AT: Shocker: No More Mr. Nice Guy
Genres: Horror. Comedy.
Regie: Wes Craven







Ein wahnwitziger Psychokiller [Mitch Pileggi] terrorisiert ein kleines US-Städtchen. Die Polizei ist ratlos, denn der Verrückte hinterläßt keine Spuren. Schüler Jonathan Parker [Peter Berg] träumt von den Morden, bevor sie passieren. Das erzählt er seinem Vater Don Parker [Michael Murphy], welcher Lieutenant bei der Polizei ist. Der glaubt ersteinmal kein Wort, ist aber inzwischen bereit, jedem noch so kleinen Hinweis nachzugehen. Und tatsächlich, zusammen schnappen Vater und Sohn den Mörder. Doch damit beginnt der Albtraum erst...

Total abgedrehter Spaß von Wes Craven. Funktioniert einerseits als trashige und temporeiche Horrorkomödie, andererseits aber auch als kritische Metapher über die Todesstrafe. Jedenfalls rasant und spannend inszeniert, etappenweise immer wieder überraschend und teilweise sogar verdammt gut gespielt. Mitch Pileggi, den man ansonsten als ordentlichen FBI-Direktor Walter Skinner aus Akte X kennt, bemüht sich erfolgreich, den verrückten Bad Guy möglichst intensiv darzustellen, kurz gesagt: Pileggi dreht hier völlig am Rad. Besonders gelungen ist an Shocker, dass man nie weiß, was man erwarten soll. Ständig dreht und wendet sich der Plot, rezitiert teilweise Nightmare on Elm Street Ideen, beweist dann aber wiederum vollkommende Eigenständigkeit. Zum Finale hin driftet der Trip dann völlig ins Surreale ab, so manch einer wird bei dem abgefahrenen Blödsinn ganz große Augen machen. Untermalt wird der kurzweilige Spaß von 80er Jahre Rock, u.A. gibt's eine Coverversion von Alice Coopers 'No More Mr. Nice Guy'. Was die Regie angeht, ist Shocker eine von Wes Cravens besten Filmen. Mir hat's ungewöhnlich viel Freude bereitet. Empfehlung an die Genrefans, die's auch gern mal etwas abwegiger haben.


Dieser Eintrag wurde am 19.01.2010 um 20:54:00 erstellt und befindet sich in Film, Comedy, Horror.
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