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Push (2009) Permalink

AT: NA
Produktionsland: USA. Kanada.
Genres: Action. Science-Fiction.
Regie: Paul McGuigan

"You pushed me?" "You don't like it? Push back."

Paul McGuigan - Push - 2009

Seit dem zweiten Weltkrieg werden seltsame Experimente an Menschen durchgeführt, um ihnen Superkräfte zu verleihen. Ergebnisslos war das Projekt nicht, denn inzwischen treiben sich auf der ganzen Welt Bleeder, Pusher, Mover und noch so einige andere Mutationen der Spezies Mensch rum. Nick Grant [Chris Evans] ist einer dieser sogenannten Mover und besitzt damit die Kraft, Gegenstände per Gedankenkraft zu bewegen. Mit Hilfe dieses Tricks versucht er sich im chinesischen Slum durchzuschlagen, immer auf der Flucht vor den übermächtigen Divisions - organisierter Einheiten verschiedenster Regierungen, dazu auserwählt, solch "besondere" Menschen wie Nick ausfindig und unschädlich zu machen. Abgesehen davon, läuft für Nick aber alles ganz okay, bis eines Tages plötzlich die junge Cassie Holmes [Dakota Fanning] bei unserem Helden in der Tür steht und nach seiner Hilfe verlangt. Cassie ist ein Watcher und kann die Zukunft sehen. Ihre Mutter wird von einer Division gefangengehalten und Cassie will sie befreien. Nick soll ihr helfen. Locken tut sie ihm mit einem Koffer voller Geld, den Cassie angeblich in ihren Visionen sieht und Nicks durchaus vorhandene Geldprobleme lösen könnte. Lange Rede, kurzer Sinn, die Beiden tuen sich zusammen. Doch die Division schläft nicht und macht bereits Jagd auf die Zwei.

Der Auftakt ist noch ganz okay, also ca. die ersten zehn Minuten. Der Schauplatz Hong Kong gibt wie immer viele gute Motive her, mit den Kulissen hat man sich teilweise sogar richtig Mühe gegeben und die Grundidee des Films ist eigentlich nicht schlecht, wenn auch zusammengeklaut und unoriginell. Spätestens ab Dakota Fanning gehen die wenigen guten Ansätze aber verloren. Nicht nur sie und ihre Rollen nerven, auch der Plot offenbart plötzlich, wie unausgegoren er eigentlich ist. Und vorallem oberflächlich! Weder die Handlung noch eine der Figuren besitzen auch nur den geringsten Tiefgang. Die Darsteller schalten sich gleich und spielen ihre Parts ziemlich seelenlos. Außerdem wirkt fast alles im Film so ziemlich abgekupfert. Und rein logisch hat die Geschichte eh mit einigen Löchern zu kämpfen. Das Schlimmste ist aber, dass die Action einfach komplett uninteressant ist. So dämliche Kräfte wie die der lächerlich dreinschauenden Bleeder können mir einfach gestohlen bleiben und hinterlassen mit Sicherheit keinen tollen Eindruck. Und überhaupt tritt die Action erschreckend selten und unspektakulär in Erscheinung - dann lieber nochmal Jumper gucken und der war auch schon nicht astrein. Und das der Film mit seinem offenem Ende nach einer Fortsetzung geifert, ist auch hassenswert. Wann gibt's endlich mal wieder einen Film, der nicht versucht, eine Trilogie oder sowas zu starten?! Naja. Weiterhin zu bemängeln ist die grottige Musikauswahl: Sobald's emotional werden soll, wird irgendein kitschiger und megaschlechter, moderner Song eingespielt, was mal überhaupt nicht funktioniert.

Push ist schrecklich. Das Beste am Film sind die Bilder von Hong Kong. Der Rest ist Mist, der aus der Retorte gekrochen kommt. Viele zusammengewürfelte Trends, die im Rahmen eines sinn- und seelenlosen Plots möglichst viele dumme Zuschauer locken sollen. Ich hoffe, das funktioniert nicht und wir bleiben von Fortsetzungen verschont. Vorallem da die Action so-gut-wie stinklangweilig ist, die Charaktere nervtötend und der Plot nach folgendem Schema funktioniert: Sinnloses Rumgelaufe mit schlechtem Soundtrack, ein bißchen Action, dummer Dialog, sinnloses Rumgelaufe mit schlechtem Soundtrack, ein bißchen Action, dummer Dialog... und so weiter. Mehr kommt da nicht. Und das Ende ist einfach nur dreist.


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