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Gamer (2009) Permalink

AT: NA
Produktionsland: USA.
Genres: Action. Science-Fiction.
Regie: Mark Neveldine & Brian Taylor

"Well played, Kable."

Schwerverbrecher kommen in der nahen Zukunft nicht direkt auf den elektrischen Stuhl, sondern dürfen sich zuvor an einem brutalen Medienspektakel namens Slayers versuchen. Dort treten sie mit allen möglichen Waffen in einem urbanen Terrain gegen unzählige Gegenspieler an; Wer überlebt und den Save Point erreicht, gewinnt die Runde. Nach dreißig Runden hat sich ein Spieler die Freiheit erkämpft, soweit kommt jedoch Niemand. Zusätzlich gibt es noch einen fiesen Haken an der Sache: Die Teilnehmer werden per Chip von außenstehenden Spielern kontrolliert und sind eigentlich nur passive Zeugen des brutalen Gemetzels; 'Nen ziemlicher Psychoterror, den auf Dauer nicht Viele mitmachen. Nur Kable [Gerard Butler], inzwischen zur TV-Legende geworden, bleibt ruhig und gelassen, hat auch schon fast alle dreißig Runden hinter sich und hofft darauf, seine Familie endlich wiederzusehen. Doch jede Runde könnte seine letzte sein...

Originelles Ding, zumindest wenn man Running Man und Death Race einfach mal beiseite lässt. So oder so versucht sich Gamer jedenfalls an einer berechtigten Sozialkritik des 'Second Life' Phänomens. Ob MMORPG, ESL oder Virtual Life Simulation, das alles sind doch nur kranke Spielplätze für unausgelebte Sex- oder Gewalt-Phantasien von kaputten, meist fettleibigen Menschen. So will es uns zumindest der Film erzählen. Natürlich kommt es den Produzenten aber mal wieder viel mehr auf oberflächliches Getöhse, als auf eine funktionierende Auseinandersetzung mit dem ernstzunehmenden Thema an und so bleibt jegliche Kritik am modernen, sozialen Miteinander hinter den regelmäßigen Explosionen und Kopfschüssen zurück.

Zugegeben, die Action rockt hier und da und das trotz übertriebenem Schnittgewitter und digitaler Protzerei - Abstriche gibt's nur, wenn die Computeranimationen einfach zuviel werden und plötzlich offensichtlich künstliche Helikopter und Autos durch die Gegend fliegen. Optisch ist das alles auch relativ kreativ umgesetzt, zumindest so halbwegs, Videospiel-Assoziationen werden geradezu sekündlich wachgerufen. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Film nicht wirklich. Die Story interessiert kaum, die flachen Charaktere nerven und bis auf ein paar billige Provokationen, bei denen man sich ab und zu an den Kopf fassen muß, bietet der Film nix, was über die vorpubertäre Art der Gesellschaftskritik hinausgeht. Das Michael C. Hall und Gerard Butler bei all dem Zirkus ihre Würde bewahren, ist ein kleines Wunder. De facto: Halbwegs kurzweilig, schöne Explosionen, viel Gewalt, in Ansätzen durchaus interessant, letztendlich aber zu dämlich und einfältig, um überzeugen zu können. Death Race und Running Man sind bessere Alternativen.



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