Außerdem dabei

Schlüsselwort(e): zypries

10.01.08

Das Fernsehen war's - und jetzt auch die Videospiele, klar soweit?!


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Die Frau Zypries, die hat mal so richtig die Keule geschwungen jetzt. Und hat dabei gleich mal ein paar Sachen getroffen - die arme Playstation, die eigentlich schon lange ihrer verdienten Rente frönen darf, die bösen und blutrünstigen PC-Spiele und das Fernsehen. Quell allen Bösen ja sowieso.
Kann sich das Fernsehen aber mal freuen, hat es doch ein paar Weggefährten für den langen Zug zur Jugendverdummung und Gewaltförderung von jungen Menschen erhalten. Ob die Playstation dies jedoch noch schaffen wird, diesen Weg zu gehen ist fraglich - das Alter, meine Lieben. Gut, die PC-Spiele haben sich dem schon lange verschrieben, endlich hat es mal jemand wirklich auf den Punkt gebracht, nicht immer nur von Indizierungen, Jugendschutz und so weiter palavern. PC-Spiele sind GIFT, sie sind BÖSE! Wie auch das Fernsehen. Die Playstation lassen wir mal in Ruhe. Einigen wir uns auf ihre Nachfolger.

Übermäßiger Fernsehkonsum sei "zweifellos eine der Ursachen" für die Probleme bei der Erziehung von Jugendlichen, so Bundesjustizministerin Zypries: "Wir wissen, dass Kinder, die viel Fernsehen, nicht richtig lernen können."

Die Ministerin bezeichnete dabei "Fernsehen, PC-Spiele und PlayStation" als Gift für Jugendliche: "Die Kinder lernen weder Sozialverhalten noch bewegen sie sich, wenn sie vor diesen Teilen sitzen, sondern werden zugeschüttet", sagte Zypries. (golem.de)

Übrigens, hat Frau Zypries das Internet eigentlich nur vergessen oder bewusst weggelassen? Vielleicht will sich die gute Frau ja noch ein paar Bösewichte für später aufheben, wenn man wieder Schlagzeilen braucht? Gute Taktik finde ich. Auch eine sehr gute Taktik ist das überlegte Weglassen der von vielen als eigentliche Probleme gesehenen Gründe für die Entwicklung - wie zum Beispiel eingeschränkte Bereitschaft von Eltern (oder verringerte Möglichkeit) sich um die eigenen Schützlinge anständig zu kümmern und diese zu erziehen oder auch die Komponente Arbeitswelt, Umwelt, Schulwelt und so weiter. Sehr richtig finde ich das, denn diese "Problemursachen" sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen. Nur TV, Gaming und Konsorten sind an all den bösen Taten der Jugend heutzutage schuld.
Immerhin ist Frau Zypries auch unsere Bundesjustizministerin und muss sich da auskennen. Ich habe bereits meine Spielesammlung vorbereitet um sie dem Scheiterhaufen vorzuwerfen. NICHT!

Schwachsinn... aber Politik überrascht damit nun auch wirklich nicht mehr. Würde einen schon eher überraschen, wenn mal jemand mit wirklicher Kompetenz an die Sache geht und konstruktiv mit der Scheiße befasst. Nur sind diese Leute viel zu klug, um sich in die Politik zu begeben - tja, Schicksal (wer an sowas glauben mag).
Eigentlich frage ich mich die ganze Zeit schon, warum nicht endlich gegen diese böse Jugend vorgegangen wird. Also das Profil der gewalttätigen jungen Menschen ist doch schon perfekt. Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Jugendliche mit einem Faible für Videospiele oder Jugendliche mit einem Hang zum erhöhten TV-Konsum oder... ach ne, das war es dann für'n Anfang. Also liebe Stasi Gestapo whatever, aufräumen! Wir hätten auch nichts dagegen, wenn ihr mit euch beginnt...

Frau Zypries, auf ein Wort. Ihnen könnten so viele Gamer so viele gute Argumente an den Kopf schmettern, was es mit anlernen von Sozialverhalten in Spielen auf sich hat - und das Internet erst.
Aber das haben sie ja nicht erwähnt, ich schreib es nur schon mal im voraus auf, falls. Es gibt NICHT NUR Killerspiele, aber sogar diese haben einen gewissen positiven Wert auf die eigene Entwicklung, wenn man auch anständig erzogen wird. Wir sehen von den krassen Ausnahmen, die in Deutschland sowieso von Anfang an verboten oder aber wenigstens indiziert sind ab.
Habe ich auch schon einigen netten Zeitgenossen im höheren Alter erklären dürfen - die kennen sich mit Spielen nämlich gar nicht aus, müssen aber für ihre Kinder einkaufen. Natürlich jeden Scheiß, sie wissen es ja nicht besser - was verwerflich ist. Aber erklären und die Eltern wissen auch, was sie tun können, egal welches Spiel nun gekauft wird. Es heißt schließlich Erziehung und nicht "automatisch angewachsener Automatismus zur sozialen Integration" (in eine Gesellschaft, die von sich denkt, dass sie erst die Kinder dem Fernsehen zuschieben kann (und dem PCs) und jetzt aufgrund zu weniger Fürsorge das Heulen anfangen ob der grotesken Entwicklung ihrere Sprößlinge).

Klar soweit?

Wer erinnert sich eigentlich noch an den Vorschlag einer ihrer Vorgänger im Amt, jugendgefährdende Inhalte erst ab 23:00 Uhr im Internet zuzulassen? … (Zielpublikum)

Hier hier, meld. Finde ich immer noch eine gute Idee. Ich mein, wie viel rosiger wird es in Deutschland, wenn wir nicht mehr die ganzen Terrornews mitbekommen müssen - sind ja jugendgefährdend, finde ich ;)

Nur eine kurze Überlegung zu dem Thema, müsste man natürlich alles noch ein wenig ausbauen und nicht so verallgemeinern - aber dazu fehlt einem manchmal die Lust. Also bitte nicht auf den Schlipps getreten fühlen, das sind nur ein paar Gedanken von mir zusammengetragen.

30.12.07

VDS für zivilrechtliches nicht gedacht - ja sicher?!


Foto von morgueFile

Die gespeicherten Daten von Telefon- und Internetverbindungen sollen nach den Worten von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries auch künftig nur von Polizei und Staatsanwaltschaft genutzt werden dürfen. "Verbindungsdaten dienen der Strafverfolgung, insbesondere der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität, aber nicht der Befriedigung zivilrechtlicher Ansprüche der Musikindustrie", sagte die SPD-Politikerin dem Nachrichtenmagazin Focus. "Wenn wir anfangen, das zu erweitern, verliert der Staat an Glaubwürdigkeit." (heise.de)

Frau Zypries (das "sehr geehrte" spare ich mir an dieser Stelle mal) - der Staat hat bereits vollends an Glaubwürdigkeit verloren. Wissen sie, ich glaube ihnen das alles GAR NICHT. Sobald der richtige Zeitpunkt kommt, werden die Verbindungsdaten "geöffnet". "Gequirlte Kacke" würde ein Kollege jetzt sagen - recht hätte er!
Anstatt die Scheiße noch "schön zu reden" und "zu verteidigen", sollten sie sich mal ernsthaft ihrer Aufgabe widmen. Ach ja, wie war das mit den Abmahnungen und der gewissen Grenze für diese, um missbräuchlichen Gebrauch zu verhindern *hust*?

Mal an alle Politiker: Labbern hilft auch nicht (mehr). Euch glaubt keiner, euch mag keiner, die Welt dreht sich trotzdem weiter. Da könnt ihr noch so viele Terroristen herbei beschwören.

10.11.07

VDS is teh new Stasi

Sehr geehrter Herr Gerold Reichenbach, SPD,
sehr geehrter Herr Gerald Weiß, CDU/CSU,

sie haben beide am Freitag, den 9. 11. 2007, für die sechsmonatige Speicherungspflicht von Handy-, Festnetz- und Internet-Verbindungsdaten gestimmt, weshalb ich ein oder zwei (oder noch ein paar mehr) Worte an sie richten möchte, welche, Vorsicht!, nicht besonders freundlich sein werden.

René schreibt an seine Abgeordneten... Eigentlich ganz gute Idee, wenn man nicht davon ausgehen müsste, dass da sowieso nur ein Template-Textbaustein-Ungeheuer eines nicht wirklich motivierten Praktikanten zurückkommt - wenn überhaupt was zurückkommt. Aber machen sollte man es trotzdem. Und bitte, haltet euch zurück und auch wenn, schmeißt keine unangebrachten Wörter durch die Gegend, dazu haben wir doch alle viel zu viel Anstand, im Gegensatz zu den Pissern* da oben, die sich inzwischen gegen mit hoher Sicherheit mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung stellen - wenn die Bürger hierzulande nur verstehen würden, was da in Wahrheit auf sie zukommt.

Aber wenn sie mit solchen Halbwahrheiten zugemustert werden:

Zypries: Doch natürlich. Aber das Recht auf informationelle Selbstbestimmung heisst ja nur, dass Bürger darüber informiert werden müssen, wer was von ihnen speichert. Und das hat sich auch als Abwehrrecht gegen den Staat positioniert.

Dann ist ja alles klar. Und mal davon abgesehen, dass man das geschaffen hat, was es in Deutschland eigentlich nicht geben sollte: Den Grundverdacht gegen alles und jeden in Deutschland.

Ach so, sobald die Verfassungsbeschwerde (mitmachen) wirklich gestartet werden sollte - wird bestimmt aus "heiterem" Himmel irgendwo eine Terrorzelle ausfindig gemacht, die die halbe Nation eigentlich kaputtbomben wollte. Schwere Kaliber (Verfassungsbeschwerde) müssen eben mit harten Mitteln bekämpft werden. Und nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiger. Aber man kann ja bestimmte Nachrichten zeitlich gezielt in die Welt bringen und so. Am Ende war der ganze Bahnstreik nur eine perfekt durchgeführte terroristische Aktion, die Wirtschaft und Menschen zerstören sollte. Und am Ende wird das auch noch klappen, ach du scheiße... Was, wenn die VDS doch nicht so schlimm ist und sowas verhindern könnte? Ich glaube, ich denk nochmal darüber nach... NOT! Was könnte man als Strafe erwarten, wenn man Politikern ins Gesicht spuckt? Jetzt außer der Tatsache, dass sie auch noch ernstlich darüber empört wären :)

Der Schäuble hat übrigens inzwischen den Bezug zur Realität etwas verloren.

Innenminister Schäuble provozierte mal wieder, diesmal mit einem Hitler-Vergleich. “Wir hatten den ‘größten Feldherrn aller Zeiten’, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten”, assoziierte er am Mittwochabend vor Journalisten und Richtern in Karlsruhe. [via von hier aus]

Ich kenn da übrigens noch so einen Menschen, der mal den Bezug zur Realität verloren hat, der lebte mal so vor über 60 Jahren [sic!]

* Ich bin ein schlechtes Beispiel und kein Vorbild, ich darf das also :D

PS. "Meine" Bundestagsabgeordneten (Fürth und Kreis) haben nicht abgestimmt. Was soll ich denn jetzt davon halten U-( Die haben wohl keinen Bock uns zu vertreten... :`(

kategorien :: welt um unsfrei heraus

Informationelle Selbstbestimmung "damals und heute"

Wenn in einem Satz mit dem Thema "Informationelle Selbstbestimmung" der Satzteil "bedeutet ja nur" vorkommt, kann das nichts gute bedeuten. Bei Udo Vetter gut zu sehen, wie von Frau Zypries gewollter Anspruch von heute und zumindest vom Bundesverfassungsgericht gesprochene Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Und nu?

Liebe Politiker, aus diesen "gewährleistet insoweit" und "grundsätzlich" kann man doch was basteln, dass das vom BVG geschriebene nicht mehr greift... ach mist, wozu gebe ich euch noch Tipps :grml:

kategorien :: welt um uns

19.11.06

Abmahngebühren im Urheberrecht gedeckelt?

Die Bundesregierung hat ihre Pläne konkretisiert, dass Abmahnkosten bei Urheberrechtsverletzungen im Bagatellbereich künftig nicht mehr außer Verhältnis zum Anlass stehen. In einfachen, nichtgewerblichen Fällen sollen die Kosten auf 50,00 € begrenzt werden. (law blog)

Klingt doch ganz gut... könnte man meinen. Das Problem ist, die Herren Rechtsverdreher oben werden sicher immer einen Weg finden, aus einem Fall einen nicht "einfachen, nichtgewerblichen" Fall zu machen. Also alles beim Alten, auch wenn das zustande kommen sollte? Mal schauen. Immerhin hat man die Problematik erkannt, endlich. Hat wohl genug Leute gegeben, die sich bei der Sache auf den Fuß getreten fühlten und an die Regierung geschrieben haben.

Auch bei der Nutzung von geschützten Fotos oder beim Verkauf geschützter Werke auf eBay "wird sehr weit übers Ziel hinausgeschossen", hat Zypries aus "ganz vielen Eingaben" von Bürgern erfahren. (heise)

Also Leute, immer schön weiter ganz viele E-Mails, Briefe und allgemein Beschwerden nach oben schreiben. Denn wir haben die Macht, mwhahaha :]

[Verschwörungsmode - 1]
Jetzt werden sich sicher ganz viele Windige Bürger in Deutschland daran machen, die armen Urheber und Rechtehalter um ihr schwer verdientes Geld zu bringen und überall und zu jeder Zeit urheberrechtlich geschütztes Material online stellen. Ist ja nichtgewerblich und nur ein einfacher Fall. Kann also nicht viel an Gebühren Kosten, hahaha!
[Verschwörungsmode - 0]

[Wahrheitsmode - 1]
Viele Anwälte werden sich jetzt mit hoher Sicherheit wieder neuen Gebieten zuwenden müssen, nachdem es - sollte es wirklich zu dieser Entscheidung oben kommen - kaum mehr wirklich Geld zu verdienen gibt. Und die Rechtehalter? Sollten sich so langsam aber sicher wieder darauf konzentrieren, womit sie eigentlich Geld verdienen wollen. Denn von nichts kommt nichts. Und es sind nicht die kleinen bösen Internetuser, die euch ganz viel Gewinneinbrüche bescheren. Das seid ihr ganz allein. Müsst ihr uns glauben, es ist so.
[Wahrheitsmode - 0]

05.10.06

Abmahnungen sind nicht das Übel

Was aus ihnen gemacht wird, das bringt die Leute auf die Palme...

Mal ganz im ernst. Nicht die Abmahnungen für sich sind das Problem - wenn wir die derzeit laufenden Abmahnungen sehen (nutzt die Suche, bin grad etwas verlink-faul... sry). Nein, keineswegs. Denn auch wir Blogger sehen den Fehler schon, der da begangen wurde, sogar die Abgemahnten selbst sehen das ja ein. Nein, es geht um eine einzige Sache:
Die Verhältnismäßigkeit.

Die Abmahnung ist ihrer eigentlichen Aufgabe in gewissen Bereichen abtrünig geworden und als Werkzeug zur Aufnahme neuer Geldquellen genutzt... da wollte Frau Zypries auch schon etwas gegen machen. Hat sie bis heute nicht. Schade. So trifft es weiterhin Privat, der vielleicht gar keinen wirklich messbaren Schaden anrichtet, aber mit Streitwerten von >20.000€ überschüttet - die Anwälte freuen sich, Privat ist finanziell am Ende.

Wir wollen nicht die Abmahnungen weg haben - Traumwelt anyone? - sondern realistische Streitwerte und allgemein auch sozialeres Verhalten der quasi Abmahnenden. Da hat der Alexander den gleichen Weg mal zu Papier gebracht, wie ich schon manchmal in dem ein oder anderen Beitrag auch geschrieben habe... So denken nun mal die meisten unter uns, ganz ehrlich.

Um eine vernünftige Reaktionsmöglichkeit zu gewährleisten sollte das Prinizip der Ultima Ratio greifen: Erst ist das mildeste Mittel anzuwenden. Und das sollte in jedem Fall eine formlose schriftliche Aufforderung sein, das Fehlverhalten abzustellen, sich öffentlich zu distanzieren (im Falle einer Publikation) und sich für die Zukunft zu verpflichten dies nicht zu wiederholen. Reagiert hier der Verursacher sofort und ohne Widerstand, muss die Sache erledigt sein!

Falls es in einem meiner vorherigen Artikel zu Abmahnungen gekommen sein sollte, tut mir leid. Nicht die Abmahnungen selbst sind das Übel, keinesfalls. Denn die Idee dahinter ist lobenswert und gut. Die Menschen, die die Abmahnungen nutzen, machen daraus das, was allen inzwischen unter Abmahnung einfällt - Abzocke. Und ist schwer zu sagen, da sei nichts dran.

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31.05.06

Kritik an Abmahnern - ja bringt das was?

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries übt jetzt also Kritik an überhöhten Abmahnkosten, und möchte diese Deckeln.

"Einfach gelagerte Fälle mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung dürfen nicht mehr als 50 bis 100 Euro für Abmahnung und Anwalt nach sich ziehen", so Zypries. Sie bittet die Anwaltschaft, solche Fälle im Blick zu behalten, vor allem zu sensibilisieren und zu informieren. In Missbrauchsfällen müsse gegebenenfalls mit den Mitteln des Berufsrechts eingeschritten werden.

Bisher ist es nämlich so, dass Abgemahnte die Verlierer in der Sache sind, und durch viele Anwälte nicht selten zu sehr unverhältnismäßigen Zahlungen aufgefordert werden. Fair war dann bei sowas kaum etwas.
Viel seltsamer aber ist, dass Frau Zypries erst jetzt darauf eingeht - denn dieser (meiner Meinung nach) Missbrauch von Abmahnungen besteht ja nicht erst seit ein paar Monaten, auch wenn er natürlich zuletzt recht oft aufkam, vor allem mit dem Urheberrecht einhergehend. Auch, warum eigentlich nur Urheberrecht genannt, das wäre doch nur ein Beispiel, bei welchem Abmahnungen viel zu oft an übertriebenen Forderungen ihrem eigenen Zweck entsagen. Was ist mit den Fällen von Markenrecht und den ganzen Versuchen, die Meinungsfreiheit mit fragwürdigen Mitteln zu unterbinden? Schade, gut gedacht aber nicht zu Ende ausgeführt. Und überhaupt stellt sich natürlich auch weiterhin die Frage, wie sehr die Überlegungen von Frau Zypries so zustandekommen, denn man kann nicht auf viel hoffen, wenn man sich auf die Entwicklungen von sonst einlässt.

Ebenfalls Schade, dass auf der einen Seite die Bürger endlich auch geschützt werden sollen - also zumindest wird ja schon mal darüber geredet -, aber auf der anderen Seite dann wieder gewisse Dinge in der Mache sind, die einfach so nicht sein dürfen. Frau Zypries, dem Lobbyismus verfallen ist nicht fein, wirklich.

Udo Vetter im law blog schreibt unterdessen sogar:

Viele Abgemahnte sind überdies arglos und richten noch nicht mal messbaren Schaden an. Angesichts dessen sollte man den bereits länger diskutierten Gedanken aufgreifen und die erste Abmahnung grundsätzlich kostenfrei halten.

Wahre Worte, aber sowas wird wohl nicht umsetzbar sein, nicht wenn alles so bleibt, wie es ist. Schon die Deckelung von Abmahnungen auf 50 bis 100 Euro ist ja sehr fraglich. Wie gesagt, bis auf Worte ist bisher nichts konkretest zu sehen. Und wann man mit etwas rechnen darf - who knows.

PS. Netter Artikel bei Telepolis zum Thema - einfach mal an Großbritannien orientieren, dort ist die erste Abmahnung tatsächlich kostenlos.

kategorien :: welt um uns

23.03.06

Es war schön mit euch, Privatkopien

Jetzt ist's raus, die Bagatellklausel ist nicht mehr, raus aus dem neuesten Gesetzesentwurf. Dies berichtet das Handelsblatt online. Großes Kino, wiedermal. Eben mal etwas für den Freund brennen ist nicht mehr.
Bisher gilt im Urheberrecht der Grundsatz, dass Kopien für den privaten Gebrauch erlaubt sind. Dafür wird beim Kauf von Vervielfältigungsgeräten und -medien auch automatisch eine Gebühr erhoben, die an die Rechteinhaber ausgeschüttet wird. Dabei soll es nach dem Gesetzesentwurf im Prinzip auch bleiben. Doch obwohl der Verbraucher die Gebühren weiter bezahlen muss, dürfen die Rechteinhaber gleichzeitig Privatkopien durch technische Kopierschutzmaßnahmen verhindern. Deren Umgehung ist auch strafbar, eine legale Privatkopie dann faktisch unmöglich.

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