AT: NA
Produktionsland: USA.
Genres: Science-Fiction. Action.
Regie: Jon Favreau


Tony Stark [Robert Downey Jr.] ist Amerikas populärster Waffenproduzent und hält sich für den Obermacker schlechthin. Bei einem Ausflug nach Afghanistan zwecks Demonstration neuer Prototypen wird der Sunnyboy jedoch von einem Grüppchen Terroristen entführt. Im dunklen Verließ eingekerkert, sieht Tony keine andere Möglichkeit, als einen gepanzerten Kampfanzug zusammenzuschweißen und sich den Weg selbst freizukämpfen. Gesagt, getan, Iron Man ist geboren.

Die einstige Comic-Vorlage spielte damals im Kalten Krieg, nicht verwunderlich also, dass man der neuen Film-Adaption ebenfalls einen politischen Anstrich geben muss und den Iron Man gegen böse Terroristen schickt. Der Durchschnitts-Amerikaner kann diese sowieso schonmal nicht von den berüchtigten 'Taliban' unterscheiden, eine gewisse propagandistische Nuance darf in diesem Zusammenhang also nicht unerwähnt bleiben. Comicfilme funktionieren meiner Meinung nach besser, wenn sie unpolitisch bleiben oder zumindest so überzeichnet sind, dass jeweilige Anspielungen auf aktuelles Weltgeschehen von jeglicher Seriosität befreit sind.

Unabhängig davon, kann man Iron Man aber durchaus als solides Machwerk bezeichnen. Solide, aber vorallem auch routiniert und überraschungsfrei. Hauptfigur Tony Stark durchlebt die typischen Heldenprozesse, dessen Präsentation sich allenfalls durch Downeys selbstsichere Performance unterhaltsam gestaltet. Hinzu kommt, dass der Film absolut keine gute Action bietet. Sogar der Showdown gibt sich kaum als solcher zu erkennen und hört auf, noch bevor er richtig angefangen hat. Jeff Bridges - neben Gwyneth Paltrow der einzig erwähnenswerte Name unter den Darstellern - läuft zudem auf Sparflamme. Paltrow sowieso. Die Computereffekte gehen in Ordnung, der Soundtrack ist jedoch furchtbar stumpf.

Downey ist gut und macht Spaß, aber alles andere am Film ist furchtbar overhyped. Kaum vorhandene Action, 08/15 Story und außerdem viel zu lang. Da hilft auch der Kurzauftritt von Samuel L. Jackson nicht mehr, geschweige denn die Ausrede, dass es sich hierbei ja nur um einen Prolog handelt. Kann man machen, wenn man Bock drauf hat, kann man aber auch lassen.


Dieser Eintrag wurde am 08.11.2010 um 21:59:00 erstellt und befindet sich in Film, Action, Science-Fiction.
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