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Satya (1998) Permalink

AT: NA
Produktionsland: Indien.
Genres: Crime. Drama. Romance. Action. Musical.
Regie: Ram Gopal Varma

"To gain something, you have to lose something!"*

Satya

Satya [J.D. Chakravarthi] kommt nach Mumbai, um Arbeit zu finden, landet aber anstattdessen und unfairerweise im Knast. Dort trifft er auf Gangsterboss Bhiku Mhatre [Manoj Bajpai]. Schnell befreunden sich die Beiden. Nach ihrer Entlassung führt Bhiku den noch unschuldigen Satya in die kriminelle Unterwelt ein.

Satya

Vom System enttäuscht, wendet sich die eigentlich gerechte (?) Titelfigur von der Legalität ab und sucht Sinn- und Zweckgebung bei Freund Bhiku und dessen kleinen Machenschaften. Da es unter den Kleinkriminellen recht heiter und brüderlich zugeht, fühlt sich Satya auch erstmal ziemlich wohl mit seiner Entscheidung. Mit der Zeit sackt der junge Mann aber immer weiter in die Kriminalität ab, unmerklich beginnt die wachsende Schuld auf Satyas Gewissen zu drücken. Halt sucht der Protagonist bei seiner Nachbarin Vidya [Urmila Matondkar], ein unschuldiges Mädchen, welches sich tagsüber um ihren beschränkten Vater kümmert und desnachts von einem Dasein als Sängerin träumt. Zwischen Vidya und Satya wächst ein intimes Verhältniss heran. Doch Vidya ahnt nichts von Satyas krimineller Arbeit.

Satya

Komischer Film, der nicht gerade selten als Referenztitel genannt wird, wenn es um indische Gangsterfilme geht. Wirklich gut sind an Satya aber nur die authentischen Bilder Mumbais: Ein schmutzig-schöner Schauplatz voller Kontraste, die Regisseur Ram Gopal Varma gekonnt einzufangen vermag. Manchmal gibt's sogar fast epische Kamerafahrten und Motive, die an so geniale Bilderfahrten á la Scorsese erinnern könnten. Inhaltlich bewegt sich der Film jedoch auf einem ziemlich unreifen Niveau. So bedient sich der Plot ausschließlich altbekannter und stereotyper Genre-Muster, welche nur von den gewohnten, indischen Gesangseinlagen unterbrochen werden. Letztere sind übrigens auch so 'ne Sache: Wie ein Milieu-Film vielerorts als authentisch, düster und brutal durchgehen kann, obwohl alle halbe Stunde ein kitschiges Lied geträllert wird, bleibt mir jedenfalls ein kleines Rätsel.

Satya

Zu Gute halten muss man dem Film jedoch seine eindeutige Botschaft, das Gewalt niemals oder bzw. nicht auf Dauer eine Konfliktlösung darstellen kann. Ebenfalls kann man von Satya nicht behaupten, dass das Ding besonders langatmig wäre - dafür sind die Musik zu laut und die Bilder zu bunt, selbst drei Stunde inhaltlicher Routine werden so ganz schnell zum kurzweiligen Abenteuer. Allerdings ist die Reise keine besonders ergiebige, so amüsant und kurzweilig es stellenweise auch wird. Action gibt es übrigens auch, in Ansätzen ganz nett, aber nie vollends überzeugend und sowieso eher rar über den Film verteilt. Ein großes Problem bleibt, dass das Interesse an den Charakteren irgendwie ausbleibt. Titelfigur Satya bleibt mir beispielsweise viel zu unterkühlt und unklar, um wirklich mitfiebern zu können. Bei dem ganzen liebevollen Kitsch ist dieses figürliche Desinteresse schon fast unverzeihlich. Was bleibt, sind die vorzüglichen Bilder und der typische, bunte Reigen indischer Filmkultur. Wenn man gerade Lust auf sowas hat, ist Satya durchaus keine schlechte Angelegenheit.

Satya

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