AT: NA
Genres: Thriller. Drama. Action.
Regie: John Madden


Profikiller Armand Degas [Mickey Rourke] versaut ahnungslos einen Auftrag, wird auf die Abschussliste einiger Ober-Ganoven gesetzt und muss deshalb untertauchen. Während seiner Odysee trifft er auf den cholerischen Kleinkriminellen Richie Nix [Joseph Gordon-Levitt]. Da dieser Armand an seinen verstorbenen Bruder erinnert, tun sich die Zwei zusammen.

Killshot ist nicht todlangweilig oder absolut mies, aber trotzdem ein ziemliches Gewäsch von Film. Dabei sind die ersten paar Minuten noch relativ gut, spitzen Intro, Mickey Rourke außerdem durchgängig relativ cool - wenn auch nicht unbedingt bemüht. Scheitern tut der Film aber auch nicht an seinen durch- bis leicht unterdurchschnittlichen Darstellern, sondern an seiner kruden Geschichte. Die wurde nämlich dank unzähliger Produktionsdifferenzen und ein paar mieser Test-Screenings über zehn Jahre lang durch die Mangel genommen, bis von der ursprünglichen, vielleicht garnicht so schlechten Idee nichts mehr übrig war. In der nun vorliegenden Fassung funktioniert der Plot jedenfalls kaum noch. Alle paar Minuten treffen die Hauptcharaktere seltsame, total dämliche Entscheidungen, dessen Motivationen mehr als zweifelhaft sind oder auch mal völlig im Dunkeln liegen. Der Film meint dabei lustigerweise, alles sinn- und fachgemäß in einzelnen Szenen zu erklären, scheißt gleichzeitig aber auf einen Minimalismus von Logik und Konsequenz in seiner Figurenzeichnung; Was wiederum zu dem Davorgenannten führt: Die Handlungen der Figuren sind dämlich. Alles wirkt irgendwie aus der Luft gegriffen und belanglos. Und dieses Gefühl steigert sich mit zunehmender Laufzeit nur noch. So interessieren die ganzen Techtel-Mechtel zwischen Carmen Colson [Diane Lane] und Wayne Colson [Thomas Jane], ein sich scheidendes Immobilien-Pärchen auf das unsere beiden Ganoven im Verlauf des Plots treffen, mal einfach überhaupt nicht. Und die nehmen leider einen großen Teil des Films ein. Auch funktionieren weder die Colsons, noch Rourkes Figur als Sympathieträger, von Arschloch Richie Nix ganz zu schweigen. In dem sich anbahnenden Konflikt zwischen Gangsterpärchen und bürgerlichem Duo ergreift man für keine der Teams wirklich Partei. Die anfängliche Spannung verfliegt somit schnell, auf großartige Actionszenen darf man auch nicht hoffen. Hier und da wird mal die Schrotflinte ausgepackt, aber bis auf ein paar fliegende Fetzen und Funken passiert da nix weiter; Ziemlich undynamisch alles. Aber um knallige Shoot-Outs geht es dem Film auch nicht wirklich, eher um das figürliche Drama - so wirkt das Ganze zumindest. Doch da Handlung und Charaktere null funktionieren, geht die Rechnung nicht auf. Für 'nen tristen Sonnabend dürfte der Film aber gerade so ausreichen. Immerhin ist der stumpfe Soundtrack recht kurzweilig. Für Fans von Rourke und so.


Dieser Eintrag wurde am 06.07.2009 um 21:34:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Drama, Thriller.
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