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Resident Evil (2002) Permalink

AT: NA
Produktionsland: England. Deutschland. Frankreich.
Genres: Action. Horror. Science-Fiction.
Regie: Paul W.S. Anderson

"You're going to have to work for your meal."

Resident Evil

In einem unterirdischen Forschungslabor der mächtigen Umbrella Corporation bricht der sogenannte T-Virus aus. Um die Infizierung einzudämmen, wird ein bewaffneter Spezialtrupp in den Komplex hinuntergeschickt. Anstatt auf überlebende Angestellte stoßen die Ahnungslosen jedoch auf eine zickige KI namens Red Queen [Michaela Dicker], eine von Amnesie geplagte Frau, Alice [Milla Jovovich], und eine ganze Horde hungriger Zombies. Dann kann der Spaß ja losgehen.

Resident Evil

Videospielverfilmung, Malen nach Zahlen und letztendlich auch Deutschlands Versuch, irgendwie im großen Hollywood-Geschäft mitzumischen. Das Ergebniss ist zweischneidig. Rein technisch sieht der Film zuersteinmal relativ gut aus. Da gibt es u.A. einen Wechsel von den fast gothischen Kulissen einer alten Villa zu den hochsterilen und technisierten Untergrundräumen des geheimen Forschungsinstituts. Überhaupt wirkt der Mix aus Sci-Fi Kulisse und Zombie-Horror ganz reizend. Ebenso reizend ist Milla Jovovich, die zwar nicht wirklich schauspielert, aber gut aussieht und zudem ständig nackt oder halbnackt durch's Bild huscht - dafür gibt's den Fanservice-Bonus.

Resident Evil

Damit hätte man aber auch schon die meisten, positiven Aspekte des Films aufgezählt. Die Handlung ist zwar nicht frei von guten Ideen, wird aber durchgängig ziemlich lahmarschig erzählt und bietet dementsprechend auch keine großen Überraschungen oder zumindest keine, auf die man wirklich anspringt. Auch actiontechnisch ist nicht allzuviel los, die erste halbe Stunde beschäftigt sich der Film ausschließlich mit routinierten Schockeffekten vom Fließband und daraufhin wird relativ stumpf durch die Gegend geballtert - inklusive Bullet Time Effekt, weil's cool ist. Zwischendurch darf Jovovich auch mal ein paar handfeste Kicks gegen kläffende Zombiehunde vollführen. Vom Videospiel ist das Ganze übrigens auch sehr weit entfernt, selbst wenn oberflächliche Parallelen vorhanden sind, möchte der Film seine eigene, leider viel dämlichere Variante der ursprünglichen Geschichte erzählen. Das Ganze wird dann noch relativ passend von dumpfen und ziemlich simplen Elektrogitarren sowie -bässen begleitet.

Resident Evil

Insgesamt absolut mittelmäßig, auf Dauer und nach mehreren Sichtungen langweilig und herzlos, effektechnisch auch nicht groß, ebensowenig inhaltlich gehaltvoll. Popcornkino von Deutschen, bzw. Europäern, die einfach mal einen Hollywoodfilm machen wollten - aber halt auch nicht mehr. Schade um die teil geniale Vorlage, die irgendwie schon eine wesentlich bessere Adaption verdient hätte. Ach ja, Michelle Rodriguez spielt auch noch mit und Heike Makatsch gibt's in 'nem Kurzauftritt zu sehen.

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