AT: N/A
Produktionsland: USA. Frankreich.
Genres: Drama.
Regie: Darren Aronofsky


Seit zwanzig Jahren ist Randy [Mickey Rourke] ein beinharter und verbissener Pro-Wrestler. Der Sport ist sein Leben. Doch die Jahrzehnte des Show-Prügelns sind nicht spurlos an Randy 'The Ram' vorbeigegangen. Kohle gab's auch kaum. Und der Jüngste isser ja eh nicht mehr. Randys körperliche Verfassung erreicht den kritischen Punkt. Als seine Karriere nun plötzlich vor dem Aus steht, sucht er nach neuen Perspektiven. Doch das Leben macht es dem Gezeichneten nicht einfach.


Kein spektakuläres Wunderwerk von Film, aber wahrscheinlich der erste ernstgemeinte und anspruchsvolle Film über das Thema überhaupt und somit mehr oder weniger schon deswegen einzigartig. Mickey Rourke wurde oft genug gelobt, liefert aber auch eine großartige Leistung ab. Darren Aronofsky versieht die Geschichte mit teils überraschend nüchternen Aufnahmen und kommt größtenteils ohne F/X-Spielereien á la Requiem for a Dream oder The Fountain aus, was durchaus zu begrüßen ist. Der Schwerpunkt liegt auf den Darstellern (oder eher noch auf dem Darsteller) und nicht auf visueller Opulenz; Auch wenn The Wrestler natürlich nicht gänzlich auf die Umsetzung origineller und faszinierender Kameraspielchen verzichtet. Marisa Tomei muss auch Erwähnung finden, die Frau spielt ihre Rolle durchaus fähig. Die Geschichte an sich ist, zumindest wenn man das Millieu weglässt, eher routiniert, vermag aber aufgrund seiner objektiven Ehrlichkeit und dem funktionierendem Drama durchaus zu faszinieren und zu fesseln. Letzteres tuen vorallem auch noch die Wrestling-Szenen, die schon ziemlich heftig sein können und zudem durch eine gewisse Authentizität glänzen. Insgesamt ist The Wrestler ein lobenswertes Stück Film, sehr menschlich, ziemlich traurig und in seiner Figurendarstellung absolut nachvollziehbar und gelungen. Aronofsky bleibt ein talentierter Kerl, auf den man setzen kann.


Dieser Eintrag wurde am 07.06.2009 um 13:05:00 erstellt und befindet sich in Film, Drama.
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