AT: N/A
Produktionsland: USA. Deutschland.
Genres: Action. Thriller.
Regie: Danny Lerner


Mike Riggins [Dolph Lundgren] steckt seit seiner letzten Special-Ops Mission für die Amerikaner im russischen Knast fest. Eines Tages taucht da plötzlich ein schmieriger Typ im Anzug auf. Der Kerl namens Clive Connelly [Michael Paré] macht Mike ein unwiderstehliches Angebot: Er kommt aus dem Knast frei, wenn er für die Amerikaner noch einen letzten Auftrag erfüllt. Mike soll eine gewisse Ana Gale [Gina May] aus den Händen eines fiesen Warlords [Vladimir Vladimirov] befreien. Mike willigt ein, denn aus dem Knast raus, will ja im Prinzip jeder. Doch als der Auftrag so langsam in die Gänge kommt, machen sich Ungereimtheiten breit. So will die liebliche Ana beispielsweise garnicht befreit werden...

Ich mag Dolph Lundgren und freu mich konsequenterweise auch auf jeden Film mit ihm. Direct Contact hat sich aber nach mehreren Minuten als ziemliche Enttäuschung herausgestellt. Dabei sieht zu Beginn alles noch ganz rosig aus. Lundgren prügelt sich im Knast nämlich erstmal durch ein paar Leidensgenossen. Gut so. Dann ein bißchen Gelaber, der Auftrag, die erste richtige Actionszene... und irgendwo dazwischen merkt man dann, dass der Film leider doch eine gehörige Verarsche ist. So kommt keine der Schießereien oder Prügeleien ohne absolut unsinnige und könnerlose Schnitte aus, die jeglichen Ansatz von Tempo und Gefühl zunichte machen. Dank an die anscheinend unfähige Regie. Lundgren muss das auch irgendwann bemerkt haben und hat konsequenterweise auf sein Auftreten geschissen. Der schwedische Riese bemüht sich nämlich Null. Ihm kann's ja auch egal sein, er darf ja dank The Expendables bald eh mehr als genug Kohle machen. Als Fan muss man dafür aber leiden. Und nicht nur die Action ist mies, auch Handlung, Dialoge und überhaupt alles ist mies. Darsteller wie Michael Paré sind - unabhängig von der Höhe ihrer Bezahlung - ihr Geld niemals wert. Kein Charakter überzeugt. Und die Story dankt spätestens bei der total unnötigen Liebesszene ab. Naja, nicht wirklich, die Story ist eigentlich schon weit früher völlig uninteressant, so dass man ein baldiges Ende herbeisehnt. Doch das tritt leider erst nach 90 Minuten ein, die sich jedoch wie gute zwei Stunden anfühlen. Und das trotz unzähliger Actionszenen, die eigentlichen jeglichen Anflug von Langeweile kaputt machen müssten. Vorallem weil ein gehöriges Maß an Explosionen und Militärmaschinen aufgefahren wird. Doch Spaß machen tut nix davon. Unter Anderem nerven auch die grottenschlechten Computereffekte tierisch. Die ganz wenigen, in Ansätzen vorhandenen, positiven Aspekte des Films, sind da ganz schnell vergessen. Todlangweilig und absolut uninteressant - selbst oder gerade für den Genrefan.



Dieser Eintrag wurde am 13.06.2009 um 15:11:12 erstellt und befindet sich in Film, Action, Thriller.
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