AT: Star Trek: Der Film
Produktionsland: USA.
Genres: Science-Fiction.
Regie: Robert Wise


Als sich der Erde ein unbekanntes, jedoch scheinbar gefährliches Phänomen nähert, ruft man Admiral Kirk [William Shatner] erneut an Bord der Enterprise. Der erfahrungsreiche Weltenretter soll sich dem unbekannten Flugobjekt nähern und dabei herausfinden, worum es sich handelt und weshalb es Kurs auf den Heimatplaneten hält. Zusammen mit seiner alten Crew und dem Spezialisten Willard Decker [Stephen Collins] begibt sich das frisch gewartete Schiff geradewegs ins Zentrum des seltsamen Gebildes.

Der erste Star Trek Film hat seine Stärken, jedoch auch viele Schwächen, zieht seine Idee aber immerhin konsequent bis zum Ende durch; Und die Idee ist: Kirk & Co. schippern über zwei Stunden lang durch ein rätselhaftes Gebilde aus surrealen Techniker-Träumen. Es wird wenig geredet, viel überlegt, alle inklusive des Zuschauers wollen wissen: Worum handelt es sich hier eigentlich? Die mysteriöse, teils psychedelische Reise durch unförmige Fantasy-Konstruktionen gibt sich dabei äußerst atmosphärisch und virtuos, aber vorallem auch todernst und gefühlskalt. Ein bißchen Sympathie, Witz und Emotion wäre wünschenswert gewesen. Die TV-Serie selbst war ja auch nie völlig witzlos. So verkommt der wortkarge Epos jedenfalls zu einem relativ langatmigen Spektakel, zwar inhaltlich niveauvoll und optisch hervorragend gemacht, aber halt völlig tempofrei und zu keinem Zeitpunkt aufregend. Außerdem stellenweise viel zu ausführlich und in die Länge gezogen, wie z.B. der ausladende Rundflug von Scotty und Kirk um die Enterprise zu Beginn des Films. Die klassische Musik ist großartig, nur leider wiederholt sich das eigentliche Thema ziemlich oft. Der finale Twist des Films ist genial und entschädigt im Nachhinein ein bißchen für die Langatmigkeiten, beinhaltet er doch auch eine Botschaft für Zuschauer und Protagonisten, die für den ersten Star Trek Kinofilm richtiger nicht sein könnte: Da draussen ist noch viel, was wir nicht wissen. Aufbruchsstimmung setzt ein, neue Welten wollen erforscht werden, die menschliche Neugier darf kein Ende kennen. Zwar ein langweiliger Film, aber auch ein sehr schöner.
Charakter Willard Decker ist übrigens der Sohnemann von Commodore Decker aus The Doomsday Machine und die eigentliche Idee des Kinofilms scheint ein bißchen dem Plot aus The Changeling entnommen zu sein; Beides Folgen der Original Star Trek Serie.


Dieser Eintrag wurde am 16.11.2009 um 15:35:00 erstellt und befindet sich in Film, Science-Fiction.
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