AT: Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
Produktionsland: USA. Deutschland
Genres: Science-Fiction. Horror.
Regie: Paul Verhoeven


Exzentriker Sebastian Caine [Kevin Bacon] arbeitet für's Pentagon an einer Unsichtbarkeits-Formel. Nach einem Selbstversuch scheint der Wissenschaftler jedoch nach und nach dem Wahnsinn zu verfallen.

Von Paul Verhoeven und trotzdem doof? Irgendwie schon. Zumindest ein bißchen. Beginnt übrigens schon mit dem ziemlich mies designten Buchstabensalat-Intro. Aber das nur nebenbei. Problem ist viel eher, dass sich der auch etwas zu lange Film allzu sehr an seiner Meta-Idee aufhängt: Caine als Parabel für den Menschen ohne Gesicht, der durch den Verlust seines Äußeren auch die Angst vor Konsequenzen verliert und nun die menschliche Maske fallen lässt, um dem instinktiven Tier im Manne freien Lauf zu lassen. Kurz gesagt: Der Junge geht Frauen belästigen und mißbrauchen. Damit macht sich's Paul Verhoeven auch etwas zu einfach - die Wandlung vom angeblich ach-so genialen Wissenschaftler zum Serientäter passiert ohne viel Reflexion. Die Ausrede, dass Kevin Beacons Figur grundsätzlich ein Arschloch ist, kommt auch nicht ganz an.

Abgesehen davon, geht Hollow Man jedoch relativ in Ordnung. Mittelmäßige Effekte, eine große Explosion, plötzliche Splatter-Ausraster, ein hübscher Josh Brolin und - wie üblich für Verhoeven - viel nackte Haut. Milde spannender Trash mit viel Budget halt, den eigentlich keiner produziert hätte, wenn's nicht Verhoeven wäre. Mit heruntergeschraubten Erwartungen auch halbwegs unterhaltsam und mit all seinen dämlichen Ideen, Dialogen und Logiklöchern ganz generell eine ernstfreie Sichtung wert. Allerdings auch nicht mehr. Nichts gegen Starship Troopers oder RoboCop und auch kein Vergleich zum Klassiker von 1933.

Dieser Eintrag wurde am 18.01.2011 um 12:20:00 erstellt und befindet sich in Film, Science-Fiction, Horror.
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