film, der von seinen Darstellern geniale Leistungen abverlangen will. Er will sie eher vorsichtig und routiniert durch die verschiedenen, zugegeben, durchaus hübsch gemachten Kulissen und Szenenbilder schieben, während sich der Zuschauer durch einen überschaubaren Reigen aus Spuren, Indizien und Hinweisen zur Lösung des Problems, halt zur finalen Auflösung des Films durchdrängelt. Genau wie Protagonist Douglas Hall, der den finalen Twist - im Gegensatz zu bestimmt manchem Zuschauer - natürlich nie wirklich kommen sieht. Das In-Erfahrung-Bringen-Wollen der shocking truth ist es auch, trotz möglicher Vorahnungen, welches dem Film größtenteils am Laufen hält. Ist die Lösung erstmal erfasst, ist es fraglich, inwiefern der Film noch zu fesseln vermag - trotz netter Schauwerte. Jede weitere Sichtung könnte den Film also ziemlich mies darstehen lassen. Die Erstsichtung gefällt jedoch halbwegs, so Mystery-Kisten find' ich eh immer interessant und langweilig wird's auch nicht wirklich. Kann man machen. Zumindest einmal. Aber bitte weder Action, noch bahnbrechende Effekte erwarten - davon hat der Film nämlich rein garnix, auch wenn er teilweise gerne so tut, als ob.



Dieser Eintrag wurde am 09.05.2009 um 13:55:00 erstellt und befindet sich in Film, Crime, Science-Fiction, Mystery.
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