AT: NA
Produktionsland: USA.
Genres: Action. Thriller. Science-Fiction.
Regie: Stephen Hopkins


Predator 2 versetzt die Handlung vom dichten Urwald in die noch engeren Gassen und Straßen eines Großstadtdschungels: Los Angeles. Anscheined das Jagdgebiet eines neuen Predators! Cop Mike Harrigan [Danny Glover], der eigentlich schon genug Stress mit bewaffneten Straßenbanden und Drogendealern hat, setzt alles daran, um das trophäenjagende Alien dingfest zu machen. Immerhin hat das Mistviech seinen Partner auf'm Gewissen!

Total überdrehter und trashiger Actionfilm, im Gegensatz zum Erstling kaum mehr ernstzunehmen, aber immerhin laut und schnell genug, um die niederen Instinkte zu befriedigen. Schon die einleitende Sequenz, eine martialistische Straßenschlacht zwischen Polizisten und bewaffneten Gangstern auf Koks, strotzt nur so vor herumfliegenden Bleikugeln und krachigen Explosionen. Inhaltlich gleicht der Film einer Comiclandschaft. Die Charaktere sind überzeichnet und teilweise absolut dämlich, Polizisten tragen übermodifizierte Sci-Fi Pistolen mit sich herum und die Schauspieler overacten bis zum Geht nicht mehr. Was im Vorgänger dank des Figurenzirkels von militärischen Supersoldaten noch durchaus funktionierte, wirkt jetzt absolut unglaubwürdig. Danny Glovers Performance pendelt sich irgendwo zwischen Kult und Fehlbesetzung ein. Ganz groß Maria Conchita Alonso, die scheinbar mit Begeisterung grottenschlecht spielt. Mindestens ebenos erwähnenswert ist Assi Gary Busey und der Typ mit der markanten Fresse: Robert Davi. Überhaupt ist Predator 2 eine geradezu unglaubliche Ansammlung an semi-populären Filmstars, Bill Paxton und Adam Baldwin spielen nämlich auch noch mit.

Die Action sieht stellenweise verdammt teuer aus, ein paar Szenen bleiben so äußerst positiv in Erinnerung, wie z.B. die aufregend geschnittene U-Bahn Terrorfahrt oder halt auch die bereits genannte Introsequenz. Außerdem kommt dem Film noch zu Gute, dass er erfolgreich frische Ideen in die alte Geschichte mit einbringt; Wie z.B. die durchaus logischen Erneuerungen rund um die Fähigkeiten der Predatoren. Die hier eingeschlagene Richtung wurde übrigens auch in den nachfolgenden Filmen und Videospielen weiter beibehalten. Ach ja, ein paar der Gewaltszenen sind übrigens relativ heftig, im Vergleich zu Teil 1 hat man da nicht wirklich nachgelassen. Viel mehr bleibt nicht zu berichten. Predator 2 ist stellenweise ein fürchterlicher Film, aber gerade das macht mal wieder verdammt viel Laune. Dazu noch die durchweg übertriebene, aber gut gemachte Action und schon hat man einen perfekte B-Movie Kracher der Extraklasse. Meiner Meinung nach eine relativ originelle Fortsetzung, ausreichend unterhaltsam. Sicher, an dem Film scheiden sich die Geister, deswegen keine einwandfrei Empfehlung, aber zumindest den B-Movie Fans sei Predator 2 doch sehr ans Herz gelegt.
Dieser Eintrag wurde am 30.10.2009 um 16:27:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Science-Fiction, Thriller.
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