AT: NA
Produktionsland: USA.
Genres: Action. Thriller. Comedy.
Regie: Walter Hill


Verbrecher und Drogendealer Viktor 'Rosta' [Ed O'Ross] flüchtet aus der Sowjetunion in die USA. In erster Linie weil die Moskauer Polizei und ganz speziell auch der bissige Captain Ivan Danko [Arnold Schwarzenegger] hinter ihm her sind. Letzterer lässt sich aber ungern abschütteln und wird prompt nach Chicago hinterher geschickt. Dort soll Ivan mit dem verrückten Cop Art Ridzik [James Belushi] zusammenarbeiten und Viktor schließlich nach Mütterchen Russland zurückbringen. Doch Kapitalismus und Kommunismus funktionieren natürlich nie wirklich im Einklang...

Red Heat ist immerhin besser gespielt als Raw Deal und wirkt alleine deshalb schon einen Tick überzeugender, kann sich letztendlich aber ebenfalls nicht über das Level eines sympathischen guilty pleasure Kandidaten hinwegheben. Das Problem ist wiedermal die krude und nicht immer flüssig fließende Storyline. Schwarzeneggers Schauspiel dagegen kann hier weniger als Negativpunkt geltend gemacht werden, immerhin bemüht er sich diesmal um einen pseudo-russischen Dialekt und hält sich ganz generell auch so ziemlich mit Dialogen zurück. Ein paar Sprüche sind zudem richtig dufte, Red Heat ist sich den Talenten und Grenzen seines Stars jedenfalls bewusster als vor Kurzem noch Raw Deal und setzt Schwarzeneggers Präsenz gekonnter ein. James Belushi dagegen konnte noch nie wirklich was, ist aber halbwegs amüsant und erfüllt die Rolle des labernden Sidekicks. In den Nebenrollen gibt es zudem zwei kleine Schmankerl: Peter Boyle als gestresster Police-Captain mit bevorstehender OP und Laurence Fishburne als Bulle mit Durchblick.

Die Action ist ganz ordentlich, Schwarzenegger prügelt sich direkt zu Beginn durch eine Sauna voll nackter Frauen. Großartig, so hat ein Film anzufangen. Im Mittelteil erlahmt der Actionpart etwas, im Finale werden aber immerhin zwei Linien-Busse geschrottet. Wirklich spektakulär wird's jedoch weniger, dank netter Einschusseffekte aber relativ brutal. Und Regisseur Walter Hill bringt auch sonst ein paar optische Nettigkeiten zum Vorschein; Auf den Jungen ist halbwegs Verlaß. Wie gesagt, die Handlung von Red Heat ist nich das Gelbe vom Ei und auch nicht durchgängig spannend, aber Nostalgiker werden den 80er Jahre Flair deutlich zu schätzen wissen. Der Soundtrack von James Horner passt anfangs erschreckend gut, ruht sich im weiteren Verlauf aber zu sehr auf seinen gerade mal zwei Themes aus. Naja, immerhin. Für Fans von Schwarzenegger oder des Cop Buddy Genres noch interessant. Für alle Anderen eher nicht.

Dieser Eintrag wurde am 07.07.2009 um 20:38:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Comedy, Thriller.
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