AT: NA
Produktionsland: USA.
Genres: Horror. Thriller. Drama.
Regie: Àlex Pastor & David Pastor


Was zuerst wie ein frivoler Road Trip wirkt, entpuppt sich schnell als gnadenlose Flucht vor einer unberechenbaren Seuche. Vier junge Leute auf dem Weg nach Nirgendwo, die Pandemie stets im Nacken. Fremde werden gemieden, Infizierte sind hochgradig ansteckend, die Krankheit in jedem Fall tödlich. Um zu überleben, müssen sich die Protagonisten Stück für Stück ihrer Menschlichkeit entledigen.

Die Idee von Carriers ist nicht uninteressant, scheitert aber an der einfältigen Umsetzung. Das Drehbuch fährt zwar so einige Tricks und Kniffe auf, um das Ganze als ausgeklügelten Prozess dastehen zu lassen - und in einigen Szenen funktioniert das auch - bedient sich aber mindestens ebenso einer realitätsfernen sowie gekünstelten Theatralik und viel Melodrama. Beides empfand' ich im Kontext eher unpassend, genauso die schrecklichen Stereotypen von Protagonisten, die nun wirklich garkeinen Platz für Überraschungen lassen. Ein wenig festhalten kann man sich am nicht uninteressanten Plot, der innerhalb seiner seltsam beschränkten Grenzen zumindest ein paar interessante Momente zustandebringt. Rein optisch geht Carriers sogar in Ordnung, auch wenn sich das mit Sicherheit niedrige Budget hier und da bemerkbar macht. Letztendlich zumindest halbwegs okay, da konsequent nihilistisch und in Ansätzen originell. Trotzdem unnötig und ohne Sogkraft. Nervig ist auch, dass der Film scheinbar als Projektionsfläche für die geschwisterlichen Konflikte der beiden Regisseure zu dienen scheint. Und spätestens wenn die Kinder im Epilog nach der amerikanischen Flagge greifen, muss man sich schon irgendwie an den Kopf fassen. Als Genrefan riskiert man vielleicht trotzdem einen Blick.

Dieser Eintrag wurde am 24.03.2010 um 12:24:00 erstellt und befindet sich in Film, Drama, Thriller, Horror.
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