AT: Der Malteser Falke; Die Spur des Falken
Genres: Crime. Thriller. Mystery.
Regie: John Huston







Sam Spade [Humphrey Bogart] und sein Kollege Archer [Jerome Cowan] führen zusammen ein Detektivbüro. Dahinein stolpert eines Tages die hübsche Miss Wonderly [Mary Astor[] mit einem interessanten Auftrag. Kaum angenommen, häufen sich schon die Probleme. Archer wird während einer Beschattungsaktion umgebracht und Spade steht plötzlich unter Mordverdacht. Und dann tauchen da auch noch drei Verrückte auf, die hinter einem 'schwarzen Falken' her sind.

Klasse Ding und das noch nicht mal, weil es sich wirklich um so einen legendären Ableger des Film-Noir handelt, wie überall getönt wird. Um ehrlich zu sein, ist die Handlung von Zeit zu Zeit sogar ziemlich dämlich und hanebüchend, einige Szenen zudem unfreiwillig komisch. The Maltese Falcon wirkt teilweise sogar ziemlich trashig, wie ein B-Movie. So wird in der Handlung beispielsweise ständg von so exotischen Plätzen wie Istanbul gefaselt, aber rein grundsätzlich spielen sich alle Szenen innerhalb moderat ausgestatteter Wohnzimmer ab - nix da mit exotischen Schauplätzen, obwohl sich die Wurzeln der abenteuerlichen Detektiv-Geschichte bis ins tiefste Mittelalter Spaniens erstrecken. So wird's jedenfalls im Vorspann klar gemacht. Nichtsdestotrotz ist The Maltese Falcon ein klasse Filmchen, in erster Linie des Kurzweils wegen. Der ist nämlich eindeutig gegeben, die Darsteller sind mit Enthusiasmus dabei und die Handlung schlägt allerlei Haken, ohne jemals die Übersicht zu verlieren. Humphrey Bogarts freches Grinsen ging mir zwar Anfangs noch auf die Nerven, doch mit der Zeit zeigt der Junge echte Präsenz. Ihm dabei zuzusehen, wie er die verschiedenen Parteien des Plots gegeneinander ausspielt, macht ordentlich Laune. Unglaublich wirkungsvoll auch Peter Lorre, der mit seinem spaßigen Over-Acting ein Stück weit für den Trash-Faktor verantwortlich ist, aber vorallem halt auch für den angesprochenen Kurzweil. Außerdem noch mit von der Partie sind ein grandioser Sydney Greenstreet und eine erwähnenswerte Lee Patrick. Mary Astor ist als dopplezüngiges Weibsstück auch gelungen. Und in einer Nebenrolle gibt es für kurze Zeit einen tollen Typen namens Elisha Cook Jr. zu bestaunen. Rein optisch bietet The Maltese Falcon zwar keine wirklichen Höhepunkte, aber dafür eine durchweg routinierte Kameraarbeit und damit auch durchweg gute Bilder. Für die Zeit damals 'ne klasse Leistung, auch wenn Citizen Kane da mit Sicherheit noch eindrucksvoller ist (gleiches Jahr). Der natürlich orchestrale Soundtrack hat auch ein paar kleine Höhepunkte. Alles in allem hatte ich meinen Spaß. Nicht zuletzt wegen Peter Lorre und der fantasievollen Storyline ein verdammt unterhaltsamer Zufallstreffer, immer wieder witzig, ein Klassiker halt. Am Besten aber kein todernstes Film-Noir Drama erwarten, zumindest meiner Meinung nach.



Dieser Eintrag wurde am 28.06.2009 um 22:31:00 erstellt und befindet sich in Film, Crime, Mystery, Thriller.
Eine Antwort auf den Eintrag kannst du unten erstellen. Als registriertes Mitglied kannst du auch per E-Mail über neue Kommentare informiert werden, ansonsten kannst du die Kommentare über den externen Betreiber co.mments verfolgen.
Du kannst auch dieses Blog über den RSS 2.0-Feed sowie alle neuen Kommentare syndizieren.
http://nikki.kenmai.de/htsrv/trackback.php/3686
Bisher keine Kommentare/Trackbacks für diesen Eintrag...
