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Lady of Steel (1970; Hong Kong) Permalink

AT: 荒江女俠; Huang jiang nu xia
Genres: Action. Drama. Historic.
Regie: Meng Hua Ho

"Even if he's dead, I still want to desecrate his corpse."

Nachdem ihre Familie brutalst ermordet wurde, wird die junge Fang Ying Chi [Pei-pei Cheng] von einem streunenden Kung-Fu Meister aufgenommen. Dieser bildet sie mehrere Jahre in der Kampfkunst aus. Mit der Zeit reift in Fang Ying Chi jedoch die Sehnsucht nach Rache heran. Schon bald zieht sie aus, um die Mörder ihrer Eltern ausfindig zu machen und schlußendlich hinzurichten. Während ihrer Reise stolpert die junge Frau jedoch in einen politischen Konflikt hinein. Um zu überleben, verbündet sich Fang Ying Chi mit dem Anführer des sogenannten Bettler-Clans: Qin Shang Yi [Hua Yueh].

Lady of Steel ist zwar kein Meisterwerk und dürfte grundsätzlich eh nur die Genre-Fans interessieren, bietet aber immerhin eine einwandfreie, bildhübsche und zauberhaft agierende Pei-Pei Cheng in der Hauptrolle. Die Frau ist nicht umsonst eine Legende. Für den Film sprechen zudem die relativ kurze Laufzeit und ein verstrickter Plot, der sich im Endeffekt weniger um die eigentliche Rache-Geschichte dreht, sondern viel mehr um politische Intrigen und andere Verräteleien. Der Wunsch nach Rache wird aber nie völlig verdrängt. Die abwechslungs- und wendungsreiche Geschichte ist jedenfalls ziemlich unterhaltsam, Hua Yueh und seine tricksenden Bettelknaben tragen ebenfalls zum drolligen Prügel-Vergnügen bei. Apropro, die Kämpfe sind relativ putzig - viel seltsam geschnittenes Hin- und Hergespringe, massig Schwertklopperei, ab und zu ziemlich brutal. Wie ein Typ, der mitten im Schädel ein Messer stecken hat, sich noch gegen mehrere Angreifer erfolgreich verteidigt, sieht man jedenfalls nicht alle Tage. Ein besonderes Lob geht noch an die vielen Kulissen und Kostüme. Der Film präsentiert durchweg relativ bunte und fantasievolle Motive. Typisch für Shaw Brothers Produktionen. Das angegebene Zitat stammt natürlich von den englischen Untertiteln, nicht vom O-Ton, welcher zumindest bei mir in mandarin war. Wie auch immer, gutes Filmchen für Fans nostalgischer Martial-Arts Streifen aus Hong Kong. Mehr nicht, weniger nicht. Jackie Chan hat übrigens einen Auftritt als Bettler - ist leicht zu übersehen!



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