AT: N/A
Genres: Action. Horror. Drama.
Regie: Griff Furst


Asylum ist schon eine bemerkenswert dreiste Firma. Warum, dürfte bei so Titeln wie Street Racer, AVH: Alien vs. Hunter, Snakes on a Train oder 100 Million BC eigentlich schnell klar werden. Asylum produziert fast ausschließlich billige Kopien von populären Blockbustern. Dummerweise verdienen die damit sogar genug Kohle, um stets weiterzumachen. Anscheinend reichen die Ausgaben des verwirrten Durchschnittskunden, der sich - von Asylum natürlich beabsichtigt - anstatt The Da Vinci Code versehentlich The Da Vinci Treasure ausleiht, völlig aus, um die Firma am Leben zu halten. Denn anders kann ich mir kaum vorstellen, dass sich jemand für diese offensichtlichen Plagiate interessiert und sie demzufolge intentiert ausleiht, geschweige denn kauft. Der gerade gesehene I am Omega ist konsequenterweise auch eine Kopie, nämlich vom nicht gearde unbekannten I am Legend. Nun gut, Letzterer ist eigentlich auch schon 'ne Art Imitat und zudem keinesfalls durchgehend gut. Gute Chancen also für Billigprodukt I am Omega doch noch zu punkten. Der Ausgangspunkt klingt vielversprechend: Mark Dacascos spielt Renchard, den anscheinend letzten lebenden Menschen in der gesamten Umgebung. Die lokalen Örtlichkeiten scheinen nämlich ausschließlich von seltsamen Zombies, bzw. sogenannten Infizierten behaust zu werden. Ab und zu plagen Renchard Wahnvorstellung und traumatische Erinnerungen an seine verlorene Familie. Abgesehen davon, versucht der Junge eigentlich nur eines, nämlich am Leben zu bleiben. Als sich plötzlich eine zweite Überlebende per I-Net meldet, Brianna [Jennifer Lee Wiggins], glaubt Renchard zunächst, er würde völlig durchknallen und halluzinieren...

Mark Dacascos ist zwar ein ganz sympathischer Kerl, doch als Darsteller nunmal eine Null. Zudem ist der Junge ihn bodenständigen Action- und vorallem Martial-Arts Filmen besser aufgehoben; Mit dem Nunchaku gegen Untote antreten wirkt nunmal ziemlich hirnrissig. Die restlichen Darsteller sind noch schlechter. Den lächerlichen Tiefpunkt stellt Jennifer Lee Wiggins dar, die wirklich keine Sekunde lang in irgendeiner Weise überzeugen kann. Die Dame versucht's meiner Meinung nach noch nicht einmal. Weiterhin punktet der Film (oder halt eher nicht) durch eine auffällige Unzahl an dämlichen Filmfehlern, die dann auch noch das letzte bißchen Atmosphäre kaputt machen. In diesem Fall kann also nur von einer interessenlosen Produktion die Rede sein, keiner der Beteiligten scheint sich auch nur annähernd dafür interessiert zu haben, dass das Endprodukt halbwegs ansehbar wird. Die wenigen, jedoch grottenschlechten Computereffekte tuen ihr Übriges. Der Plot nervt besonders durch das nicht selten dämliche Verhalten des Hauptcharakters. Und gegen Ende wird's mal wieder 'nen Tick zu abgedreht und dümmlich. Mal ganz abgesehen davon, dass das Ganze sowieso ziemlich ideenlos zusammengeklaut ist. Dann lieber doch nochmal I am Legend, oder viel besser: The Omega Man - der ist wenigstens so-gut-wie einwandfrei. Ich hab übrigens nix gegen Billigfilme, aber I am Omega ist leider ein ziemlich seelen- und herzloses Produkt. Keiner bemüht sich hier wirklich. Mark Dacascos Groupies (ich weiß, es gibt sie) schauen vielleicht mal rein, alle anderen sollten genügend Abstand bewahren.

Dieser Eintrag wurde am 19.05.2009 um 15:56:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Drama, Horror.
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